Emil Nolde - Farben heiß und heilig

Emil Nolde, Akte und Eunuch, 1912, © Nolde Stiftung Seebül, Foto: Kevin Montague
Emil Nolde, Akte und Eunuch, 1912, © Nolde Stiftung Seebül, Foto: Kevin Montague

Emil Nolde zählt zu den gro­ßen Malern des frü­hen 20. Jahr­hun­derts. Mit sei­ner neuen, radi­ka­len Bild­spra­che pro­vo­zierte er vor dem Ers­ten Welt­krieg die deut­sche Kunst­szene. So auch 1913 in Halle, als sein reli­giö­ses Gemälde „Abend­mahl“ (1909) für das Museum in der Moritz­burg ange­kauft wurde und einen Skan­dal aus­löste, der das Museum als Weg­be­rei­ter der Moderne und Emil Nolde als Erneue­rer der Kunst berühmt machte.

2013 ist der Ankauf 100 Jahre her. Aus die­sem Anlass wid­met die Stif­tung Moritz­burg dem Künst­ler Emil Nolde eine Aus­stel­lung, in der drei sei­ner gro­ßen The­men beleuch­tet wer­den: die frü­hen Gar­ten­bil­der, in denen er Blu­men von explo­si­ver Far­big­keit ins Bild holt und über die­ses Thema die Kraft der rei­nen Farbe ent­deckt, die frü­hen reli­giö­sen Gemälde, in denen er Sze­nen und Legen­den der Bibel eigen­wil­lig und phan­ta­sie­voll deu­tet, sowie Werke, die auf sei­ner Reise durch Sibi­rien in die Süd­see ent­stan­den und von sei­ner Fas­zi­na­tion der Natur­völ­ker spre­chen. Haupt­werke wie das „Abend­mahl“ und vier wei­tere Gemälde aus der ehe­ma­li­gen Samm­lung der Moritz­burg wer­den in der Aus­stel­lung zu sehen sein. Leih­ge­ber sind die Nolde Stif­tung in See­büll und zahl­rei­che Museen aus Deutsch­land, Öster­reich, Däne­mark und den USA.

Sehen kann man die Aus­stel­lung vom 21. April bis zum 28. Juli im Kunst­mu­seum Moritzburg.