Die Stadt und die Stiftungen - Dauerausstellung mit Stadtansichten aus der Sammlung Dr. Hans Stula wird im Francke-Wohnhaus eröffnet

Francke-Denkmal, Foto: Stadt Halle (Saale), Thomas Ziegler
Francke-Denkmal, Foto: Stadt Halle (Saale), Thomas Ziegler

Am 21. Januar 2016 um 18.00 Uhr wer­den Prof. Dr. Tho­mas Müller-Bahlke, Direk­tor der Francke­schen Stif­tun­gen und Dr. Hans Stula, Samm­ler und Stif­ter, eine neue Dau­er­aus­stel­lung im Francke-Wohnhaus mit dem Titel „Die Stadt und die Stif­tun­gen“ eröff­nen. Im neuen Aus­stel­lungs­raum des Francke-Kabinetts kön­nen die Muse­ums­be­su­cher in Stadt­an­sich­ten auf Por­zel­lan­tas­sen, Tel­lern, Pfei­fen­köp­fen und Gra­fi­ken aus dem 17.-19. Jh. nach­ver­fol­gen, wie die Indus­tria­li­sie­rung Hal­les das Stadt­bild so ver­än­derte, dass die ehe­mals am Stadt­rand gele­ge­nen Francke­schen Stif­tun­gen heute Teil des Stadt­zen­trums von Halle sind.

Der Samm­ler Dr. Hans Stula hatte den Francke­schen Stif­tun­gen 2014 eine sehr wert­volle Samm­lung hal­li­scher Stadt­an­sich­ten geschenkt. Die fili­gra­nen Por­zel­lan­tas­sen, gold­ver­zier­ten Tel­ler, Tabletts und Löf­fel mit Ansich­ten der Stadt Halle müs­sen unbe­dingt öffent­lich aus­ge­stellt wer­den, waren sich die Fach­leute in den Francke­schen Stif­tun­gen einig. Dr. Claus Velt­mann, Kus­tos des His­to­ri­schen Wai­sen­hau­ses, ent­wi­ckelte gemein­sam mit dem Stu­dio Neue Museen aus Halle den Aus­stel­lungs­raum im Francke-Kabinett, der die schöns­ten Stü­cke der Samm­lung zei­gen wird. Prä­sen­tiert wer­den Gra­fi­ken, die dar­stel­len, wie die Francke­schen Stif­tun­gen vom 17. bis zum spä­ten 19. Jahr­hun­dert jeweils in der Stadt Halle ver­an­kert waren. Sie doku­men­tie­ren den ste­ti­gen Wan­del der wach­sen­den Stadt. Im 19. Jahr­hun­dert wurde die Por­zel­lan­ma­le­rei popu­lär, deren ein­drucks­vollste Bei­spiele etwa aus der König­li­chen Por­zel­lan­ma­nu­fak­tur in Ber­lin, der Por­zel­lan Manu­fac­tur in Gotha aber auch vie­ler der­zeit noch unbe­kann­ter Her­stel­ler in der exklu­si­ven Schau zu sehen sein werden.

Bio­gra­phie Dr. Hans Stula

Dr. Hans Stula wurde 1938 in Halle gebo­ren und wohnt der­zeit in Han­no­ver. Nach dem Abitur an der Thomas-Müntzer-Oberschule stu­dierte er Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Sein Stu­dium been­dete er an der Uni­ver­si­tät Göt­tin­gen und wurde dort 1969 zum Dr. rer. pol. pro­mo­viert. Nach einer mehr­jäh­ri­gen Tätig­keit in Groß­un­ter­neh­men begann er an einer Fach­schule in Han­no­ver über Kunst und Anti­qui­tä­ten zu unter­rich­ten. 1980 machte er sich als Sach­ver­stän­di­ger für Kunst und Anti­qui­tä­ten selb­stän­dig. Schon seit 1960 sam­melt Dr. Stula „Hal­len­sia“ (Bil­der, Gra­fik, Sil­ber, Ansicht­spor­zel­lan, Let­ti­ner Por­zel­lan, moderne hal­li­sche Künst­ler, Stu­den­tika, ins­be­son­dere Stamm- und Freundschaftsbücher).

Wei­tere Infor­ma­tio­nen: www.francke-halle.de