Bühnen Halle: Premieren und Konzerte im Oktober

Bühnen Halle
Bühnen Halle

im Sep­tem­ber gab es für die Büh­nen Halle gleich mehr­fach Grund zur Freude: Beim Kinder- und Jugend­thea­ter­fes­ti­val Wild­wech­sel wurde die Insze­nie­rung „Mein ziem­lich selt­sa­mer Freund Wal­ter“ mit zwei von drei Prei­sen aus­ge­zeich­net. Und auch die, für den präch­ti­gen Tra­di­ti­ons­bau der Oper kon­zi­pierte, Musik­Thea­ter­Stadt und RAUMBÜHNE HETEROTOPIA wurde geehrt: Aktu­ell ist sie nomi­niert für den deut­schen Thea­ter­preis DER FAUST. Noch bis zum 15. Okto­ber wird die Raum­bühne bespielt: Von der dunkel-romantischen Oper „Der flie­gende Hol­län­der“ über die pul­sie­rende Tanz­pro­duk­tion des Bal­lett Rossa „Groo­vin‘ Bodies“ bis hin zu Elfriede Jelineks „Wut“ nut­zen die Ensem­bles im Okto­ber noch ein­mal die­sen beson­de­ren Büh­nen­raum. Außer­dem fei­ert die Urauf­füh­rung „Spiel im Sand“ als Kopro­duk­tion zwi­schen der Oper Halle und dem IMPULS-Festival für Neue Musik in der Raum­bühne Pre­miere und eröff­net gleich­zei­tig die 10. Aus­gabe des Festivals.

OPER
Am 11. Okto­ber fei­ert im Rah­men des 10. IMPULS-Festivals die Musik­thea­ter­pro­duk­tion SPIEL IM SAND Pre­miere. Die Musik­thea­ter­pro­duk­tion Spiel im Sand the­ma­ti­siert den Popu­lis­mus west­li­cher Prä­gung, die Machen­schaf­ten von War­lords in ent­le­ge­nen Kri­sen­ge­bie­ten und deren Spra­che des Ter­rors. Am 04., 06. und 14 Okto­ber tau­chen bei DER FLIEGENDE HOLLÄNDER Dar­stel­ler und Publi­kum wie­der ab in die pochen­den, dunk­len Wei­ten des Her­zens der Raum­bühne. Dort las­sen sie die gewal­tige Sturm­mu­sik des ers­ten Aktes über sich hin­weg­fe­gen wie eine orches­trale Chif­fre markt­wirt­schaft­li­cher Kri­sen und bezie­hen Quar­tier in den gemüt­li­chen Eigen­hei­men des Mit­tel­stan­des. Auch in die­ser Spiel­zeit kommt ab dem 20. Okto­ber Hän­dels gran­dio­ses Alters­werk JEPHTHA wie­der zur Auf­füh­rung. Das Hän­del­fest­spiel­or­ches­ter prä­sen­tiert affekt­ge­la­dene Arien und auf­re­gende Barock­mu­sik auf his­to­ri­schen Instru­men­ten – kon­tras­tiert von der psy­cho­lo­gisch schar­fen Insze­nie­rung der Regis­seu­rin Tat­jana Gürbaca.

STAATSKAPELLE
In der Reihe KLASSISCHES ERBE prä­sen­tie­ren sich die Musi­ke­rIn­nen der Staats­ka­pelle solis­tisch. Unter­hal­tung für Groß und Klein bie­tet das 1. FAMILIENKONZERT, DER PRINZ UND DER BETTELJUNGE, das am 15. Okto­ber in der Kon­zert­halle Ulrichs­kir­che statt­fin­det. In der Ver­to­nung von Mark Twains Kin­der­buch­klas­si­ker tau­schen Prinz und Bet­tel­junge die Rol­len, wäh­rend das Publi­kum zu Volk, Die­nern und schließ­lich zu einer Räu­ber­bande wird. Das Jahr 2017 steht im Zei­chen von Mar­tin Luther und der Refor­ma­tion. Am 31. Okto­ber jährt sich zum 500. Mal die Ver­öf­fent­li­chung der The­sen Mar­tin Luthers. Anläss­lich des Refor­ma­ti­ons­ju­bi­lä­ums fin­det im Ursprungs­land der Refor­ma­tion ein ganz beson­de­res musi­ka­li­sches Ereig­nis statt: die Urauf­füh­rung des Ora­to­ri­ums „Luther“ von Oscar Stras­noy (Kom­po­si­tion) und Chris­toph Hein (Libretto) am 22./23. Okto­ber 2017 in der Georg-Friedrich-Händel-Halle in Halle (Saale) im Rah­men des 2. SINFONIEKONZERTS.
Mit der Reihe PAVILLONKONZERTE erschließt sich die Staats­ka­pelle eine neue Spiel­stätte. Im alt ehr­wür­di­gen STEINTORVARIETÉ erwar­tet die Zuschaue­rIn­nen am 27. Okto­ber ein bun­tes Pro­gramm mit Aus­schnit­ten aus Opern und Ope­ret­ten, dar­ge­bo­ten von belieb­ten Solis­ten der Oper Halle und char­mant mode­riert. Kaf­fee, Plätz­chen und fei­ner Kuchen wer­den an an fest­lich gedeck­ten Tischen serviert.

