2018

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Termine vom 01.05.2018 bis 31.05.2018

  • 1. Maifeier

    01.05.2018, Universitätsplatz

    Auch in diesem Jahr laden das neue theater Halle und das Thalia Theater Halle mit ihren Schauspielern und vielen Gästen zur traditionellen Maifeier ein. Ab 11 Uhr erwartet das Publikum auf dem Universitätsplatz ein abwechslungsreiches Programm mit künstlerischen Beiträgen, Musik, Maireden und Statements. Musikalisch begleitet wird die Maifeier von den lockeren Stadtmusikanten, die bereits seit 1985 „Randale an der Saale“ machen. Ein weiteres musikalisches Highlight bietet der Jugendchor der Oper Halle unter der Leitung von Peter Schedding, der erste Ausschnitte aus dem neuen – noch streng geheimen – Familienmusical der kommenden Spielzeit präsentieren wird. Natürlich steht wie in jedem Jahr auch das gemeinsame Mailiedersingen mit den SchauspielerInnen des neuen theaters im Zentrum der Feier.
    Als einer der Mairedner, die sich zwischen politischen Statements und guter Laune bewegen, ist nt-Gründer Peter Sodann geladen! Und natürlich hält auch Intendant Matthias Brenner eine Rede.
    Auch in diesem Jahr dreht der Förderverein des neuen theaters am Glücksrad und verlost viele Preise. Für das leibliche Wohl sorgt Strieses Biertunnel.
    „Ich freue mich auf einen spannenden, künstlerischen und musikalischen Tag voller guter Laune und mit politischem Tiefgang.“ So nt-Intendant Matthias Brenner.
    Gäste: „Lockere Stadtmusikanten Halle“, Jugendchor der Oper Halle unter d. Leitung von Peter Schedding, Peter Sodann u. a.

    Maifeier der Bühnen Halle (Bühnen Halle)

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  • Schallspiele – Ein museumspädagogisches Angebot

    02.05.2018, Händel-Haus

    Was ist Schall? Wie verbreitet sich der Schall? Wie funktioniert mein Ohr? Mit Freunden, Eltern und Großeltern beide Ausstellungen entdecken, eigene Musik erfinden oder Experimente beobachten. Immer mittwochs um 15 Uhr.

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  • Die Dreigroschenoper

    02.05.2018, Oper

    Das neue theater und die Oper Halle wollen in der neuen Spielzeit an den Erfolg der letzten Zusammenarbeit in der Opernraumbühne anknüpfen und wieder gemeinsame Sache machen: Nach Elfriede Jelineks *Wut* soll nun eines der beliebtesten Theaterstücke des 20. Jahrhunderts das Publikum begeistern. Unter der musikalischen Leitung von Christopher Sprenger, dem ersten Kapellmeister der Staatskapelle, und in der Regie der nt-Chefdramaturgin Henriette Hörnigk werden Sänger der Oper und Schauspieler des neuen theaters dafür sorgen, dass die berühmten Songs der *Dreigroschenoper* wieder in die Welt geschmettert werden. So kann allen noch einmal bewusst werden, wovon der Mensch lebt, wenn der Haifisch mit seinen Zähnen den Mond über Soho sieht, während das Schiff mit acht Segeln entschwindet und die Soldaten wohnen auf den Kanonen in dem Bordell.

    Das 1928 zum ersten Mal aufgeführte Brecht-Weillsche Bühnenuniversum mit all seinen Bettlern, Gaunern, Huren und Ehrenmännern im liebesgeschichtlich aufgeladenen und schließlich doch grandios geschlichteten Konflikt wird sich wieder entfalten in nach wie vor knackigen Spielszenen, mit nach wie vor aktuellen Texten und schmissiger Musik. Denn die Verhältnisse, die sind doch so!

    Dreigroschenoper, Annemarie Brüntjen (Falk Wenzel, Bühnen Halle)

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  • KunstGenuss

    03.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    Wolfgang Mattheuer: Jahrhundertschritt, 1984/87

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  • Floh im Ohr

    03.05.2018, Neues Theater

    Madame Sophie Chandebise erhält ein Päckchen. Der Inhalt: Die Hosenträger ihres Mannes Victor. Absender: Das Hotel »Zum galanten Kätzchen«. So entsteht der Floh in Sophies Ohr und springt von da aus munter in andere Gehörgänge über: Ihr Ehemann muss eine Geliebte haben. Die misstrauische Sophie bittet daraufhin ihre Freundin Lucienne, einen Liebesbrief zu schreiben. Mit diesem lockt sie – als eine »unbekannte Verehrerin« – den angeblich untreuen Ehemann zu einem Rendezvous in besagtes Hotel. Der unschuldige Victor glaubt an eine Verwechslung und schickt seinen Freund Tournel in das zwielichtige Etablissement. Dieser trifft dort aber nicht nur Sophie und deren Freundin, sondern macht auch noch Bekanntschaft mit einem eifersüchtigen Ehemann, einem wildgewordenen Engländer und dem betrunkenen Hoteldiener, der Victor zum Verwechseln ähnlich sieht. Und so finden sich plötzlich alle Bewohner des Hauses Chandebise hier ein, ohne die anderen treffen zu wollen.

