Das Kunstforum Halle und das Kunstmuseum Moritzburg Halle würdigen gemeinsam den halleschen Malerstar Moritz Götze

Moritz Götze zählt zu den bekann­tes­ten Pop-Art-Künstlern Deutsch­lands. In die­sem Jahr wird der Hal­len­ser 50 Jahre alt. Grund genug, ihn zu ehren und seine Arbeit zu wür­di­gen. Unter dem gemein­sa­men Titel „Göt­zes Pop“ stel­len in einem Koope­ra­ti­ons­pro­jekt des Kunst­fo­rums Halle und des Kunst­mu­se­ums Moritz­burg gleich zwei Aus­stel­lun­gen im kom­men­den Herbst das künst­le­ri­sche Schaf­fen Moritz Göt­zes in den Mittelpunkt.

Dass Moritz Göt­zes farbig-flächige Bild­wel­ten, seine Motive, mit den cha­rak­te­ris­ti­schen Umriss­li­nien, eine for­male Nähe zur Pop-Art besit­zen, ist nicht zu leug­nen. Inhalt­lich fehlt jedoch die Nähe zu War­hol, Lich­ten­stein und Co. Dies liegt vor allem daran, dass Götze abseits des Kon­sums auf The­men­su­che geht. So ist es ihm gelun­gen, einen Typ „Deut­sche Pop-Art“ zu begrün­den. Viel­fach behan­delt er in sei­nen Bil­dern his­to­ri­sche The­men oder adap­tiert andere Künst­ler und ihre Werke – alles aber in dem ihm eige­nen Stil und in der jewei­li­gen Über­set­zung in die heu­tige Zeit. So ent­wi­ckelte sich in den ver­gan­ge­nen drei Jahr­zehn­ten ein ein­drucks­vol­les künst­le­ri­sches Zeug­nis, wel­ches ebenso bild­ge­wal­tig wie aus­sa­ge­kräf­tig erscheint. „Göt­zes Pop“ wür­digt dies nun mit zwei Ausstellungen.

Im Kunst­fo­rum Halle wer­den vom 23. Sep­tem­ber bis zum 16. Novem­ber 2014 unter dem Titel „Hal­le­sche Hän­gung“ Werke aus der gesam­ten Schaf­fens­pe­riode des 1964 in Halle Gebo­re­nen zu sehen sein. Die große Retro­spek­tive zeigt Arbei­ten der ver­gan­ge­nen Jahr­zehnte und gewährt so einen abwechs­lungs­rei­chen Ein­blick in das male­ri­sche und gra­fi­sche Werk des Künst­lers. Doch der Mann, der sich selbst als „visu­el­ler Alles­fres­ser“ bezeich­net, ist viel mehr als nur Maler und Gra­fi­ker. Sein Werk umfasst auch Emaille-Arbeiten, Objekt­kunst und Kunst am Bau, wie bei­spiels­weise die Wand­ma­le­reien für Speck’s Hof in Leip­zig.
Die­sem Aspekt wird in einem zwei­ten Aus­stel­lungs­teil, der Göt­zes Emaille-Arbeiten in den Mit­tel­punkt rückt, Genüge getan. In Anleh­nung an die legen­däre Reli­qui­en­samm­lung „Hal­le­sches Heil­thum“ des Kar­di­nals Albrecht von Bran­den­burg (1490 – 1545) zeigt das Kunst­mu­seum Moritz­burg unter dem Titel „Moritz Göt­zes Hal­le­sches Heil­thum“ mehr als 50 Emaille-Objekte und Zeich­nun­gen. Die Aus­stel­lung beginnt am 20. Sep­tem­ber und wird bis zum 18. Januar 2015 zu sehen sein.

Aus­stel­lun­gen „Göt­zes Pop“

23. Sep­tem­ber bis 16. Novem­ber 2014
Kunst­fo­rum Halle
Aus­stel­lungs­teil „Hal­le­sche Hängung“

20. Sep­tem­ber 2014 bis 18. Januar 2015
Kunst­mu­seum Moritz­burg Halle (Saale)
Aus­stel­lungs­teil „Moritz Göt­zes Hal­le­sches Heilthum“

KUNSTFORUM HALLE
Bern­bur­ger Straße 8, 06108 Halle (Saale) \ Tel. +49 (0)345 68 57 660 \ www.kunstforum-halle.de \ Di, Mi, Fr 14 – 17 Uhr \ Do 14 – 19 Uhr \ Sa u. So, Fei­er­tage 11 – 17 Uhr