IN DER REPUBLIK DES GLÜCKS

neues theater Halle (Saale)
neues theater Halle (Saale)

Am Don­ners­tag, 10. März, um 20 Uhr, fei­ert das neue thea­ter mit »In der Repu­blik des Glücks« Pre­mie­re – einem Stück des bri­ti­schen Dra­ma­ti­kers Mar­tin Crimp. Regis­seu­rin Mar­ti­na Eit­ner-Acheam­pong, die am neu­en thea­ter zuletzt die Komö­die »Der Vor­na­me« insze­nier­te, bringt die­se Far­ce über Gemein­schaft und Iso­la­ti­on auf die Büh­ne der Kam­mer. Das Stück the­ma­ti­siert ganz offen­siv inner­fa­mi­liä­re Strei­tig­kei­ten zum »Fest der Lie­be«.

Hier kann man sich end­lich mit gro­ßer Ges­te laut­stark die ange­stau­ten Frus­tra­tio­nen auf­ti­schen. »In der Repu­blik des Glücks« herrscht zunächst genau die­ser weih­nacht­li­che Ver­wandt­schafts­wahn­sinn: Auf den gro­ßen Büh­nen von Lon­don bis Ber­lin hat das Stück bereits Pre­mie­re gefei­ert, immer anders, immer spek­ta­ku­lär!

Zum Inhalt: Opa »liest« gern Por­no­hef­te, die ihm die eige­ne Frau vom Ein­kauf mit­bringt. Zwar klärt ihn sei­ne Enke­lin über die Vor­zü­ge des por­no­gra­fi­schen Inter­net­down­loads auf, doch Groß­va­ter sieht davon ab, aus Angst, man kön­ne ihm online sei­ne Iden­ti­tät steh­len. Wäh­rend Oma den saf­ti­gen Trut­hahn lobt, ver­spürt der Vater Übel­keit, ver­mu­tet aber, dass dar­an ein ande­rer »Bra­ten« schuld ist, näm­lich die schlecht durch­dach­te Schwan­ger­schaft sei­ner jun­gen Toch­ter. Jeder ver­ach­tet hier jeden und so ist es kein Wun­der, dass Opa nur noch ins All flie­gen möch­te. Und nach­dem die zer­strit­te­nen Enke­lin­nen anstel­le des obli­ga­to­ri­schen Weih­nachts­lie­des einen bös­ar­ti­gen Abge­sang auf die Ehe zum Bes­ten geben, tau­chen auch noch Onkel Bob und Tan­te Made­lei­ne auf. Die bei­den ver­kün­den ihren Hass auf die gan­ze Fami­lie. Sie wol­len es künf­tig bes­ser machen und sich ein völ­lig neu­es Para­dies schaf­fen. Doch der per­sön­li­che Weg ins Glück stellt sich als Kampf mit sich selbst und gegen jede pri­va­te Schwä­che dar. Man muss sich zu sei­nem Glück stünd­lich zwin­gen, es gibt für alles Opti­mie­rungs­stra­te­gi­en, die nur oft genug wie­der­holt wer­den müs­sen. Bis das Ego durch­trai­niert und die Bio­gra­fie gestählt ist.

Regie: Mar­ti­na Eit­ner-Acheam­pong | Aus­stat­tung: Jan Stei­gert | Dra­ma­tur­gie: Sophie Sche­rer | Musik: Gün­ter Baby Som­mer | Mit: Hil­mar Eich­horn, Bri­git­te Peters (als Gast), Frank Schil­cher, Stel­la Hilb, Anke Retzlaff, Harald Höbin­ger, Bet­ti­na Schnei­der

TERMINE:

Mati­née: Sonn­tag, 6.März 2016, 11 Uhr | Kam­mer

Ein­füh­rung vor der Pre­mie­re: Don­ners­tag, 10.März 2016, 19:30 Uhr | Kam­mer

Pre­mie­re: Don­ners­tag, 10.März 2016, 20 Uhr | Kam­mer

Nächs­te Vor­stel­lun­gen: 12. März, 20 Uhr, 28.März, 20 Uhr, 6.April, 20 Uhr | Kam­mer

Kar­ten für die Pre­mie­re (18,- Euro / erm. 12,- Euro) und für alle wei­te­ren Vor­stel­lun­gen (18,- Euro/ erm. 9,- Euro) gibt es an der Thea­ter- und Kon­zert­kas­se oder unter Tel. 0345 – 5110 777.