    Feydeaus Komödie nimmt frivol und temporeich die Doppelmoral und Dekadenz des neuen Bürgertums aufs Korn. Die besondere Wirkung entsteht dabei durch den ausgefeilten Wortwitz und eine turbulente Abfolge überraschender Handlungssequenzen.

    Neues Theater (Bühnen Halle)

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  • Winckelmann und Mengs im Dialog

    03.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    „Winckelmann und Mengs im Dialog“ mit Steffi Roetgen (München)

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  • Inferno / Sacre

    04.05.2018, Oper

    Der neue Ballett-Doppelabend von Ralf Rossa mit Orchester verbindet zwei epochale und dunkle Erzählungen: *L‘Inferno* von Dante und *das Frühlingsopfer* von Igor Strawinsky.

    Für den ersten Teil des Abends – die Uraufführung des Auftragswerkes *Inferno* an der Oper Halle – komponiert der spanische Komponist Enric Palomar eine Ballettmusik, die Dantes qualvoller Wanderung durch die alptraumhaften Landschaften der neun Höllenkreise eine zeitgenössische Perspektive verleiht. Die Hölle des damals im Exil lebenden Dante ist nicht bloß Phantasmagorie menschlicher Abgründe, sondern ein von zahlreichen mythologischen und realgeschichtlichen Figuren bevölkertes Zerrbild. Aus Dantes Vorlage entwickelt Palomar eine bissige Parodie einer Zeit zwischen Glaube und Vernunft, Irrationalität und Aufklärung.

    Das Ballett *Le sacre du printemps* von Strawinsky wurde 1913 vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs für die legendären Ballets Russes von Sergei Djagilew komponiert und in einer stilbildenden wie verstörenden Choreographie des Jahrhunderttänzers Vaslav Nijinsky uraufgeführt. Seine klangliche wie rhythmische Struktur macht es zu einem Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts.

    Enric Palomars Werke entstanden u. a. für das Gran Teatre del Liceu, das Festival Internacional de Granada, das Teatre Romea Barcelona und das Ballet Nacional de España. An der Oper Halle wurde bereits seine Kammeroper *Juana* uraufgeführt.

    opernhaus bei nacht (Thomas Ziegler)

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  • Die Mitte der Welt

    04.05.2018, Neues Theater

    Phil lebt am Rande einer kleinen Stadt zusammen mit seiner Zwillingsschwester und seiner freigeistigen Mutter, die vor sechzehn Jahren hochschwanger und ohne den Vater ihrer Kinder nach Deutschland kam, um ein neues Leben zu beginnen. Unabhängig von Normen und Konventionen erzieht sie die Zwillinge nach eigener Moral. Trotz der steten Ablehnung der Kleinstädter verteidigt sie konsequent ihre individuelle Freiheit und die ihrer Kinder. Für Phil bedeutet daher die erste Liebe Glück und Befreiung. Es ist für ihn das Normalste der Welt, einen Jungen zu mögen. Anders ist es bei Nicholas, der seine Gefühle vor der Öffentlichkeit geheim hält. Niemand darf von seiner Liebe zu Phil erfahren. Und dann ist da auch noch Kat, Phils beste Freundin, die ihrerseits Gefühle für einen der beiden Jungen entwickelt hat.
    Andreas Steinhöfels vielschichtiger Jugendroman ist ein großartiger Gegenentwurf zur schnellen Pop- und Netzkultur, der die Begegnung in der direkten Auseinandersetzung feiert und traditionelle Männlichkeitsideale in Frage stellt. Dem Protagonisten lässt der Autor eine Stärke und Klarheit zukommen, die bezaubert.

    Regisseur Robert Neumann, der für das Thalia Theater bereits die Patchwork-Geschichte *Wir alle für immer zusammen* inszeniert hat, wird den gerade verfilmten Roman *Die Mitte der Welt* auf unserer Theaterbühne zeigen.

    Neues Theater (Bühnen Halle)

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  • Wo Justitia zu Hause ist - Führung durch das Landgericht

    05.05.2018, Landgericht Halle

    Im Landgericht von Halle wird nicht nur Recht gesprochen; das mehr als 100 Jahre alte Gebäude lohnt auch einen Besuch. Erfahren Sie während des Rundgangs viele Details zur Architektur und Geschichte des Hauses.

    Wo Justitia zu Hause ist (seidenmatt - visuelle kommunikation / Stadtmarketing Halle (Saale) GmbH)

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  • Museumsnacht: Kult(ur)

    05.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    Das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) präsentiert seine neu eingerichtete Dauerausstellung zur Kunst der Moderne sowie die aktuelle Sonderausstellung „Ideale. Moderne Kunst seit Winckelmanns Antike“

    Performanceprojekt „Playing up“ Kooperation mit Fundus Theater Hamburg, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes

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  • Museumsnacht ... Kult ...

