1913 – Der Sommer des Jahrhunderts von Florian Illies

Puppen aus 1913_Foto: Angela Baumgart
Puppen aus 1913_Foto: Angela Baumgart

Am Sams­tag, den 12. März um 20.30 Uhr, gelangt Flo­rian Illies Bestseller„1913-Der Som­mer des Jahr­hun­derts“ in einer Stück­fas­sung von Chris­toph Wer­ner auf die Bühne des Pup­pen­thea­ter Halle.
Bevor das zwan­zigste Jahr­hun­dert in den ers­ten indus­tri­el­len Welt­krieg der Geschichte mün­dete, ruhte es aus in einem lan­gen Som­mer. Als die­sen bezeich­net Flo­rian Illies das Jahr 1913 in sei­nem gleich­na­mi­gen Best­sel­ler. Monat für Monat blät­tert er den Kalen­der auf und ent­hüllt das gesell­schaft­li­che Leben eines wider­sprüch­li­chen Jah­res zwi­schen zwei Epochen:

Hit­ler und Sta­lin könn­ten im Park anein­an­der vor­bei­ge­lau­fen sein. Oskar Kokoschka liebt Alma Mah­ler, die ihn nur erhö­ren will, wenn er ein Meis­ter­werk schafft. Franz Kafka wirbt um Felice Bauer und hat die größte Sorge, dass sie in die Hei­rat ein­wil­ligt. Sig­mund Freud und Carl Gus­tav Jung ver­fein­den sich wei­ter. Es begeg­nen uns Rai­ner Maria Rilke, Gott­fried Benn, Else Lasker-Schüler, Tho­mas Mann … Das Who-is-Who? Der klas­si­schen Moderne!
Aus der Fülle an Mate­ria­lien, Cha­rak­te­ren, Begeg­nun­gen, der ver­blüf­fen­den Gleich­zei­tig­keit von Ereig­nis­sen, in der die Nach­ge­bo­re­nen Sinn ent­de­cken, destil­liert die­ser Abend Figu­ren und belebt Pup­pen in einer Séance, um den Geist einer längst ver­sun­ke­nen Zeit zu ent­de­cken, die uns hel­fen kann, unsere Gegen­wart zu ver­ste­hen. Regis­seur Chris­toph Wer­ner hat einen Satz von Albert Ein­stein im Blick, der besagt, dass die gesamte Ener­gie des Uni­ver­sums nicht aus­reicht, um die Zeit auch nur um eine ein­zige Sekunde zurück­zu­dre­hen. Dem Thea­ter, immer­hin, gelingt bis­wei­len das Wun­der eines Abends, an dem die Ver­gan­gen­heit in die Gegen­wart leuchtet.

Regie: Chris­toph Wer­ner | Bühne und Kos­tüme: Angela Baum­gart | Pup­pen: Louise Nowitzki | Musik: Sebas­tian Herz­feld | Dra­ma­tur­gie und Regie­as­sis­tenz: Bern­hild Bense
Mit: Louise Nowitzki, Fran­ziska Rat­tay, Ivana Saje­vic, Nico Pari­sius, Chris­tian Sengewald

Wei­tere Ter­mine: 18.3., 20.30 Uhr / 20.3., 15.00 Uhr/ 21.4., 20.30 Uhr/ 26.3., 20.30 Uhr/27.3., 20.30 Uhr/ 20.4., 20.30 Uhr/ 21.4., 20.30 Uhr
Kar­ten für die Fol­ge­ter­mine zum Preis von 16 € / erm. 8 € an der Theater- und Kon­zert­kasse und unter Tele­fon 0345 5110 777 erhältlich.