NEUES THEATER
Gleich zwei Pre­mie­ren fei­ert das neue thea­ter im Okto­ber. Mit Michel Hou­el­l­e­becqs UNTERWERFUNG gibt Dra­ma­tur­gin Sophie Sche­rer ihr Regie-Debut am Haus. In ihrer Insze­nie­rung des aber­wit­zi­gen Romans bewegt sie sich zwi­schen Wer­te­sys­te­men und Denk­ver­bo­ten. Bereits am 01. Okto­ber um 11 Uhr zur Mati­née gibt das Insze­nie­rungs­team im Casino einen ers­ten Ein­blick in das Stück. Mit einer Ver­wechs­lung, die zum Ven­til für Lebens­ge­schich­ten wird, beschäf­tigt sich die tra­gi­ko­mi­sche Insze­nie­rung HEISENBERG unter der Regie von Diet­mar Rah­ne­feld, deren Pre­miere am 27. Okto­ber statt­fin­det. Die Insze­nie­rung von KÖNIG LEAR am 14. Okto­ber wird beglei­tet von einer Aus­stel­lung der VEREINIGUNG HALLESCHER KÜNSTLER, die noch bis ein­schließ­lich 15. Dezem­ber im nt-Foyer zu sehen ist. Elfriede Jelineks WUT wird ab dem 02. Okto­ber letzt­ma­lig in der Raum­bühne auf­ge­führt (Vor­stel­lun­gen am: 2., 3., 8. & 12. Okto­ber). Vom 29. bis 31. Okto­ber kön­nen Bür­ge­rIn­nen wäh­rend des The­men­wo­chen­en­des AUF ANSCHLAG! – 500 JAHRE REFORMATION UND PROTEST, das wohl kleinste Refor­ma­ti­ons­fest der Bun­des­re­pu­blik fei­ern. Gemein­sam mit den Malern Uwe Pfei­fer und Frank Haupt­vo­gel col­la­gie­ren und malen sie auf dem Hof der Kul­tur­in­sel einen The­sen­an­schlag für unsere Zeit. Wei­tere Infor­ma­tio­nen gibt es dem­nächst unter WWW.BUEHNEN-HALLE.DE.

PUPPENTHEATER
Pas­send zum Spiel­zeit­motto TOD UND THEATER zeigt das Pup­pen­thea­ter als erste Pre­miere der Spiel­zeit am 13. Okto­ber HAMLET, PRINZ VON DÄNEMARK. Am 14. Okto­ber ist Ste­fan Rosin­ski, Geschäfts­füh­rer der Büh­nen Halle, in der Reihe KUNST UND WISSENSCHAFT zu Gast und dis­ku­tiert mit Ihnen das Spiel­zeit­motto im Anschluss an die Vor­stel­lung. Mär­chen­haft wird es am 24. Okto­ber mit DER KLEINE MUCK und am 28. Okto­ber mit GESCHICHTEN AUS TAUSENDUNDEINER NACHT. Das Ensem­ble ent­führt sein Publi­kum in bei­den Insze­nie­run­gen ins ferne Mor­gen­land und greift dabei trotz des ori­en­ta­li­schen Mär­chen­zau­bers aktu­elle The­men auf. Beim Fami­li­en­nach­mit­tag BUNTE STUNDE am 22. Okto­ber geht es spie­le­risch zu, wenn vor der Auf­füh­rung des Reper­toire­stücks FISCHBRÖTCHENAUS DEM LEBEN EINER SCHILDKRÖTE eine Thea­ter­päd­ago­gin und ein Mit­glied des För­der­ver­eins die anwe­sen­den Kin­der bild­ne­risch und spie­le­risch auf die nach­fol­gende Insze­nie­rung ein­stim­men. Die Eltern dür­fen sich betei­li­gen oder bei einer Tasse Kaf­fee entspannen.

THALIA THEATER
Das Tage­buch der Anne Frank gilt als ein­zig­ar­ti­ges lite­ra­ri­sches Zeug­nis bei­spiel­lo­ser Ver­bre­chen und gibt Ein­bli­cke in die Gefühls­welt eines intel­li­gen­ten und star­ken Mäd­chens inmit­ten wid­rigs­ter Umstände. ANNE wurde 2014 in Ams­ter­dam urauf­ge­führt. Im Saal des neuen thea­ters zeigt Regis­seu­rin Katha­rina Bran­katschk am 12. Okto­ber mit einem gro­ßen Ensem­ble­stück ihre Inter­pre­ta­tion des Werks. Auch in die­ser Spiel­zeit setzt sich das Tha­lia Thea­ter mit PATRICKS TRICK am 26. & 27. Okto­ber wie­der auf eine hei­tere und den­noch ernst­hafte Art und Weise mit dem Thema der Inklu­sion aus­ein­an­der. Berich­tet wird dabei aus der Sicht des elf­jäh­ri­gen Patricks.
Gerade wurde es noch in Dres­den mit zwei von drei Prei­sen beim WILDWECHSEL FESTIVAL am tjg. thea­ter junge gene­ra­tion aus­ge­zeich­net, schon ist Sibylle Bergs MEIN ZIEMLICH SELTSAMER FREUND WALTER am 15. Okto­ber wie­der im Schau­fens­ter des nt zu sehen.

Tickets und wei­tere Infor­ma­tio­nen gibt’s hier.