    05.05.2018, Händel-Haus

    HÄNDEL-HAUS – Geöffnet: 18.00 Uhr bis 24.00 Uhr

    18.00 Uhr bis 20.00 Uhr, KLANGSTATT
    Pop-up Kult um Händel Ob Karte, Bild oder Plakat - Händel-Motive kreativ gestalten

    18.30, 20 Uhr und 22 Uhr I Treffpunkt Museumskasse
    Händel slamt
    Ein Streifzug durchs Museum mit Slampoet*innen

    19.30 Uhr, Ausstellung Historische Musikinstrumente
    Spielkreis für Alte Musik

    21.00 Uhr, Kammermusiksaal
    Alles Impro: Vom Hip Hop bis zur Arie
    Musikalisches Improvisationstheater mit Händels Harlekinen

    18.00 bis 22.00 Uhr, Foyer (zwischen Shop und Konzertsaal)
    Flohmarkt: Bücher, Noten, Schallplatten und andere Raritäten Zugunsten der Bibliothek der Stiftung Händel-Haus

    W.-F.-BACH-HAUS – Geöffnet: 18.00 bis 23.00 Uhr

    19.00 Uhr, Salon „Robert Franz“
    Salon bei Wilhelm Friedemann
    mit Mitgliedern des Akademischen Orchesters Halle, Leitung: Matthias Erben

    18.00 bis 23.00 Uhr, Erdgeschoss
    Klangraum Mitteldeutschland
    Eine multimediale Zeitreise in die mitteldeutsche Barockmusik
    Ausstellung
    Wanderausstellung der Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e. V.
    Mit umfangreichen und kurzweiligen Texten, zahlreichen auch animierten Bildern und Klangbeispielen lädt die Ausstellung zu einer Entdeckungsreise in die mitteldeutsche Barockmusik ein. Dass diese weit mehr als „nur“ Bach, Händel und Telemann ist, liegt eigentlich auf der Hand. Wo, wer, was und wann aber jenen faszinierenden und uns heute klingend verzaubernden Kosmos gestaltete, davon erfährt man in der Ausstellung als ein genüsslich-neugieriger Reisender durch diese Kulturgeschichte unserer Heimat.

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  • Giebichenstein Gothic Night

    05.05.2018, Burg Giebichenstein

    im Rahmen der Museumsnacht Halle-Leipzig unter dem Motto "Kult"

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  • Museumsnacht: Kult(ur)

    05.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    Das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) präsentiert seine neu eingerichtete Dauerausstellung zur Kunst der Moderne sowie die aktuelle Sonderausstellung „Ideale. Moderne Kunst seit Winckelmanns Antike“

    „KulturChor“ - Konzertchor der Kindersingakademie

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  • Adriana Lecouvreur

    05.05.2018, Oper

    1730 – Die Schauspielerin Adrienne Lecouvreur ist der unbestrittene Star der Pariser Theaterbühnen. Zu Ihren Bewunderern zählt auch der Prinz Moritz von Sachsen, ein illegitimer Sohn August des Starken, mit dem sie ein Verhältnis hat. Mit nur 37 Jahren stirbt die Schauspielerin auf dem Höhepunkt ihres Erfolges überraschend. Schnell werden über die Ursache ihres plötzlichen Todes Gerüchte laut: Die Fürstin von Bouillon, mit der Moritz zuvor eine kurze Liebesaffäre verband, soll ihre Nebenbuhlerin kurzerhand vergiftet haben ...

    1902 – Aus der Lebensgeschichte der französischen Schauspielerin entwirft der italienische Komponist Francesco Cilea – Zeitgenosse von Giacomo Puccini, mit dessen Musik seine klanglich raffinierte Partitur durchaus verwandt ist – gemeinsam mit seinem Librettisten Arturo Colautti eine Oper nach dem Schauspiel von Eugène Scribe und Ernest Legouvé aus dem Jahr 1849. Geschickt verbinden sie dabei historische und biografische Fakten mit erfundenen Gerüchten. So zeigen sie – ähnlich wie Puccini in seiner zwei Jahre zuvor uraufgeführten *Tosca* – das Scheitern einer Schauspielerin, die ganz für ihre Kunst lebt und an einer Realität voller politischer und amouröser Intrigen scheitert. Cileas melodiöse und atmosphärische Musik stattet dieses Liebes- und Eifersuchtsdrama mit großer Klangraffinesse und der nötigen Emotionalität aus.

