6. Sinfoniekonzert der Staatskapelle Halle und Verleihung der Urkunde für das „beste Konzertprogramm der Saison“

Foto: Theater, Oper und Orchester GmbH Copyright: Gert Kiermeyer

Musik die zu Her­zen geht steht auf dem Pro­gramm des 6. Sin­fo­nie­kon­zerts der Staats­ka­pel­le Hal­le unter der Lei­tung von GMD Josep Cabal­lé-Domen­ech, in dem Jan Vog­ler als Solist zu erle­ben sein wird. Schwer­mü­tig begin­nen sie alle: Alex­an­der Borod­ins Ouver­tü­re zu sei­ner Oper »Fürst Igor« mit düs­ternd krie­chen­den Strei­cherklän­gen. Dmi­tri Kaba­lew­skis Ers­tes Cel­lo­kon­zert beschwingt zwar, aber dun­kel melan­cho­lisch ist die schö­ne Cel­lo-Melo­die!

Auch Pjotr I. Tschai­kow­skis Zwei­te Sin­fo­nie setzt schwer­blü­tig, schlep­pend, trau­ernd ein: mit einem ultraro­man­ti­schen Horn­so­lo, das ins Mark geht. Ist sie so trau­rig, die rus­si­sche See­le? Tschai­kow­skis Zwei­te Sin­fo­nie zumin­dest strotzt vor ganz direk­ten Bezü­gen zur Volks­see­le. Sie trägt den Bei­na­men »die Klein­rus­si­sche«, weil Tschai­kow­ski sie 1872 in Kam­jan­ka kom­po­nier­te, das wegen sei­ner diver­sen Natur­denk­mä­ler auch als »Wei­mar der Ukrai­ne« bezeich­net wird. Er mach­te dort Urlaub und ließ sich von der ukrai­ni­schen Folk­lo­re inspi­rie­ren: Er ver­ar­bei­te­te in sei­ner Zwei­ten Sin­fo­nie Lie­der wie »Spinn, mei­ne Spin­ne­rin« oder »Der Kra­nich«. Und das schmerz­vol­le Horn­so­lo des Beginns geht zurück auf die Volks­wei­se »Drun­ten bei der Mut­ter Wol­ga«.
Das Kon­zert der Staats­ka­pel­le mit Jan Vog­ler wird auf­ge­zeich­net und erscheint im Herbst 2016 als CD.

Im Rah­men des 6. Sin­fo­nie­kon­zerts fin­det am Mon­tag, den 7. März, die Ver­lei­hung der Urkun­de für das„beste Kon­zert­pro­gramm der Sai­son“ statt, für das die Staats­ka­pel­le Hal­le vom Deut­schen Musik­ver­le­ger­ver­band aus­ge­zeich­net wur­de.
Sonn­tag, 6. März 2016 | 11.00 Uhr | Georg-Fried­rich-Hän­del HALLE
Mon­tag, 7. März 2016 | 19.30 Uhr | Georg-Fried­rich-Hän­del HALLE

6. Sin­fo­nie­kon­zert der Staats­ka­pel­le Hal­le
Jan Vog­ler, Vio­lon­cel­lo | GMD Josep Cabal­lé-Domen­ech, Diri­gent
Alex­an­der Boro­din Ouver­tü­re zu »Prinz Igor« | Dmi­tri Kaba­lew­ski Kon­zert für Vio­lon­cel­lo und Orches­ter Nr. 1 g-Moll op. 49 – Der sowje­ti­schen Jugend gewid­met | Pjotr I. Tschai­kow­ski Sin­fo­nie Nr. 2 c-Moll op. 17 – Der Mos­kau­er Abtei­lung der Rus­si­schen Musik­ge­sell­schaft gewid­met

Kar­ten zum Preis ab 14-26 € / erm. 7-13 € hält die Thea­ter- und Kon­zert­kas­se bereit. Der Ein­tritt für Kin­der und Jugend­li­che bis zum 18. Lebens­jahr in Beglei­tung Erwach­se­ner in den Sin­fo­nie­kon­zer­ten am Sonn­tag ist frei.