Kunstmuseum Moritzburg

Die Moritz­burg – Ende des 15. Jahr­hun­derts als Resi­denz der Mag­de­bur­ger Erz­bi­schöfe errich­tet – ist eines der wich­tigs­ten deut­schen Kunst­mu­seen für die Klas­si­sche Moderne. Nur wenige Minu­ten vom hal­le­schen Markt­platz ent­fernt fan­den hier 1904 die Samm­lun­gen des bereits 1885 gegrün­de­ten Muse­ums für Kunst und Kunst­ge­werbe ihre Heim­statt. 1996 wech­selte das Museum in die Trä­ger­schaft des Lan­des Sachsen-Anhalt und wurde 2003 in eine Stif­tung umge­wan­delt, die seit 2014 unter dem Dach der Stif­tung Dome und Schlös­ser in Sachsen-Anhalt fi rmiert. Im Jahr 2001 wurde das Museum in das Blau­buch der gesamt­staat­lich bedeut­sa­men Kul­tur­ein­rich­tun­gen der neuen Bun­des­län­der auf­ge­nom­men und ist seit 2002 Mit­glied der Kon­fe­renz Natio­na­ler Kultureinrichtungen.

2008 ist der mar­kante Erwei­te­rungs­bau der spa­ni­schen Archi­tek­ten Nieto Sobe­jano eröff­net wor­den, der die alten Mau­ern der im Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg zer­stör­ten Anlage mit einem gefal­te­ten Dach über­spannt, das über der Mau­er­krone zu schwe­ben scheint und in einen span­nungs­vol­len Dia­log mit der über­lie­fer­ten Archi­tek­tur tritt. Mit ihrer gelun­ge­nen Ver­bin­dung von his­to­ri­scher und zeit­ge­nös­si­scher For­men­spra­che stellt die Moritz­burg ein archi­tek­to­ni­sches Juwel von über­re­gio­na­ler Strahl­kraft dar, das viel­fach aus­ge­zeich­net wurde, so u. a. mit einer Nomi­nie­rung für den „Deut­schen Archi­tek­tur­preis 2009“, mit dem inter­na­tio­na­len „Ecola Award“ und der „Klei­nen Nike des BDA 2010“ für das Haus mit der „bes­ten atmo­sphä­ri­schen Wirkung“.

Das Haus ver­fügt über eine Samm­lung von circa 220.000 Objek­ten von der Antike bis zur Gegen­wart. Als „Burg der Moderne“ hat das Kunst­mu­seum Moritz­burg Halle (Saale) sei­nen Platz als bedeu­ten­der Ort für die Kunst der Avant­gar­den zwi­schen 1900 und 1945 in der deut­schen Muse­ums­land­schaft gefun­den. Zusätz­lich sind auf zwei Ebe­nen Haupt­werke aus den eige­nen Bestän­den zu erle­ben, die vom Mit­tel­al­ter bis in die Gegen­wart rei­chen und neben bild­künst­le­ri­schen Arbei­ten Werke aus Kunst­hand­werk, Design, Foto­gra­fie sowie Mün­zen und Medail­len beinhal­ten. Zwi­schen 1929 und 1931 hatte der Bau­haus­meis­ter Lyo­nel Fei­nin­ger im Tor­turm der Moritz­burg sein Ate­lier, in dem er den Zyklus sei­ner Halle-Bilder schuf. 1937 wur­den sie von den Natio­nal­so­zia­lis­ten als „ent­ar­tete Kunst“ beschlag­nahmt. Heute sind, das Pro­fil des  Muse­ums prä­gend, auf der Gale­rie im West­flü­gel des Erwei­te­rungs­baus wie­der drei der einst elf Bil­der zu erle­ben, die im soge­nann­ten Fens­ter zur Stadt einen ein­drucks­vol­len Dia­log zwi­schen Kunst und urba­nem Gefüge ermög­li­chen. Die stän­dige Samm­lung ergän­zend prä­sen­tiert das Kunst­mu­seum Moritz­burg jähr­lich zahl­rei­che Sonderausstellungen.

HIGHLIGHTS 2017

24.07.–15.10.2017
Reflec­tions of India.
Zeit­ge­nös­si­sche Foto­gra­fie von Man­fred Paul, Man­jari Sharma und André Wagner

12.11.2017–11.02.2018
Die Anhal­ti­sche Gemäl­de­ga­le­rie Des­sau zu Gast in Halle (Saale)

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