    Adriana Lecouvreur (Bühnen Halle)

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  • Museumsnacht: Kult(ur)

    05.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    Das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) präsentiert seine neu eingerichtete Dauerausstellung zur Kunst der Moderne sowie die aktuelle Sonderausstellung „Ideale. Moderne Kunst seit Winckelmanns Antike“

    „Kopieren in der Sonderausstellung“ mit Caterina Behrendt, Anmeldung erforderlich bis 03.05.2018 unter T: +49 0345 212 59-73 oder kunstvermittlung@kulturstiftung-st.de

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  • Museumsnacht: Kult(ur)

    05.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    Das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) präsentiert seine neu eingerichtete Dauerausstellung zur Kunst der Moderne sowie die aktuelle Sonderausstellung „Ideale. Moderne Kunst seit Winckelmanns Antike“

    hallesche Kultband „The Ants“

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  • Dauerausstellung - öffentliche Führung

    06.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    Griechische Mythen und Moderne

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  • Mein Staat als Freund und Geliebte

    06.05.2018, Oper

    Johannes Kreidler bringt in seinem neuen Musiktheaterwerk angesichts des weltweit erstarkenden Nationalismus eine Reflexion über Gemeinschaft, Massenbewegungen, Staatstheorien und Protest in eine Bühnenform. Er legt den Finger in die Wunde eines Begehrens nach Zusammenhalt, Zugehörigkeit und gesellschaftlichem Sinn.

    Der Protagonist dieses Werkes ist ein für die Oper gleichermaßen grundlegender wie vernachlässigter Charakter: der Chor. Traditionell steht er in der Oper für Gemeinschaftlichkeit und für das Erleben eines von verschiedenen Sänger-Körpern geteilten Klangs voller Kraft, Intensität und Überwältigungspotenzial. Der Chor erzählt und flankiert den Plot einer Operngeschichte, er ist die sinngebende Instanz und kommentiert das dramatische Geschehen. Darin ist er eine Schlüsselfigur, um die gegenseitige Durchdringung philosophischer, sozialer und realgeschichtlicher Diskurse mit der Ästhetik der Operngeschichte zu verstehen. Kreidlers Arbeit greift diese Chorfunktion auf und zeichnet ihre Entwicklung von der antiken Volksmasse hin zur heutigen Stellvertreterschaft eines organisierten Staatsapparats nach. Das Werk macht gegenwärtige Gemeinschaftskonzepte vom Patriotismus bis zur bürgerlichen Kleinfamilie als politische Instrumente bestimmter Interessen erfahrbar, in denen libidinöse Bindungen instrumentalisiert und orchestriert werden: Brüderlichkeit, Liebe zur Nation, Opfer für die Gemeinschaft. Dynamiken von Masse und Einzelnem, Revolte und Eingliederung werden seziert, ästhetisiert und somit wahrnehmbar gemacht, um sie in ihrem gegenwärtigen Gewaltpotenzial erfahrbar werden zu lassen.

    Der Komponist und Aktionskünstler Johannes Kreidler ist einer der meist diskutierten und polarisierendsten Figuren der Neuen Musik. Doch Musik allein gibt es für ihn nicht. Musik hat mit Technologie zu tun und mit der Politik der Technologie, mit Konsumverhalten und dem kulturellen und wirtschaftlichen Wert von Kunst. Politik und Alltag lassen sich für ihn nicht ausklammern, wenn er komponiert. Die Nöte, in denen man sich befindet, müssen in das Kunstwerk hinein geholt werden und das, was sonst subkutan passiert, soll deutlich hervortreten. Das Material für Kreidler ist die Welt, die uns umgibt, das Internet, unsere durchökonomisierte und -technologisierte Welt. Fallende Börsenkurven speist er in einen Kompositionscomputer für Kinder ein und heraus kommt wohl die beschwingteste und naivste Melodie zur Krise. Globalisierte Ausbeutung thematisiert er nicht über die Abbildung, sondern im Nachvollzug der Mechanismen: In der Auftragskomposition fremdarbeit agierte er als Komponisten-Unternehmer und reichte den Auftrag an in China und Indien lebende und deutlich billiger arbeitende Komponisten weiter: Das was alltäglich hingenommen wird, gewinnt provozierende Lesbarkeit.

    *Mein Staat als Freund und Geliebte* ist eine Auftragskomposition der Oper Halle, finanziert durch:

    opernhaus bei nacht (Thomas Ziegler)

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  • Vorlesungsreihe: Kulturelle Identität

    08.05.2018, Steintor-Campus

    Jörg Dierken (Theologie): (Un-)Vermeidbar? Zur Kritik von Fundamentalismus

    Viele sehen die Gesellschaft in einer Krise: Identitäten scheinen verloren zu gehen, Vielstimmigkeit wird vornehmlich als Dissonanz wahrgenommen und Konflikte scheinen die Gesellschaft nicht mehr voranzubringen, sondern zu zerbrechen. Eine Ringvorlesung, die im Sommersemester an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) stattfindet, greift unter dem Titel "Kulturelle Identität? Herausforderungen der Moderne" diese aktuelle Thematik auf. In zwölf Vorlesungen setzen sich Vertreter der Disziplinen der Philosophischen Fakultät II aus verschiedenen Perspektiven damit auseinander. Die Vorlesungsreihe startet am kommenden Dienstag, 10. April, auf dem Steintor-Campus.

