Assoziationsraum Wunderkammer - Zeitgenössische Künste zur Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen

Historisches Lindenblütenfest_(c) Jens Schlüter
Historisches Lindenblütenfest_(c) Jens Schlüter

Ein ein­zig­ar­ti­ges Aus­stel­lungs­er­leb­nis ver­spricht die Aus­stel­lung „Asso­zia­ti­ons­raum Wun­der­kam­mer“ im His­to­ri­schen Wai­sen­haus der Francke­schen Stif­tun­gen. Die ein­zige voll­stän­dig erhal­tene baro­cke Wun­der­kam­mer im Dach­ge­schoss des Gebäu­des erlaubt das Stu­dium einer Welt­er­fah­rung, die mit der zuneh­men­den Spe­zia­li­sie­rung der Wis­sen­schaf­ten seit dem 18. Jahr­hun­dert ver­lo­ren gegan­gen ist. 17 renom­mierte, inter­na­tio­nal agie­rende Alumni der Burg Gie­bi­chen­stein Kunst­hoch­schule Halle lie­ßen sich von den Ord­nungs­prin­zi­pien, Gedan­ken­räu­men und Bil­dern der Wun­der­kam­mern anregen.

Ein Aus­stel­lungs­pro­jekt mit jun­gen künst­le­ri­schen und gestal­te­ri­schen Posi­tio­nen aus Aser­baid­schan, Bra­si­lien, China, Däne­mark, Deutsch­land, Eng­land, dem Iran, Ita­lien, Kolum­bien, Mexiko, Para­guay, Russ­land, Schwe­den, der Schweiz, Spa­nien, Tai­wan, der Tür­kei und den USA.

Die baro­cke Kunst- und Natu­ra­li­en­kam­mer der Francke­schen Stif­tun­gen ist welt­be­rühmt. In der Aus­stel­lung „Asso­zia­ti­ons­raum Wun­der­kam­mer“ bil­det sie den Aus­gangs­punkt, um Prin­zi­pien der Wun­der­kam­mer zu reflek­tie­ren und den Denkraum einer mul­ti­me­dial aus­ge­rich­te­ten und glo­bal ver­netz­ten künst­le­ri­schen Pro­duk­tion auf­zu­span­nen. Junge, inter­na­tio­nal agie­rende Alumni der BURG zei­gen in Aus­ein­an­der­set­zung mit inter­na­tio­nal ver­or­te­ten Künst­le­rIn­nen und Gestal­te­rIn­nen ihre Bil­der der Welt­er­fas­sung. Die Aus­stel­lung greift aktu­elle kunst- und kul­tur­wis­sen­schaft­li­che Dis­kurse zur Material- und Ding­ge­schichte auf und stellt einen asso­zia­ti­ven Raum vol­ler Ver­weis­ge­flechte vor – ana­log einer Wunderkammer.

Das Thema der Aus­stel­lung wurde im Win­ter­se­mes­ter 2014/15 durch die Vor­trags­reihe „DINGFÜLLE. Kurio­si­tä­ten­ka­bi­nette / Samm­lungs­kon­glo­me­rate / Ord­nungs­dis­plays“ eingeleitet.

Im Anschluss wer­den Satel­li­ten der Aus­stel­lung an fol­gen­den Orten gezeigt werden:

27. Okto­ber – 20. Dezem­ber 2015: „Cabi­net de Curio­sité“, Stu­dio gale­rie lau­rent muel­ler, Paris

29./30. Okto­ber 2015: Sym­po­sium, Deut­sches Forum für Kunst­ge­schichte, Paris, Frankreich

2. August – 20. Sep­tem­ber 2016: Sino­pale Inter­na­tio­nal Sinop Bien­nial, Sinop am Schwar­zen Meer, Türkei

Eine Koope­ra­tion mit den Francke­schen Stif­tun­gen Halle, geför­dert von der Kul­tur­stif­tung des Bun­des. Wei­tere Koope­ra­ti­ons­part­ner: Werk­leitz Gesell­schaft Halle (Som­mer 2015); Deut­sches Forum für Kunstgeschichte/Centre Alle­mand d’Histoire de l’Art und gale­rie lau­rent muel­ler, Paris (Oktober-Dezember 2015); Sino­pale 6. Inter­na­tio­nal Sinop Bien­nial, Sinop am Schwar­zen Meer (August/September 2016).

Beglei­tet wird die Aus­stel­lung von einem umfang­rei­chen Rahmen- und Ver­mitt­lungs­pro­gramm sowie einem Work­shop und einem Sym­po­sium im Rah­men der Reihe „BURG im Diskurs“.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen: wwww.100.burg-halle.de