Jubiläumsausstellung: HEIMAT HALLE-NEUSTADT

Blocknummer Halle-Neustadt, Foto: T. Ziegler
Blocknummer Halle-Neustadt, Foto: T. Ziegler

Halle-Neustadt wird fünf­zig! Der einwohner- und flä­chen­mä­ßig größte Stadt­teil von Halle, 1964 als „sozia­lis­ti­sche Che­mie­ar­bei­ter­stadt“ gegrün­det, ist erst drei Gene­ra­tio­nen jung. Kein Alter für eine Stadt.
Gemes­sen an der kur­zen Dauer der Neu­städ­ter Geschichte ver­lief diese unge­wöhn­lich dra­ma­tisch. Genau im Jubi­lä­ums­jahr teilt sie sich in zwei Hälf­ten, 25 Jahre unwi­der­ruf­lich ver­gan­gene DDR-Zeit und 25 Jahre Ver­än­de­rungs­pro­zesse mit offe­nem Aus­gang. Was die sozia­lis­ti­sche und die markt­wirt­schaft­li­che Phase mit­ein­an­der ver­bin­det, ist die Frage nach der sozia­len Qua­li­tät von Neu­stadt, nach der Groß­wohn­sied­lung als Zuhause und Heimat.

Halle-Neustadt als Hei­mat - ver­kör­pert durch nächt­lich erleuch­tete Fens­ter in der geo­me­tri­schen Fas­sade der Wohn­blö­cke - steht im Mit­tel­punkt der gemein­sa­men Aus­stel­lung von Stadt­mu­seum und Kunst­hoch­schule Halle, die an zwei Orten gezeigt wird.

In Neu­stadt selbst beleuch­tet die Aus­stel­lung neben der Geschichte der „sozia­lis­ti­schen Che­mie­ar­bei­ter­stadt“ vor allem Umfeld und sozia­les Leben des Ortes bis in die Gegen­wart hin­ein. Dazu tra­gen heu­tige wie auch ehe­ma­lige Neu­städ­ter ihre Sicht bei und stel­len zahl­rei­che Aus­stel­lungs­stü­cke zur Verfügung.

In den Räu­men des Stadt­mu­se­ums Halle wer­den die Neustadt-Bilder des Malers Uwe Pfei­fer, der Comic­zeich­ne­rin Ulli Lust, der Foto­gra­fen Gerald Große, Tho­mas Hoep­ker, Sebas­tian Kom­nick, Mat­thias Ritz­mann, Jens Schlü­ter und des Doku­men­tar­fil­mers Tho­mas Heise zuein­an­der in Bezie­hung gesetzt.
Diese ganz unter­schied­li­chen Blick­win­kel wer­fen nicht zuletzt ein Licht auf Bewer­tun­gen Halle-Neustadts in den zurück­lie­gen­den 50 Jah­ren, von begeis­ter­ten bis her­ab­set­zen­den, dabei immer auch per­sön­lich geprägten.

Die Aus­stel­lung wurde vom Stadt­mu­seum Halle kura­tiert und von Stu­die­ren­den im Stu­di­en­gang Innen­ar­chi­tek­tur an der Burg Gie­bi­chen­stein Kunst­hoch­schule Halle in Szene gesetzt.

11. Juli bis 2. Novem­ber 2014
Halle-Neustadt, Neu­städ­ter Pas­sage 13 und Stadt­mu­seum Halle, Große Mär­ker­str. 10