    "Es gibt eine große gesellschaftliche Verunsicherung", sagt der Organisator der Reihe, Germanist Prof. Dr. Daniel Fulda. Es seien die Geistes- und Kulturwissenschaften, die gefordert seien. Sie böten hier großes Orientierungspotential. "Wir wollen damit auch klarmachen, dass ein Studium der Germanistik oder einer anderen Geisteswissenschaft eine Orientierung in der eigenen Gesellschaft und allgemein in der Welt bietet und dazu befähigt, Verunsicherungserfahrungen auszuhalten."

    Die Ringvorlesung findet als Kooperation der Philosophischen Fakultät II mit dem Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA) statt. In der Vorlesung werden Vertreter der verschiedenen Fächer ihre Methoden als Beitrag zur Analyse und zum Verstehen kultureller Identitätsproduktion vorstellen. Die Ringvorlesung ist eine Kooperation mit dem IZEA, da, so die Partner, es vor allem die von der Aufklärung ausgehenden Ordnungen der modernen Gesellschaft sind, die unter Beschuss geraten und eine wissenschaftliche Antwort darauf verlangen.

    Die Veranstaltungen sind auch offen für interessierte Bürgerinnen und Bürger.

    Bücher2 (BarnImages)

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  • Führung in einfacher Sprache

    08.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    Sonderausstellung

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  • Erwachsenenmalzirkel

    08.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    Erwachsenenmalzirkel

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  • Solistenkonzert der Staatskapelle Halle mit jungen Musikern der Latina August Hermann Francke und des Konservatoriums Halle

    08.05.2018, Konzerthalle Ulrichskirche

    Am Dienstag, 8. Mai 2018, laden der Förderverein Instrumentalausbildung des Musikzweiges der Latina e. V., das Konservatorium „Georg Friedrich Händel“ und die Staatskapelle Halle um 19.30 Uhr zum Solistenkonzert mit jungen Musikern der Latina August Hermann Francke und des Konservatoriums Halle in die Konzerthalle Ulrichskirche ein.
    Bereits Ende der 70er Jahre erhielten junge hallesche Musiktalente die besondere Gelegenheit, sich gemeinsam mit einem renommierten Profi-Orchester als Solisten zu präsentieren.
    Mittlerweile sind die Solistenkonzerte langjährige und einzigartige Tradition geworden und so steht die Staatskapelle Halle auch in diesem Jahr wieder musikalisch an der Seite von begabten
    Schülerinnen und Schülern der Latina August Hermann Francke und des Konservatoriums Georg Friedrich Händel. Es erklingen Werke von Johann Sebastian Bach, Václav Trojan, Michel Yost, Alfred Schnittke und Henryk Wieniawski, die barocke Spielfreude, packende Avantgarde wie klassisches Ebenmaß, glänzende Virtuosität und farbenreiche Unterhaltung versprechen.
    Solisten der Latina August Hermann Francke und des Konservatoriums Georg-Friedrich-Händel:
    Camillo Dobrovsky, Ada-Filine Zeh, Friedrich Günther, Karla Marie Schneider, Kaisla Tarkka, Leonore Szalai, Christoph Baumgarten, Reingard Marie Voß und Harald Clausing //
    Staatskapelle Halle // Christopher Sprenger, Dirigent

    Klassisches Konzert (Fotolia)

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  • Die Blechtrommel

    09.05.2018, Neues Theater

    Die Lebensgeschichte des Sonderlings Oskar Matzerath beginnt 1924 in Danzig. Er verweigert sich der Welt der Großen und beschließt im Alter von drei Jahren folgerichtig, nicht mehr zu wachsen. Zu dieser Zeit bekommt er von seiner Mutter eine Blechtrommel geschenkt, die zu seinem ständigen Begleiter wird. Als scheinbar ewiges Kind vermag er aus der Perspektive von unten über die verkommene Welt da oben zu berichten und ihren Rhythmus auf seiner Trommel zu konterkarieren.

    Günter Grass’ *Die Blechtrommel* erschien 1959 und gilt als einer der wichtigsten Romane der deutschen Nachkriegsliteratur. Er lässt sich als zugleich historischer Roman sowie Schelmen- und Entwicklungsroman lesen. Der Autor erhielt nicht zuletzt dieses furiosen Erstlings wegen den Nobelpreis für Literatur. Weltweit bekannt wurde die *Blechtrommel* vor allem durch die Verfilmung von Volker Schlöndorff, die sowohl als bester fremdsprachiger Film mit einem Oscar als auch mit der Goldene Palme in Cannes gewürdigt wurde. Grass schuf durch seine lebenspralle, von überbordender, fast barocker Fabulierlust gekennzeichnete Erzählweise ein Werk, das seit 2010 auch vermehrt den Weg auf deutsche Theaterbühnen gefunden hat.

    Regisseur Ronny Jakubaschk kehrt mit der Arbeit an der *Blechtrommel* als Regisseur an das neue theater zurück. Mit den erfolgreichen Jugendromanbearbeitungen von *Tschick* und *Djihad Paradise* ist er einem breiten Publikum in Halle bekannt geworden und Spezialist für strauchelnde Heranwachsende oder Nichtmehrwachsende.

