Das große Jubiläumsjahr in den Franckeschen Stiftungen

Das eindrucksvolle Hauptgebäude der Franckeschen Stifungen prägt seit langem das Stadtbild von Halle. (Foto: Franckesche Stiftungen)

Am 22. März 2013 jährte sich nun zum 350. Mal der Geburts­tag des Schul­stadt­grün­ders. Die Francke­schen Stif­tun­gen wid­men die­sem Ereig­nis  ein ganz­jäh­ri­ges Fest­pro­gramm und laden zum Mit­fei­ern ein. Sein Lebens­werk ist untrenn­bar mit der Stadt Halle ver­bun­den. Von hier in der preu­ßi­schen Pro­vinz aus setzte um 1700 sein glo­bal ange­leg­tes Reform­vor­ha­ben in den Berei­chen Fröm­mig­keit und Kir­che, Bil­dung und Uni­ver­si­tät, Sozi­al­für­sorge und Gesell­schaft eine Bewe­gung in Gang, die nicht weni­ger als eine Ver­än­de­rung der Welt zum Ziel hatte. Die Jubi­lä­ums­aus­stel­lung „Die Welt ver­än­dern. August Her­mann Francke – Ein Lebens­werk um 1700“ ver­knüpft Franckes Lebens­weg per­spek­tiv­reich mit sei­ner Lebenswelt.

Die Jubi­lä­ums­aus­stel­lung wird August Her­mann Francke in den Mit­tel­punkt rücken und zugleich ein Pan­orama sei­ner Zeit mit fas­zi­nie­ren­den Ori­gi­nal­ob­jek­ten insze­nie­ren. Die Jahr­zehnte vor und nach 1700 waren für die Geschichte der Neu­zeit prä­gend: Nach der Kata­stro­phe des Drei­ßig - jäh­ri­gen Krie­ges, ange­sto­ßen durch die Ideen der frü­hen  Auf­klä­rung und die pie­tis­ti­sche Glau­bens­pra­xis im euro­päi­schen Pro­tes­tan­tis­mus, ent­fal­tete sich ein Klima der Welt­ver­än­de­rung. Die­ser Zeit­geist prägte Francke. Die Aus­stel­lung wird – aus­ge­hend von Kern­the­men der Zeit um 1700, wie dem Auf­stieg der Natur­wis­sen­schaf­ten, der Krise der Fröm­mig­keit und der begin­nen­den Glo­ba­li­sie­rung, – Franckes Wir­ken dar­stel­len. Sie wird zei­gen, was den Schul­stadt­grün­der und Netz­wer­ker im Inners­ten bewegte und antrieb: Glau­ben, Wis­sen, Poli­tik, Kom­mu­ni­ka­tion, Erzie­hung, Image­bil­dung. Sie wird fra­gen, wie Francke auf die Pro­bleme sei­ner kri­sen­haf­ten Gegen­wart rea­giert hat und wo seine Gren­zen lagen. Der Königs­weg in eine bes­sere Zukunft war wie heute auch damals nicht vor­ge­zeich­net – es galt, ihn zu gestalten.

Das ver­deut­li­chen in der Aus­stel­lung u. a. die Bezie­hun­gen Franckes mit Grö­ßen sei­ner
Zeit: mit Gelehr­ten von Welt­rang wie Gott­fried Wil­helm Leib­niz, mit den preu­ßi­schen Köni­gen Fried­rich I. und Fried­rich Wil­helm I., der eng­li­schen Köni­gin Anne, dem rus­si­schen Zaren Peter I. oder dem däni­schen König Fried­rich IV. Sein Han­deln erzeugte eine inter­na­tio­nale Erfolgs­ge­schichte mit Wir­kun­gen bis nach Russ­land und Eng­land, Indien und Nord­ame­rika – und weit über seine Lebens­zeit hinaus.

Sehen kann man die Aus­stel­lung noch bis 21. Juli 2013 in den Francke­schen Stif­tun­gen. Wei­tere Infos bekom­men Sie auf www.francke-halle.de.

Haben Sie Lust auf einen Besuch bekommen?

TIPP: Bei der Füh­rung Bil­dungs­kos­mos von Welt­be­deu­tung ent­de­cken Sie eine der bedeu­tends­ten Bildungs- und Erzie­hungs­ein­rich­tun­gen des 18. und 19. Jahr­hun­derts in Europa und erfah­ren Bemer­kens­wer­tes über Leben und Werk August Her­mann Franckes.

Ter­mine und Buchung auf Anfrage unter Tel. +49 (0) 345 122 79 12/26 oder www.hallesaale.com.