Franckesche Stiftungen: Hallenser Gespräch mit Ulrich von Bismarck und Christoph von Katte

Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode (1691-1771) war einer der größten adligen Unterstützer August Hermann Franckes.

Beglei­tend zur Jah­res­aus­stel­lung der Francke­schen Stif­tun­gen „Mit gött­li­cher Güte geadelt. Adel und Pie­tis­mus im Spie­gel der fürst­li­chen Samm­lun­gen Stol­berg-Wer­ni­ge­ro­de“ wid­met sich das „Hal­len­ser Gespräch“ am 18. Novem­ber adli­gem Selbst­ver­ständ­nis heu­te. Zu Gast sind Ulrich von Bis­marck und Chris­toph von Kat­te. Sie gehö­ren zu jenen Adels­fa­mi­li­en, die nach der Wen­de nach Ost­deutsch­land zurück­ge­kehrt sind und sich hier seit­dem gesell­schaft­lich enga­gie­ren.

Der in Briest in der Alt­mark gebo­re­ne Ulrich von Bis­marck orga­ni­siert seit über 15 Jah­ren als Kom­men­da­tor der pro­vin­zi­al-säch­si­schen Genos­sen­schaft des Johan­ni­ter­or­dens Hilfs­trans­por­te mit Spen­den aus Kran­ken­häu­sern nach Litau­en. Schon zu DDR-Zei­ten hat­te sich von Bis­marck für kirch­li­che Kran­ken­häu­ser in Gen­thin, Eisen­berg und Hei­li­gen­stadt ein­ge­setzt. Nach der Wen­de war er maß­geb­lich dar­an betei­ligt, den Johan­ni­ter­or­den auch in Sach­sen-Anhalt wie­der zu eta­blie­ren. Für sein Enga­ge­ment im Johan­ni­ter­or­den wur­de er 2011 mit dem Bun­des­ver­dienst­kreuz geehrt.

Nach den von Kat­tes ist ein gan­zer Land­strich in Sach­sen-Anhalt – der Kat­te­win­kel – benannt. Seit dem 13. Jahr­hun­dert war die Fami­lie hier bis 1945 ansäs­sig. Heu­te gehö­ren Chris­toph von Kat­te und sei­ne Fami­lie zu den Adels­häu­sern, die nach der Wen­de in Ost­deutsch­land erfolg­reich wie­der Fuß gefasst haben, mit ihrem Enga­ge­ment den Besitz wie­der auf­blü­hen lie­ßen und sich in viel­fäl­ti­ger Wei­se im gesell­schaft­li­chen Leben ihrer Regi­on enga­gie­ren.

Mode­ra­tor Fried­rich Kra­mer spricht mit ihnen über ihre Grün­de der Rück­kehr, ihre neu­en Erfah­run­gen am alten Ort, ihr Enga­ge­ment und die Fra­ge, wel­che Bedeu­tung Glau­ben und Kir­che in ihrem Leben haben.

In den Hal­len­ser Gesprä­chen sind her­aus­ra­gen­de Per­sön­lich­kei­ten die­ser Tage zu Gast, die anhand ihres per­sön­li­chen Wer­de­gangs das Wech­sel­ver­hält­nis von Glau­bens­fra­gen und gesell­schaft­li­chem Han­deln ins Zen­trum des Abends rücken. Sie erzäh­len aus ihrem Leben, spre­chen über ihre Visio­nen, lesen aus jüngs­ten Ver­öf­fent­li­chun­gen und stel­len sich auch den Fra­gen des Publi­kums. Eine Koope­ra­ti­ons­ver­an­stal­tung mit der Evan­ge­li­schen Aka­de­mie Sach­sen-Anhalt e. V.

Diens­tag, 18. Novem­ber | 19.30 Uhr | Frey­ling­hau­sen-Saal