    Neues Theater (Bühnen Halle)

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  • Inferno / Sacre

    09.05.2018, Oper

    Der neue Ballett-Doppelabend von Ralf Rossa mit Orchester verbindet zwei epochale und dunkle Erzählungen: *L‘Inferno* von Dante und *das Frühlingsopfer* von Igor Strawinsky.

    Für den ersten Teil des Abends – die Uraufführung des Auftragswerkes *Inferno* an der Oper Halle – komponiert der spanische Komponist Enric Palomar eine Ballettmusik, die Dantes qualvoller Wanderung durch die alptraumhaften Landschaften der neun Höllenkreise eine zeitgenössische Perspektive verleiht. Die Hölle des damals im Exil lebenden Dante ist nicht bloß Phantasmagorie menschlicher Abgründe, sondern ein von zahlreichen mythologischen und realgeschichtlichen Figuren bevölkertes Zerrbild. Aus Dantes Vorlage entwickelt Palomar eine bissige Parodie einer Zeit zwischen Glaube und Vernunft, Irrationalität und Aufklärung.

    Das Ballett *Le sacre du printemps* von Strawinsky wurde 1913 vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs für die legendären Ballets Russes von Sergei Djagilew komponiert und in einer stilbildenden wie verstörenden Choreographie des Jahrhunderttänzers Vaslav Nijinsky uraufgeführt. Seine klangliche wie rhythmische Struktur macht es zu einem Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts.

    Enric Palomars Werke entstanden u. a. für das Gran Teatre del Liceu, das Festival Internacional de Granada, das Teatre Romea Barcelona und das Ballet Nacional de España. An der Oper Halle wurde bereits seine Kammeroper *Juana* uraufgeführt.

    opernhaus bei nacht (Thomas Ziegler)

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  • Klippenspringer 4

    09.05.2018, Neues Theater

    Nachdem die Studenten unseres Studios jüngst in Nachtasyl von Maxim Gorki, ihrer Studioinszenierung, und anschließend in Szenen deutscher Klassiker nach den tiefen und wahrhaftigen Emotionen gesucht und den gnadenlosen Kampf ums Dasein in ihren Figuren gekämpft haben, geht es nun in leichtere Gefilde. Könnte man denken. Denn Komödie ist eben das Leichte, das so schwer zu machen ist. Und ohne dass die Figuren in Katastrophen schliddern, wird gar nichts komisch. Aber mächtig Spaß macht das, also: Fröhliches Stolpern, Verhaspeln, Ausrutschen und Zusammenstoßen!

    Neues Theater (Bühnen Halle)

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  • Sweeney Todd

    11.05.2018, Oper

    London 1848: Nach 15 Jahren kehrt Benjamin Barker unter dem Namen Sweeney Todd aus der Verbannung zurück. Er war einst rechtschaffender Barbier, glücklich verheiratet und Vater eines Kindes. Doch fiel er den üblen Machenschaften des Richters Turpin zum Opfer, der es auf seine Frau abgesehen hatte. Mit seinem alten Rasiermesser in den Händen fühlt sich Todd wieder komplett und beschließt mit einem düsteren Hintergedanken seinen Salon wieder zu eröffnen.

    Seine Frau hält der Barbier längst für tot, doch seine heranwachsende Tochter befindet sich immer noch unter den Fittichen Turpins, an dem er sich für all den erlittenen Schmerz rächen will. Bei der Ausführung seines Racheplans fällt er schnell in einen Blutrausch und durchschneidet nun die Kehlen aller Kunden, vom einfachen Kesselflicker bis zum hochrangigen Richter. Mrs. Lovett, die eine vom Konkurrenzdruck bedrohte Pastetenbäckerei unterhalb von Todds Laden führt, weiß wohin mit den Leichen. Fleisch ist teuer in Zeiten der Krise und so einigen sich beide auf eine makabre Zusammenarbeit.

    Mensch frisst Mensch heißt es im Text der grotesk überzeichneten Sozialsatire. Liebe endet in jeder Hinsicht in Schmerz und Schmerz in Rache. Gezeigt wird eine pervertierte Gesellschaft, die sich in ihrem erbarmungslosen Überlebenskampf selbst zerfleischt. Die Opfer sind gleichzeitig Täter, der Mensch wird zum Rohstoff industrieller Produktion, die konsumhungrige Masse springt darauf an.

    Stephen Sondheims Musical basiert auf dem gleichnamigen Schauspiel von Christopher G. Bond. Von Horrorfilmen inspiriert, wird es oft als »tiefschwarze Operette« bezeichnet, was sich auch in der schaurigen, mitreißenden und durchkomponierten Musik bemerkbar macht. Vielfältige Orchesterfarben, kirchenmusikalische Zitate und Sounds geben der komisch-brutalen Geschichte eine besondere Atmosphäre.

