ITB 2015 in Berlin: tief verwurzelt – hoch hinaus. Die Franckeschen Stiftungen in Halle 11.2. am Sachsen-Anhalt Stand 101

Franckesche Stiftungen, Foto: Stadt Halle (Saale), Thomas Ziegler

Vor­stel­lung der Akti­on „UNESCO – Das Sah­ne­häub­chen für Hal­le“ im Rah­men der Stand­rund­gän­ge am Mitt­woch, 4. März 2015 mit dem Minis­ter­prä­si­den­ten des Lan­des Sach­sen-Anhalt Dr. Rei­ner Hasel­off und am Don­ners­tag, 5. März 2015 mit der Luther­bot­schaf­te­rin Mar­got Käß­mann.

Auf dem Weg zum UNESCO-Welt­erbe – unter die­sem Mot­to sind die Francke­schen Stif­tun­gen auch in die­sem Jahr auf der Inter­na­tio­na­len Tou­ris­mus­mes­se in Ber­lin (ITB) prä­sent. Im Juni 2016 wird die Ent­schei­dung um Auf­nah­me der Francke­schen Stif­tun­gen in das UNESCO-Welt­erbe fal­len. Ganz im Zei­chen der Bewer­bung um die­sen bedeu­ten­den Titel ste­hen die kul­tu­rel­le Arbeit und die tou­ris­ti­schen Ange­bo­te der Francke­schen Stif­tun­gen in den Jah­ren 2015 und 2016, die die Öffent­lich­keit in den Blick neh­men. Im Rah­men der Kam­pa­gne „Wer, wenn nicht wir“ haben bereits mehr als 800 Hal­len­se­rIn­nen mit einem Foto ihre Unter­stüt­zung bekun­det. Erst­mals zur ITB wird die Kam­pa­gne „UNESCO – das Sah­ne­häub­chen für Hal­le“ im Rah­men der Stand­rund­gän­ge mit dem Minis­ter­prä­si­den­ten des Lan­des Sach­sen-Anhalt Dr. Rei­ner Hasel­off und der Luther­bot­schaf­te­rin Mar­got Käß­mann vor­ge­stellt.

Auf dem Weg zum UNESCO-Welt­erbe

Das voll­stän­dig erhal­te­ne Gebäu­de­en­sem­ble der Francke­schen Stif­tun­gen ist ein­zig­ar­ti­ges Zeug­nis sozia­ler und päd­ago­gi­scher Archi­tek­tur bür­ger­li­chen Ursprungs aus dem Zeit­al­ter des Barock. Renom­mier­te Fach­gut­ach­ter aus ganz Deutsch­land haben bestä­tigt, dass sich August Her­mann Francke (1663-1727) mit sei­nem Hal­le­schen Wai­sen­haus in die Archi­tek­tur­ge­schich­te ein­ge­schrie­ben hat. Das Wai­sen­haus ver­kör­pert einen völ­lig neu­en Bau­typ, der Merk­ma­le von Schlös­sern und Palais, Schu­len und Klös­tern, Kir­chen- und Gemein­schafts­bau­ten zu einem neu­en „Bau­typ Wai­sen­haus“ ver­eint. So ste­hen die heu­ti­gen Francke­schen Stif­tun­gen für eine neue Facet­te des euro­päi­schen Barock, die von einem nüch­tern-erha­be­nen Stil als Aus­druck des pie­tis­ti­schen Pro­tes­tan­tis­mus geprägt ist. In der Nach­fol­ge der Refor­ma­ti­on steht ins­be­son­de­re der tief­grei­fen­de gesell­schaft­li­che Wan­del, der den Gebäu­den inne­wohnt: „Der ganz­heit­li­che Reform­an­satz aus neu­ar­ti­ger Zweck­ar­chi­tek­tur, Für­sor­ge statt Arbeits­zwang, Bil­dung mit dem Fokus auf indi­vi­du­el­len Bega­bun­gen bis hin zum Uni­ver­si­täts­stu­di­um sowie dem Anspruch auf glo­ba­ler Ver­bes­se­rung der Mensch­heit fin­det sich bei kei­nem ande­ren Wai­sen­haus der Vor­mo­der­ne im inter­na­tio­na­len Ver­gleich.“ Prof. Dr. Hol­ger Zaun­stöck, UNESCO-Beauf­trag­ter der Francke­schen Stif­tun­gen

