5.-15. Juni: Internationale Händel-Festspiele

Eröffnung der Händel-Festspiele, Foto: Stadt Halle (Saale), T. Ziegler

Heu­te begin­nen die tra­di­ti­ons­rei­chen Hän­del-Fest­spie­le in Hal­le. 10 Tage lang, vom 5. bis 15. Juni, wird die Stadt im Zei­chen von „Georg & Geor­ge” ste­hen, dem dies­jäh­ri­gen The­men­schwer­punkt. Zahl­rei­che Ver­an­stal­tun­gen, eine Son­der­aus­stel­lung und die inter­na­tio­na­le Wis­sen­schaft­li­che Kon­fe­renz wid­men sich die­sem The­men­feld in beson­de­rem Maße.

Es wer­den Künst­ler und Gäs­te aus der gan­zen Welt erwar­tet: Berühm­te Per­sön­lich­kei­ten der Barock­mu­sik­sze­ne gestal­ten in den kom­men­den Tagen das Fest­spiel­pro­gramm. Bereits heu­te Abend dür­fen sich die Gäs­te im Eröff­nungs­kon­zert in der Markt­kir­che zu Hal­le auf ein Werk der beson­de­ren Art freu­en. Es erklingt ein äußerst sel­ten gespiel­tes Ora­to­ri­um von Johann Mat­the­son „Auf das Abster­ben des Königs von Groß­bri­tan­ni­en Georg I.“ auf­ge­führt vom Hän­d­el­fest­spiel­or­ches­ter Hal­le und dem Vocal­cons­ort Ber­lin. Um 22 Uhr spie­len Michel Godard und wei­te­re Musi­ker Jazz­im­pro­vi­sa­tio­nen zu Musik von Hän­del und Bach. Bei­de Auf­füh­run­gen vom Eröff­nungs­tag wer­den von MDR Figa­ro live über­tra­gen.

Mor­gen ste­hen dann die Pre­mie­re von „Armi­nio“ in der Oper Hal­le und die tra­di­tio­nel­le Auf­füh­rung des „Mes­siah“ in der Markt­kir­che, dan­kens­wer­ter­wei­se prä­sen­tiert von LOTTO Sach­sen-Anhalt, sowie das Kon­zert „Hän­del in Har­lem“ mit dem Dani­el Schny­der Trio auf dem Fest­spiel­pro­gramm.

Am Sams­tag fol­gen unter ande­rem die bereits mit gro­ßer Span­nung erwar­te­te Insze­nie­rung von „Ric­car­do Pri­mo“ im Goe­the-Thea­ter Bad Lauch­städt unter der Laut­ten Com­pa­g­ney Ber­lin sowie die kon­zer­tant auf­ge­führ­te Oper Hän­dels „Ama­di­gi di Gau­la“ in der Georg-Fried­rich-Hän­del HALLE. Bei­de Opern sind Auf­füh­run­gen nach der neu­en Hal­li­schen Hän­del-Aus­ga­be.
In die­ser und der kom­men­den Woche gas­tie­ren in Fest­kon­zer­ten die inter­na­tio­nal gefrag­ten Künst­ler Julia Lezhne­va, Gio­van­ni Anto­ni­ni und Malin Har­te­li­us (Umbe­set­zung auf­grund der Absa­ge von Mag­da­le­na Kožená zu den dies­jäh­ri­gen Hän­del-Fest­spie­len) sowie das berühm­te Lon­do­ner Orches­tra of the Age of Enligh­ten­ment. Wei­te­re Höhe­punk­te der kom­men­den Woche sind das Ora­to­ri­um „Solo­mon“ als Erst­auf­füh­rung nach der Hal­li­schen Hän­del-Aus­ga­be, die „Krö­nungs­mu­sik für Georg I.“ als Gemein­schafts­pro­jekt mit den Inter­na­tio­na­len Hän­del-Fest­spie­len Göt­tin­gen sowie das Kon­zert „Krieg und
Frie­den im baro­cken Euro­pa 1613–1713“ unter der Lei­tung von Hän­del-Preis­trä­ger Jor­di Savall.

Das kom­plet­te Pro­gramm sowie Infor­ma­tio­nen zu Tickets, Öff­nungs­zei­ten etc. fin­den Sie hier.

Die ers­ten Hän­del-Fes­te in Hal­le gab es bereits im 19. Jahr­hun­dert. 1922 wur­den Hän­dels Opern bei „Hal­le­schen Hän­d­el­fes­ten“ wie­der­ent­deckt, und seit 1952 fin­den die Hän­del Fest­spie­le regel­mä­ßig ein­mal jähr­lich statt – zu Ehren Hän­dels, der in Hal­le gebo­ren wur­de und hier die ihn prä­gen­den ers­ten Jahr­zehn­te ver­brach­te, sowie zu Ehren sei­ner groß­ar­ti­gen Musik.