    Die Uraufführung 1979 am Broadway brachte neun gewonnene Tony Awards, die Oscar-prämierte Verfilmung von Tim Burton trug 2007 weiter zur Bekanntheit bei. In der Spielzeit 17/18 wird *Sweeney Todd* erstmalig an der Oper Halle gezeigt.

    Sweeney Todd  (Falk Wenzel, Bühnen Halle)

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  • Klippenspringer 4

    11.05.2018, Neues Theater

    Nachdem die Studenten unseres Studios jüngst in Nachtasyl von Maxim Gorki, ihrer Studioinszenierung, und anschließend in Szenen deutscher Klassiker nach den tiefen und wahrhaftigen Emotionen gesucht und den gnadenlosen Kampf ums Dasein in ihren Figuren gekämpft haben, geht es nun in leichtere Gefilde. Könnte man denken. Denn Komödie ist eben das Leichte, das so schwer zu machen ist. Und ohne dass die Figuren in Katastrophen schliddern, wird gar nichts komisch. Aber mächtig Spaß macht das, also: Fröhliches Stolpern, Verhaspeln, Ausrutschen und Zusammenstoßen!

    Neues Theater (Bühnen Halle)

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  • Kuratorenführung: Sonderausstellung

    12.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    mit Prof. Dr. Olaf Peters

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  • Mein Staat als Freund und Geliebte

    12.05.2018, Oper

    Johannes Kreidler bringt in seinem neuen Musiktheaterwerk angesichts des weltweit erstarkenden Nationalismus eine Reflexion über Gemeinschaft, Massenbewegungen, Staatstheorien und Protest in eine Bühnenform. Er legt den Finger in die Wunde eines Begehrens nach Zusammenhalt, Zugehörigkeit und gesellschaftlichem Sinn.

    Der Protagonist dieses Werkes ist ein für die Oper gleichermaßen grundlegender wie vernachlässigter Charakter: der Chor. Traditionell steht er in der Oper für Gemeinschaftlichkeit und für das Erleben eines von verschiedenen Sänger-Körpern geteilten Klangs voller Kraft, Intensität und Überwältigungspotenzial. Der Chor erzählt und flankiert den Plot einer Operngeschichte, er ist die sinngebende Instanz und kommentiert das dramatische Geschehen. Darin ist er eine Schlüsselfigur, um die gegenseitige Durchdringung philosophischer, sozialer und realgeschichtlicher Diskurse mit der Ästhetik der Operngeschichte zu verstehen. Kreidlers Arbeit greift diese Chorfunktion auf und zeichnet ihre Entwicklung von der antiken Volksmasse hin zur heutigen Stellvertreterschaft eines organisierten Staatsapparats nach. Das Werk macht gegenwärtige Gemeinschaftskonzepte vom Patriotismus bis zur bürgerlichen Kleinfamilie als politische Instrumente bestimmter Interessen erfahrbar, in denen libidinöse Bindungen instrumentalisiert und orchestriert werden: Brüderlichkeit, Liebe zur Nation, Opfer für die Gemeinschaft. Dynamiken von Masse und Einzelnem, Revolte und Eingliederung werden seziert, ästhetisiert und somit wahrnehmbar gemacht, um sie in ihrem gegenwärtigen Gewaltpotenzial erfahrbar werden zu lassen.

    Der Komponist und Aktionskünstler Johannes Kreidler ist einer der meist diskutierten und polarisierendsten Figuren der Neuen Musik. Doch Musik allein gibt es für ihn nicht. Musik hat mit Technologie zu tun und mit der Politik der Technologie, mit Konsumverhalten und dem kulturellen und wirtschaftlichen Wert von Kunst. Politik und Alltag lassen sich für ihn nicht ausklammern, wenn er komponiert. Die Nöte, in denen man sich befindet, müssen in das Kunstwerk hinein geholt werden und das, was sonst subkutan passiert, soll deutlich hervortreten. Das Material für Kreidler ist die Welt, die uns umgibt, das Internet, unsere durchökonomisierte und -technologisierte Welt. Fallende Börsenkurven speist er in einen Kompositionscomputer für Kinder ein und heraus kommt wohl die beschwingteste und naivste Melodie zur Krise. Globalisierte Ausbeutung thematisiert er nicht über die Abbildung, sondern im Nachvollzug der Mechanismen: In der Auftragskomposition fremdarbeit agierte er als Komponisten-Unternehmer und reichte den Auftrag an in China und Indien lebende und deutlich billiger arbeitende Komponisten weiter: Das was alltäglich hingenommen wird, gewinnt provozierende Lesbarkeit.

    *Mein Staat als Freund und Geliebte* ist eine Auftragskomposition der Oper Halle, finanziert durch:

    opernhaus bei nacht (Thomas Ziegler)

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  • Internationaler Museumstag

    13.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    14.00 „Sport in der Antike“- sportliche Wettspiele in Anlehnung an die antiken Spiele in Olympia im Burghof, Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei
    15.00 „Mythische Ursprünge des Sports, Olympia 1936 und die Gestaltung von Plastik im 3. Reich“, Führung in der Sonderausstellung, Kosten: Eintritt + 3 Euro

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  • Inferno / Sacre

    13.05.2018, Oper

    Der neue Ballett-Doppelabend von Ralf Rossa mit Orchester verbindet zwei epochale und dunkle Erzählungen: *L‘Inferno* von Dante und *das Frühlingsopfer* von Igor Strawinsky.

