Hallisches Stadtgeflüster in: ROSENSTENGEL. Ein Manuskript aus dem Umfeld Ludwigs II.

Francke-Denkmal, Foto: Stadt Halle (Saale), Thomas Ziegler

Die Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­le­rin und Auto­rin Ange­la Stei­de­le wird am 27. Janu­ar 2016 um 18 Uhr im Frey­ling­hau­sen-Saal aus ihrem neu­es­ten Buch „Rosens­ten­gel. Ein Manu­skript aus dem Umfeld Lud­wigs II.“ lesen und damit auch ein Stück hal­li­sche Stadt­ge­schich­te erzäh­len. Der Brief­ro­man, in dem sie vir­tu­os his­to­ri­sche Quel­len und lite­ra­ri­sche Fik­ti­on ver­bin­det, wur­de 2015 mit dem Bay­ri­schen Buch­preis aus­ge­zeich­net. Der Abend wird mode­riert von Kat­rin Schu­ma­cher (mdr).

Wie kann man mit his­to­ri­schen Quel­len erzäh­len, ohne zu fabu­lie­ren? Stei­de­le wird an dem Abend zei­gen, wie dem his­to­ri­schen Brief­ro­man „ aus dem Umfeld Lud­wigs II.“ die Geschich­te der Catha­ri­na Linck zugrun­de liegt, die als Wai­sen­mäd­chen in August Her­mann Franckes Wai­sen­haus groß­ge­zo­gen wor­den war. In Stei­de­les Roman errei­chen Francke ab 1710 Infor­ma­tio­nen, wonach sie unter dem Namen Ana­sta­si­us Rosens­ten­gel als Pro­phet durch die Lan­de zog, als Sol­dat kämpf­te und schließ­lich eine Frau hei­ra­te­te. In Brie­fen Anna Mag­da­le­na Franckes, Chris­ti­an Tho­ma­si­us´ und des Bera­ters am Hof Fried­rich Wil­helm I. in Ber­lin, Fried­rich Wil­helm von Grumb­kow, wird ihr Lebens­wan­del und die Geschich­te der „Unzucht“ zu einer rea­len Gefahr für Francke und sein Hal­le­sches Wai­sen­haus. Ein Dra­ma um Täu­schung und Wahr­heit, Wis­sen­schaft und Wahn, um Mann und Weib sowie König und Unter­tan offen­bart sich, das sei­ne Fort­set­zung im 19. Jahr­hun­dert fin­det. 1884 tritt der jun­ge Arzt Carl Mül­ler auf den Plan, der das Ver­trau­en des bay­ri­schen Mär­chen­kö­nigs Lud­wig II. gewinnt. Der König unter­stützt den Arzt bei der Erfor­schung des Lebens eines gewis­sen Ana­sta­si­us Rosens­ten­gel und steht selbst vor der dro­hen­den Ent­mach­tung.

Ter­min: Mitt­woch, 27. Janu­ar 2016, 18 Uhr

Ort: Frey­ling­hau­sen-Saal im His­to­ri­schen Wai­sen­haus

Ein­tritt frei

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen erhal­ten Sie auch unter www.francke-halle.de