Refor­ma­ti­on und Bild

Asso­zia­ti­ons­raum Wun­der­kam­mer. Zeit­ge­nös­si­sche Küns­te zur Kunst- und Natu­ra­li­en­kam­mer der Francke­schen Stif­tun­gen, 24. April - 16. August 2015

Das The­men­jahr der Luther­de­ka­de grei­fen die Francke­schen Stif­tun­gen mit einer zeit­ge­nös­si­schen Kunst­aus­stel­lung zur Kunst- und Natu­ra­li­en­kam­mer auf. Anläss­lich des 100. Jubi­lä­ums der Kunst­hoch­schu­le Burg Gie­bichen­stein in Hal­le wer­den Alum­ni der renom­mier­ten Ein­rich­tung im His­to­ri­schen Wai­sen­haus und der baro­cken Wun­der­kam­mer eine Aus­stel­lung als zeit­ge­nös­si­sche Refle­xi­on des Welt­bil­des vor 300 Jah­ren gestal­ten. Die Samm­lung begehr­ter Natu­ra­li­en und Arte­fak­te aus aller Welt dien­te zunächst der Bil­dung, den zahl­rei­chen Besu­chern eröff­ne­te sie bald die Welt des Hal­le­schen Pie­tis­mus. In der Kunst­aus­stel­lung wer­den das Klei­ne, die All­tags­fund­stü­cke, die indi­vi­du­el­len Geschich­ten und die ver­floch­te­nen Wege der künst­le­ri­schen Recher­che im gro­ßen, uni­ver­sa­len und enzy­klo­pä­di­schen Modell sicht­bar gemacht. Sie greift das wil­de Den­ken der Fin­den­den auf, zeigt bana­le Stü­cke in neu­en Kon­stel­la­tio­nen, wun­der­sa­me Gebil­de, schließ­lich Objek­te und Fil­me und schafft einen asso­zia­ti­ven Raum vol­ler Ver­weis­ge­flech­te – ana­log einer Wun­der­kam­mer.

tief ver­wur­zelt – hoch hin­aus. Die Francke­schen Stif­tun­gen auf dem Weg zum UNESCO-Welt­erbe

Jah­res­aus­stel­lung | 13. Sep­tem­ber 2015 – 20. März 2016

Wäh­rend der Antrag auf Auf­nah­me in das UNESCO-Welt­erbe in Paris auf Herz und Nie­ren geprüft wird, nut­zen die Francke­schen Stif­tun­gen die Zeit, um die beson­de­ren Qua­li­tä­ten und die Ein­zig­ar­tig­keit des seit 1698 ent­stan­de­nen, sin­gu­lä­ren baro­cken Gebäu­de­en­sem­bles allen Inter­es­sier­ten vor­zu­stel­len. Im Mit­tel­punkt der Jah­res­aus­stel­lung im His­to­ri­schen Wai­sen­haus steht das nomi­nier­te Welt­erbe, das His­to­ri­sche Wai­sen­haus und das Gebäu­de­en­sem­ble um den Lin­den­hof – sie ver­kör­pern die mensch­heits­ge­schicht­li­chen Auf­ga­ben von Für­sor­ge und Bil­dung. Die Aus­stel­lung wird auf die Fra­ge ant­wor­ten, wor­in der uni­ver­sel­le Wert der Anla­ge besteht, der Grund­be­din­gung für eine Auf­nah­me in die Welt­erbe­lis­te ist. War­um also wol­len die Stif­tun­gen Welt­erbe wer­den? Was macht sie so ein­zig­ar­tig?

Das gesam­te Jah­res­pro­gramm fin­den Sie auf www.francke-halle.de