Universität Halle zieht immer mehr ausländische Studierende an

Foto: Stadt Halle (Saale), Thomas Ziegler

Die Mar­tin-Luther-Uni­ver­si­tät Hal­le-Wit­ten­berg (MLU) wird für aus­län­di­sche Stu­die­ren­de immer attrak­ti­ver: Im Win­ter­se­mes­ter 2013/14 waren über 1.800 Stu­die­ren­de aus dem Aus­land ein­ge­schrie­ben. Das sind erst­mals knapp neun Pro­zent  der ins­ge­samt rund 20.500 Stu­die­ren­den. Damit gehört die Uni­ver­si­tät zu den deut­schen Hoch­schu­len, die immer mehr jun­ge Frau­en und Män­ner aus dem Aus­land zum Stu­die­ren anzie­hen. Der Deut­sche Aka­de­mi­sche Aus­tausch­dienst (DAAD) hat­te aktu­ell einen neu­en posi­ti­ven Höchst­stand an aus­län­di­schen Stu­die­ren­den in Deutsch­land ver­zeich­net.Fast jeder zwei­te aus­län­di­sche Stu­die­ren­de  an der Uni­ver­si­tät Hal­le kam im ver­gan­ge­nen Win­ter­se­mes­ter aus dem asia­ti­schen Raum (49 Pro­zent). Mit die­ser Zahl liegt Sach­sen-Anhalts größ­te Hoch­schu­le über dem Bun­des­durch­schnitt, wie ein Ver­gleich mit den Zah­len der Sozi­al­er­he­bung des Deut­schen Stu­den­ten­werks zeigt. So kamen 2012 deutsch­land­weit 31 Pro­zent der aus­län­di­schen Stu­die­ren­den aus den asia­ti­schen Staa­ten. An der MLU waren es bereits zu die­sem Zeit­punkt rund 48 Pro­zent. Rund 36 Pro­zent der aus­län­di­schen Stu­die­ren­den waren im Win­ter­se­mes­ter 2013/14 zudem Euro­pä­er. Aus Ame­ri­ka stamm­ten 6,5 Pro­zent und aus Afri­ka acht Pro­zent.

Die posi­ti­ve Ent­wick­lung zeigt, dass unse­re Inter­na­tio­na­li­sie­rungs­stra­te­gie erfolg­reich ist“, sagt Pro­rek­to­rin Prof. Dr. Gesi­ne Fol­jan­ty-Jost, die für Inter­na­tio­na­les an der Uni­ver­si­tät ver­ant­wort­lich ist. Im Win­ter­se­mes­ter 2013/14 kamen neun Pro­zent  der Stu­die­ren­den aus dem Aus­land. „Bei den Erstein­schrei­bern waren es sogar über zwölf Pro­zent“, sagt Dr. Man­ja Huss­ner, Lei­te­rin des Inter­na­tio­nal Office. Der hohe Anteil Stu­die­ren­der aus Asi­en gehe auch auf die vie­len erfolg­rei­chen Part­ner­schaf­ten der MLU mit asia­ti­schen Uni­ver­si­tä­ten zurück.

Aus­län­di­sche Stu­die­ren­de sind wich­tig für Hal­le und Sach­sen-Anhalt, weil mit den stets stär­ker wer­den­den Glo­ba­li­sie­rungs­ten­den­zen und den Fol­gen des demo­gra­fi­schen Wan­dels der inter­na­tio­na­le Wett­be­werb um Talen­te zuneh­mend an Bedeu­tung gewinnt“, so Huss­ner. Aus­län­di­sche Stu­die­ren­de könn­ten als qua­li­fi­zier­te Fach­kräf­te gewon­nen wer­den. „Sie tra­gen aber auch zur Inter­na­tio­na­li­sie­rung der gan­zen Regi­on bei und  berei­chern die inter­na­tio­na­len Erfah­run­gen der deut­schen Stu­die­ren­den.“  Stu­die­ren­de aus dem Aus­land sei­en auch ein Fak­tor für die Stu­die­ren­den­zahl der MLU.

Hoch­schul­pakt­mit­tel wer­den auch für aus­län­di­sche Erstein­schrei­ber ver­ge­ben“, erklärt die Lei­te­rin des Inter­na­tio­nal Office.

Die MLU trägt durch ihr Enga­ge­ment auch zur Inter­na­tio­na­li­sie­rungs­stra­te­gie Deutsch­lands bei. Der Deut­sche Aka­de­mi­sche Aus­tausch­dienst (DAAD) hat­te zuletzt im März 2014 kon­sta­tiert, dass die Zahl aus­län­di­scher Stu­die­ren­der in Deutsch­land kon­ti­nu­ier­lich zunimmt.

Erst­mals, so hat­te der DAAD mit­ge­teilt, stu­dier­ten im Win­ter­se­mes­ter 2013/14 über 300.000 jun­ge Leu­te aus dem Aus­land in der Bun­des­re­pu­blik. Die­se bil­de­ten eine wich­ti­ge Brü­cke für den kul­tu­rel­len und wis­sen­schaft­li­chen Aus­tausch.

Pressestelle Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg