Land Art: Kunstprojekt der Uni Halle vernetzt Halle-Neustadt mit dem Weinberg Campus

Mit farbigem Kunststoffgewebe umwickelte Bäume des Land Art-Projekts „Diversität und Vernetzung“ Foto: Peter Wycisk

in außer­ge­wöhn­li­ches Kunst­pro­jekt ver­bin­det ab Frei­tag, 20. April, den Wein­berg Cam­pus der Mar­tin-Luther-Uni­ver­si­tät Hal­le-Wit­ten­berg (MLU) und den Stadt­teil Hal­le-Neu­stadt. Für das Land Art-Pro­jekt „Diver­si­tät und Ver­net­zung“ wer­den rund 80 Bäu­me mit bun­ten Man­schet­ten aus Kunst­stoff­ge­we­be ver­ziert. Zudem ver­bin­den far­bi­ge Tex­til­bän­der Later­nen­mas­ten mit­ein­an­der. Die Frei­luft­aus­stel­lung ist bis zum Früh­jahr 2019 zu sehen.

Wie kön­nen die Wis­sen­schafts­stand­or­te am Wein­berg Cam­pus und der Stadt­teil Hal­le-Neu­stadt mit­ein­an­der zu ver­knüpft wer­den? Die­se Fra­ge steht im Fokus der Aus­stel­lung „Diver­si­tät und Ver­net­zung“, die von Prof. Dr. Peter Wycisk vom Fach­be­reich Hydro- und Umwelt­geo­lo­gie der MLU rea­li­siert wur­de. Die Idee dahin­ter: wis­sen­schaft­li­che und öko­lo­gi­sche Zusam­men­hän­ge in der Umwelt sowie eine zukunfts­fä­hi­ge Stadt­ent­wick­lung auf­zu­zei­gen. „Mit der Akti­vi­tät wird ein wis­sen­schafts­be­zo­ge­nes The­ma sozu­sa­gen in den Lebens­raum und in die Natur getra­gen“, sagt der Geo­lo­ge Wycisk.
Dafür umhüllt der For­scher Baum­grup­pen an der Theo­dor-Lie­ser-Stra­ße, der Wal­ter-Hül­se-Stra­ße und den Wein­berg-Wie­sen im Über­gang zu Hal­le-Neu­stadt mit einem far­bi­gen Kunst­stoff­ge­we­be. Die Farb­kom­bi­na­tio­nen aus Gelb, Blau, Rot und Grün sind dabei künst­le­risch inter­pre­tier­te Abschnit­te des gene­ti­schen Codes der Pflan­zen. Für jeden Stand­ort der Aus­stel­lung hat der Wis­sen­schaft­ler eine Haupt­far­be gewählt. Am Wein­berg domi­niert Rot, da die Far­be im grün bepflanz­ten Umfeld am bes­ten auf­fällt. In der Wal­ter-Hül­se-Stra­ße ist die Haupt­far­be Grün, sie sym­bo­li­siert den Bezug zur Allee, in der die Bäu­me gepflanzt sind. Wohin­ge­gen am Cam­pus das neu­tra­le Gelb über­wiegt. „Ich habe den gene­ti­schen Code als Inspi­ra­ti­on genutzt, weil er für Bio­di­ver­si­tät und gene­ti­sche Viel­falt steht“, sagt Wycisk.
Das Ele­ment der Ver­net­zung wird im Pro­jekt durch die Ver­bin­dung der Teil­räu­me mit far­bi­gen Tex­til­bän­dern an Later­nen­mas­ten dar­ge­stellt. Sie sol­len mög­li­che Wege der Ver­net­zung zwi­schen dem Wis­sen­schafts­stand­ort Wein­berg Cam­pus und dem Wohn­um­feld von Hal­le-Neu­stadt auf­zei­gen.
Die Aus­stel­lung ist im Rah­men der Bewer­bung des Pro­jek­tes „Zukunfts­stadt halle.neu.stadt 2050“ ent­stan­den, das vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung (BMBF) durch­ge­führt und geför­dert wird. Das Land Art-Pro­jekt wur­de mit Unter­stüt­zung des Helm­holtz-Zen­trums für Umwelt­for­schung UFZ, science2public e.V. und dem Fraun­ho­fer-Insti­tut für Mikro­struk­tur von Werk­stof­fen und Sys­te­men IMWS in Hal­le umge­setzt.

Land Art „Diver­si­tät und Ver­net­zung“
Theo­dor-Lie­ser-Stra­ße, Wal­ter-Hül­se-Stra­ße und Wein­berg-Wie­sen in Hal­le (Saa­le)
Frei­tag, 20. April 2018 bis Früh­jahr 2019