Doppelgänger-Festival: Wenn Puppen Wissenschaftler befragen – Leopoldina beteiligt sich an internationaler Festwoche des Puppentheaters

Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften, Foto: Stadt Halle (Saale), Thomas Ziegler
Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften, Foto: Stadt Halle (Saale), Thomas Ziegler

Das Pup­pen­thea­ter Halle fei­ert in die­sem Jahr sein 60jähriges Beste­hen. Das Jubi­lä­ums­pro­gramm unter dem Motto „Dop­pel­gän­ger – Von Pup­pen, Men­schen und Maschi­nen“ vom 25. April bis 4. Mai gestal­ten meh­rere Insti­tu­tio­nen mit, die ihren Sitz in Halle haben, so auch die Natio­nale Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten Leo­pol­dina. Die Aka­de­mie betei­ligt sich mit drei Ver­an­stal­tun­gen: einem „Science-Dating“, der Talk­runde „Pup­pen fra­gen – Wis­sen­schaft­ler ant­wor­ten“ und einem Podi­ums­ge­spräch zum Thema „Men­schen, Pup­pen und Robo­ter“.Ein „Science-Dating“ mit fünf Wis­sen­schaft­lern zum Thema „Dop­pel­gän­ger in uns – Dop­pel­gän­ger um uns“ fin­det am Sonn­tag, 27. April, von 20:00 bis 21:30 Uhr im Haupt­sitz der Leo­pol­dina am Jäger­berg 1 in Halle statt. Hier geht es um Fra­gen wie: Worin besteht die Fas­zi­na­tion des Doppelgänger-Motivs in Kunst und Lite­ra­tur? Warum sind ein­ei­ige Zwil­linge zwar kör­per­li­che Dopp­lun­gen, haben aber den­noch zwei ver­schie­dene indi­vi­du­elle Wesen? Wie war das, als durch die Ver­viel­fa­chung von Mole­kü­len die Grund­lage von Leben auf der Erde ent­stand? Nach einem Ein­füh­rungs­vor­trag des Mag­de­bur­ger Neu­ro­wis­sen­schaft­lers Prof. Dr. Gerald Wolf kön­nen die Dating-Besucher mit Wolf und vier wei­te­ren Wis­sen­schaft­lern in klei­nen Run­den dis­ku­tie­ren. Gesprächs­part­ner sind Prof. Dr. Robert Schnepf (Phi­lo­so­phie), Dr. Ralf Otte (Sys­tem­theo­rie des Geis­tes, Quan­ten­welt), PD. Dr. med. Axel Genz ( Psych­ia­trie) und Prof. Dr. Olaf Peters (Kunstgeschichte).

„Pup­pen fra­gen – Wis­sen­schaft­ler ant­wor­ten” heißt die Talk­runde, die die Leo­pol­dina am Don­ners­tag, 1. Mai, 18:00 bis 19:30 Uhr, in den Francke­schen Stif­tun­gen in Halle ver­an­stal­tet. Aus­gangs­punkt des wissenschaftlich-künstlerischen Expe­ri­ments sind zwei Pup­pen die begin­nen, über sich selbst nach­zu­den­ken. Sie fra­gen sich, wel­che Rolle ihnen zukom­men würde, wenn nicht sie die Insze­nie­rung sind, son­dern die Welt, die sie umgibt. Was wäre, wenn die Pup­pen Zuschauer eines Welt­thea­ters vol­ler Men­schen wären? Den Fra­gen der von Lars Frank und Nils Dreschke gespiel­ten Pup­pen stel­len sich die Main­zer Juni­or­pro­fes­so­rin für Eng­li­sche Lite­ra­tur und Kul­tur, Dr. Sibylle Baum­bach, und der Kom­po­nist und Musik­wis­sen­schaft­ler an der Folkwang-Universität Essen, Dr. Gor­don Kampe.

Am Sonn­tag, 4. Mai, 11:00 bis 12:30 Uhr, lädt die Leo­pol­dina in ihren Haupt­sitz am Jäger­berg 1 in Halle zum Fest­ge­spräch „Von Men­schen, Pup­pen und Robo­tern“ ein. Im Mit­tel­punkt der Podi­ums­dis­kus­sion steht die Frage, warum wir uns vir­tu­el­len Figu­ren, Robo­tern und Pup­pen oft­mals so gegen­über ver­hal­ten, als wür­den sie über Emo­tio­nen ver­fü­gen. Stu­dien haben erge­ben, dass wir bei­spiels­weise im direk­ten Kon­takt mit Robo­tern erwar­ten, dass  sie auf uns und unsere Stim­mung „rich­tig“ rea­gie­ren, dass sie uns „ver­ste­hen“. Podi­ums­gäste sind Prof. Dr. Eli­sa­beth André (Infor­ma­tik) und Prof. Dr. Han­nes Rakoczy (Psy­cho­lo­gie). Es mode­riert Prof. Dr. Gun­nar Berg, Vize­prä­si­dent der Leopoldina.

Die Teil­nahme an den Ver­an­stal­tun­gen ist kos­ten­los. Anmel­dun­gen sind erwünscht
unter .

Ansprech­part­ne­rin: Dr. Ste­fa­nie Wes­ter­mann, Abtei­lung Wis­sen­schaft - Poli­tik – Gesell­schaft
Tel.: 0345 - 47 239 – 871
E-Mail:

Presse- und Öffent­lich­keits­ar­beit Leo­pol­dina - Natio­nale Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten