Schuld und Sühne

neues theater Halle (Saale)
neues theater Halle (Saale)

Am Sams­tag, den 27. Febru­ar, bringt das neue thea­ter mit »Schuld und Süh­ne« einen der berühm­tes­ten Kri­mi­nal­ro­ma­ne aller Zei­ten auf die Büh­ne. Die Insze­nie­rung von Mat­thi­as Bren­ner geht der Fra­ge nach, ob ein Mensch einen Mord bege­hen darf, wenn er über­zeugt ist, einem höhe­ren gesell­schaft­li­chen Zweck zu die­nen. Den Zuschau­er erwar­tet ein gro­ßes Ensem­ble-Stück mit Live-Musik. In der Haupt­rol­le ist Hagen Rit­schel als Rodi­on Ras­kol­ni­kow zu sehen.

Rodi­on Ras­kol­ni­kow ist Jura­stu­dent, hoch­in­tel­li­gent, aber bit­ter­arm. Er hält sich für einen pri­vi­le­gier­ten Men­schen, dem das Recht zusteht über ande­re zu rich­ten. Als eine Art Selbst­ver­such begeht er den nach sei­nen Ansich­ten »erlaub­ten Mord« an einer alten Pfand­lei­he­rin. Sie ist für ihn nur eine »Laus«, eine wert­lo­sen Per­son, über deren Leben bzw. Tod er skru­pel­los ent­schei­den darf. Ras­kol­ni­kow sucht die alte Frau unter einem Vor­wand auf – und erschlägt sie bru­tal mit einem Beil. Kurz dar­auf ermor­det er auch noch ihre zufäl­lig hin­zu­kom­men­de Schwes­ter. Mit viel Glück gelingt es ihm, uner­kannt zu flie­hen. Was sich nach der Tat jedoch nicht ein­stel­len will, ist das erwar­te­te Gefühl der Genug­tu­ung. Im Gegen­teil, der Täter quält sich. Er fin­det kei­ne Ruhe und muss erken­nen, dass er nicht der Mensch ohne Gewis­sen ist, der er geglaubt hat­te zu sein. Und so schwankt er zwi­schen der Angst, als Mör­der über­führt zu wer­den und dem Drang, sich frei­wil­lig zu stel­len.

Für Regis­seur Bren­ner ist „es gera­de­zu ein Erleb­nis, den Text ins Heu­te zu lesen. Er pro­vo­ziert in der bestehen­den Leis­tungs­ge­sell­schaft und zeigt uns auf ein­dring­li­che Wei­se, was pas­siert, wenn Men­schen mit ihren Talen­ten, eben auch dem Talent zu den­ken, allein gelas­sen wer­den mit ihren Ängs­ten und ohne kol­lek­tiv emp­fun­de­ne Wer­te. Welch eine Par­al­lel­welt sich da auf­tut … Bei­spie­le der jün­ge­ren Atten­tats­ge­schich­te ste­hen für die­se Aktua­li­tät.“

Regie: Mat­thi­as Bren­ner | Büh­ne: Nico­laus-Johan­nes Heyse | Kos­tü­me: Susan­ne Cho­let Dra­ma­tur­gie: Alex­an­der Suckel | Mit: Hagen Rit­schel (Rodi­on Roma­no­witsch Ras­kol­ni­kow), Petra Ehlert, Dan­ne Suckel, Max Rade­stock, Mat­thi­as Wal­ter, Lena Zipp, Son­ja Ise­mer, Enri­co Pet­ters, Mar­tin Reik, Till Schmidt, Peter W. Bach­mann, Andre­as Ran­ge, Mira Hele­ne Ben­ser, Sounds „Preli­mi­na­ry Injunc­tion“ (Jür­gen Kober als Gast und Alex­an­der Suckel)

TERMINE:

Mati­née vor der Pre­mie­re SCHULD UND SÜHNE am Sonn­tag, den 21.02.16 um 11 Uhr, Casino/ 3. Eta­ge im neu­en thea­ter

Pre­mie­re am Sams­tag, 27. Febru­ar 2016, um 19:30 Uhr, neu­es theater/ Saal

Nächs­te Vor­stel­lun­gen: 9.3., 19.30 Uhr | 25.3., 19.30 Uhr | 27.3., 15 Uhr | neu­es theater/ Saal

Tickets für die Pre­mie­re (24,- Euro / erm. 12,- Euro) bzw. für alle wei­te­ren Vor­stel­lun­gen (18,- Euro / erm. 12,- Euro) sind an der Thea­ter und Kon­zert­kas­se sowie an der Abend­kas­se erhält­lich.