Radio Revolten sind on air auf UKW 99,3

Radio-Revolten 2_Internationales Radiokunst-Festival
Radio-Revolten 2_Internationales Radiokunst-Festival

Die Radio Revol­ten haben den Äther betre­ten. Seit 21. Sep­tem­ber tes­tet das Inter­na­tio­nale Radiokunst-Festival seine Sen­de­fre­quen­zen auf UKW 99,3 MHz und im Livestream. Diese soge­nannte „Ver­suchab­strah­lung ohne Pro­gramm“ ist keine gewöhn­li­che und berei­tet schon ein­mal den Wel­len­bo­den für das künf­tige Radiokunst-Programm des Festival-Radios. Bis zu des­sen regu­lä­rem Sendestart

ist die Instal­la­tion „Chan­ging of the Guard“ von Knut Auf­er­mann zu hören, die eine künst­le­ri­sche Alter­na­tive zur silence bridge schafft. Diese bezeich­net ein Musik-Notfallprogramm, das in allen Radio­sta­tio­nen instal­liert ist, falls das geplante Pro­gramm plötz­lich aus­fällt.
Am 1. Okto­ber um Punkt 0 Uhr macht der Wäch­ter der Stille dem ein­mo­na­ti­gen Radio­pro­gramm der Radio Revol­ten Platz, wel­ches mit radio­künst­le­ri­schen Mit­teln gegen die Nor­mie­run­gen der bekann­ten Radio­welt ansen­det. „Wenn man sich über­legt, was mit dem Medium Radio alles mög­lich wäre, dann hat die Radio­land­schaft noch extrem viele weiße Fle­cken, die wir mit dem Festival-Radio erkun­den wol­len“, so Knut Auf­er­mann, künst­le­ri­scher Lei­ter des Fes­ti­vals. In die­sem Sinne sol­len die über 70 Künst­le­rin­nen und Künst­ler des Fes­ti­vals im Radio­stu­dio in der Rat­haus­straße 4 in Halle einen Raum für Expe­ri­mente vor­fin­den, in dem Neues ent­ste­hen kann. Uner­war­te­tes ist gewollt, zufäl­lige Kol­la­bo­ra­tio­nen on air erwünscht und spon­tane Aktio­nen der Anwe­sen­den erbeten.

Feste Pro­gramm­in­seln wird es den­noch geben, um die sich das Meer der Radio­mög­lich­kei­ten aus­brei­tet. So wer­den die abend­li­chen Per­fo­man­ces ab 20 Uhr ebenso live über­tra­gen wie die täg­li­chen Sen­dun­gen des in den Haus­mann­stür­men sit­zen­den Radio-Orakels Marold Langer-Philippsen von 17 bis 18 Uhr. Die Mit­tags­zeit wird für koope­rie­rende Sen­der und Sen­de­kol­lek­tive, die Radio­kunst­werke prä­sen­tie­ren, geöffnet.

Wei­tere Inseln aus dem Radio­pro­gramm der ers­ten Woche sind:
1.10., 18 Uhr: Live-Übertragung der 8. Sin­fo­nie von Rochus Aust mit dem 1. Deut­schen Stromor­ches­ters vom Markt­platz
1.10., 19 Uhr: Live Über­tra­gung des Eröff­nungs­kon­zer­tes in der Ulrichs­kir­che mit dem Reso­nance Radio Orches­tra
3.10., 14 Uhr: Live-Übertragung der Chorus-Performance von Marold Langer-Philippsen auf dem Markt­platz in Koope­ra­tion mit der Stadt Halle
3.10., 12 Uhr: Radio­kunst aus Lon­don mit Ed Bax­ter von Reso­nance FM
6.10., 0 Uhr mor­gens: XRRB, Wel­len­rei­ten mit Festival-Kuratorin Anna Friz und Gäs­ten
7.10., 15.10 Uhr: „In the Air we Share“, die Klang­in­stal­la­tion von Sarah Washing­ton als Radio-Sendung für zwei Fre­quen­zen (Radio Revol­ten Radio und Radio Corax)
6.10., 12 Uhr: Radio­kunst aus Devon mit Lucinda Guy von Soundart Radio
8.10., 18 Uhr: Der por­tu­gie­si­sche Radio­künst­ler Paulo Raposo prä­sen­tiert ein zwei­stün­di­ges Solo-Programm
8.10., 20 Uhr: Eine Extra-Ausgabe der Sen­de­reihe Radio­nics Radio von Daniel Wil­son
8.10., 21 Uhr: Live-Übertragung der Werkleitz-Festival 2016 Trans-Positionen Per­for­mance mit Ham­pus Lind­wall und Leif Elg­gren aus der Moritz­kir­che
8.10., 23 Uhr: Tom Roe vom New Yor­ker Radio­kunst­sen­der WGXC stellt aus­ge­wählte Pro­duk­tio­nen vor
9.10., 10 Uhr: Das Radia Netz­werk entert für drei Stun­den die Sta­tion für eine „Exqui­site Longwave“.

Mehr Infor­ma­tio­nen rund um das Fes­ti­val gibt es unter www.radiorevolten.net