CASANOVA - Uraufführung und Premiere

Opernhaus Halle abends, (c) Thomas Ziegler, Stadt Halle (Saale)

Am Frei­tag, den 15. April 2016, fei­ert die Oper Hal­le mit einer Bal­lett-Urauf­füh­rung Pre­mie­re: Hal­les Bal­lett­di­rek­tor Ralf Ros­sa wid­met sich mit »Casa­no­va« der his­to­ri­schen Figur des berühm­ten Frau­en­hel­den. Das Bal­lett-Ensem­ble prä­sen­tiert die Geschich­te die­ser fas­zi­nie­ren­den Per­sön­lich­keit – beglei­tet von Wer­ken des Musik­ge­nies Wolf­gang Ama­de­us Mozart. Es spielt die Staats­ka­pel­le Hal­le unter der Musi­ka­li­schen Lei­tung von David T. Heu­sel.

Vie­les aus dem Leben des Ita­lie­ners Gia­co­mo Casa­no­va ist Legen­de: Sei­ne Geburt als Sohn einer Schau­stel­ler­fa­mi­lie 1725 in Vene­dig hin­ge­gen ist belegt. Die Stadt war im 18. Jahr­hun­dert nicht nur ein Mek­ka für Lite­ra­tur, Thea­ter und Musik, son­dern auch ein Anlauf­punkt für Aben­teu­rer, Bie­der­män­ner und Geist­li­che zur Befrie­di­gung ero­ti­scher Fan­ta­si­en. Casa­no­va fand sei­ne Amou­ren in Casi­nos eben­so wie in ver­ruch­ten Bor­del­len. Neben Patri­zie­rin­nen ver­führ­te er auch Non­nen, die von ihren Beicht­vä­tern nicht sel­ten zur Pro­sti­tu­ti­on ange­bo­ten wur­den. Als Casa­no­va 1755 wegen Liber­ti­na­ge und Blas­phe­mie ver­ur­teilt wur­de, gelang ihm bald dar­auf die legen­dä­re Flucht aus dem Dogen­pa­last. Jah­re spä­ter betrat er aus­ge­rech­net als Spi­on der vene­zia­ni­schen Geheim­po­li­zei wie­der hei­mat­li­chen Boden und wur­de erneut ver­bannt. Im Lau­fe sei­nes Lebens ver­ding­te er sich an den Höfen von Wien, Paris, Lon­don und St. Peters­burg als Astro­nom, Diplo­mat, Phi­lo­soph, Libret­tist, Musi­ker, Über­set­zer, Öko­nom und His­to­ri­ker. Die letz­ten Jah­re leb­te Casa­no­va ver­bit­tert als Biblio­the­kar in Böh­men, wo er sei­ne kul­tur­ge­schicht­lich bedeu­ten­den Memoi­ren »Geschich­te mei­nes Lebens« schrieb und 1798 starb.

Musi­ka­li­sche Lei­tung: David T. Heu­sel| Insze­nie­rung und Cho­reo­gra­fie: Ralf Ros­sa | Büh­ne: Mat­thi­as Hönig | Kos­tü­me: Car­la Cami­na­ti |Dra­ma­tur­gie: Susan­ne Holf­ter |Michal Sed­láèek als Gia­co­mo Casa­no­va, Ensem­ble des Bal­lett Ros­sa | Staats­ka­pel­le Hal­le

TERMINE:
Ein­füh­rungs­soirée: Mon­tag, 11. April, 19.30 Uhr | Ein­tritt frei
Pre­mie­re: Frei­tag, 15.April, 19.30 Uhr
Wei­te­re Vor­stel­lun­gen: Sonn­tag, 17. April, 15.00 Uhr | Frei­tag, 22. April, 19.30 Uhr | Mitt­woch, 4. Mai, 19.30 Uhr | Frei­tag, 20. Mai, 19.30 Uhr | Sonn­tag, 22. Mai, 15.00 Uhr Sams­tag, 28. Mai, 19.30 Uhr | Frei­tag, 17. Juni, 19.30 Uhr in der Oper Hal­le

Kar­ten für die Pre­mie­re (20,- bis 40,- Euro) und alle wei­te­ren Vor­stel­lun­gen (16,- bis 34,- Euro) sind an der Thea­ter und Kon­zert­kas­se sowie an der Abend­kas­se erhält­lich. Kin­der, Schü­ler, Stu­den­ten, Azu­bis, Zivil­dienst­leis­ten­de und Inha­ber Hal­le-Pass erhal­ten eine Ermä­ßi­gung von 50 %.