Neuer Operndirektor an der Oper Halle

Opernhaus Halle abends, (c) Thomas Ziegler, Stadt Halle (Saale)
Opernhaus Halle abends, (c) Thomas Ziegler, Stadt Halle (Saale)

Mit Beginn der Spiel­zeit 2016/2017 wird Flo­rian Lutz neuer Opern­di­rek­tor der Oper Halle. Der Auf­sichts­rat der Thea­ter, Oper und Orches­ter GmbH Halle hat Flo­rian Lutz am Frei­tag, den 29. Mai zum Nach­fol­ger von Axel Köh­ler bestimmt. Von 27 Bewer­bern ent­schied sich der Auf­sichts­rat für Flo­rian Lutz.

Flo­rian Lutz hat sich vor­ge­nom­men, die Oper fes­ter in der Stadt­ge­sell­schaft zu ver­an­kern und die Hal­len­ser stär­ker für die Oper zu begeis­tern. Auf die­sem Weg werde ich ihn unter­stüt­zen.“ – so Hal­les Ober­bür­ger­meis­ter Bernd Wie­gand „Ich freue mich sehr auf die Zusam­men­ar­beit mit ihm, die posi­tive und fan­tas­ti­sche Ener­gie, die Flo­rian Lutz mit­bringt. Wir brau­chen Visio­näre!“ – so Gene­ral­mu­sik­di­rek­tor Josep Caballé-Domenech. Flo­rian Lutz insze­nierte zuletzt an der Oper in Halle PHAEDRA – eine Oper von Hans Wer­ner Henze (Hal­le­sche Erst­auf­füh­rung), die gro­ßen Zuspruch beim Publi­kum und bei der Presse fand.

Bereits 2009 hatte Lutz in Halle Chris­tian Josts Oper DIE ARABISCHE NACHT nach dem gleich­na­mi­gen Thea­ter­stück von Roland Schim­mel­pfen­nig in Szene gesetzt.

Er wurde 1979 in Köln gebo­ren und stu­dierte Musik­wis­sen­schaft, Kunst­ge­schichte und Phi­lo­so­phie an der Humboldt-Universität Ber­lin. Neben ver­schie­de­nen Publi­ka­tio­nen zu Musik- und Opern­ge­schichte arbei­tet er seit 2003 als frei­schaf­fen­der Theater- und Opern­re­gis­seur. Zwi­schen 2006 und 2008 wurde er als Sti­pen­diat der „Aka­de­mie Musik­thea­ter heute“ von der Deut­schen Bank Stif­tung geför­dert. Für seine LOHENGRIN-Inszenierung erhielt er in der Kri­ti­ker­um­frage des Fach­ma­ga­zins „Opern­welt“ 2008 zwei Nomi­nie­run­gen als „Nach­wuchs­künst­ler des Jah­res“. Zu sei­nen Insze­nie­run­gen der ver­gan­ge­nen Jahre gehö­ren Glucks ORFEO ED EURIDICE und Wag­ners LOHENGRIN in Gera, eine eigene Bear­bei­tung von Offen­bachs HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN im HAU 1 in Ber­lin, die „sze­ni­schen und kon­zer­tan­ten Aktio­nen“ DES LANDES VERWIESEN des chi­le­ni­schen Kom­po­nis­ten Juan Allende-Blin, Bizets CARMEN, Bel­li­nis NORMA und die Urauf­füh­rung von Georg Fried­rich Haas‘ Musik­thea­ter­abend NOCTURNO in Bonn, die Urauf­füh­rung der Oper HELGES LEBEN von Karola Ober­mül­ler und Mark Möbius nach dem gleich­na­mi­gen Thea­ter­stück von Sibylle Berg, Ros­si­nis LA CENERENTOLA und Che­ru­bi­nis MÉDÉE in Bie­le­feld, Doni­zet­tis LUCIA DI LAMMERMOOR in Braun­schweig, die Urauf­füh­rung von Wolf­gang Mit­te­rers „Sam­ple­oper“ PLAY ZERO nach einem Libretto von Eber­hard Pet­schinka am Fest­spiel­haus St. Pöl­ten, Mozarts COSÌ FAN TUTTE in Des­sau, LIEBESWAHN, ein sze­ni­scher Abend zu den römi­schen Kan­ta­ten von Georg Fried­rich Hän­del in Zusam­men­ar­beit mit der Batz­dor­fer Hof­ka­pelle im Rah­men der Hän­del­fest­spiele Halle 2014, Richard Wag­ners TANNHÄUSER in Lübeck und Gur­litts SOLDATEN in Osnabrück.