    Für den ersten Teil des Abends – die Uraufführung des Auftragswerkes *Inferno* an der Oper Halle – komponiert der spanische Komponist Enric Palomar eine Ballettmusik, die Dantes qualvoller Wanderung durch die alptraumhaften Landschaften der neun Höllenkreise eine zeitgenössische Perspektive verleiht. Die Hölle des damals im Exil lebenden Dante ist nicht bloß Phantasmagorie menschlicher Abgründe, sondern ein von zahlreichen mythologischen und realgeschichtlichen Figuren bevölkertes Zerrbild. Aus Dantes Vorlage entwickelt Palomar eine bissige Parodie einer Zeit zwischen Glaube und Vernunft, Irrationalität und Aufklärung.

    Das Ballett *Le sacre du printemps* von Strawinsky wurde 1913 vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs für die legendären Ballets Russes von Sergei Djagilew komponiert und in einer stilbildenden wie verstörenden Choreographie des Jahrhunderttänzers Vaslav Nijinsky uraufgeführt. Seine klangliche wie rhythmische Struktur macht es zu einem Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts.

    Enric Palomars Werke entstanden u. a. für das Gran Teatre del Liceu, das Festival Internacional de Granada, das Teatre Romea Barcelona und das Ballet Nacional de España. An der Oper Halle wurde bereits seine Kammeroper *Juana* uraufgeführt.

    opernhaus bei nacht (Thomas Ziegler)

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  • Vorlesungsreihe: Kulturelle Identität

    15.05.2018, Steintor-Campus

    Hans-Joachim Solms (Altgermanistik): Sprache und Nation

    Viele sehen die Gesellschaft in einer Krise: Identitäten scheinen verloren zu gehen, Vielstimmigkeit wird vornehmlich als Dissonanz wahrgenommen und Konflikte scheinen die Gesellschaft nicht mehr voranzubringen, sondern zu zerbrechen. Eine Ringvorlesung, die im Sommersemester an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) stattfindet, greift unter dem Titel "Kulturelle Identität? Herausforderungen der Moderne" diese aktuelle Thematik auf. In zwölf Vorlesungen setzen sich Vertreter der Disziplinen der Philosophischen Fakultät II aus verschiedenen Perspektiven damit auseinander. Die Vorlesungsreihe startet am kommenden Dienstag, 10. April, auf dem Steintor-Campus.

    "Es gibt eine große gesellschaftliche Verunsicherung", sagt der Organisator der Reihe, Germanist Prof. Dr. Daniel Fulda. Es seien die Geistes- und Kulturwissenschaften, die gefordert seien. Sie böten hier großes Orientierungspotential. "Wir wollen damit auch klarmachen, dass ein Studium der Germanistik oder einer anderen Geisteswissenschaft eine Orientierung in der eigenen Gesellschaft und allgemein in der Welt bietet und dazu befähigt, Verunsicherungserfahrungen auszuhalten."

    Die Ringvorlesung findet als Kooperation der Philosophischen Fakultät II mit dem Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA) statt. In der Vorlesung werden Vertreter der verschiedenen Fächer ihre Methoden als Beitrag zur Analyse und zum Verstehen kultureller Identitätsproduktion vorstellen. Die Ringvorlesung ist eine Kooperation mit dem IZEA, da, so die Partner, es vor allem die von der Aufklärung ausgehenden Ordnungen der modernen Gesellschaft sind, die unter Beschuss geraten und eine wissenschaftliche Antwort darauf verlangen.

    Die Veranstaltungen sind auch offen für interessierte Bürgerinnen und Bürger.

    Bücher2 (BarnImages)

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  • Wolfgang Behringer: Kleine Eiszeit – Als Europa gefror

    15.05.2018, Landesmuseum für Vorgeschichte

    In kaum einer anderen Region öffnen großflächige Bodeneingriffe so viele Fenster in die Vergangenheit wie in Mitteldeutschland. Der große Fossilienschatz gleicht einem erdgeschichtlichen Bilderbuch und eröffnet uns die Möglichkeit, einstige Lebensräume und ihre Bewohner zu rekonstruieren. Ganz deutlich wird hierbei: über Jahrmillionen hinweg waren die unterschiedlichen Lebewesen variierenden Umweltbedingungen ausgesetzt, beeinflusst durch eine stetige Veränderung des Klimas. Dabei führten etliche natürliche Prozesse und Konstellationen zu Klimaschwankungen ganz unterschiedlicher Intensität – in Mitteldeutschland verursachten sie warme subtropische Verhältnisse bis hin zu kalten arktischen Bedingungen.

    Welche Ursachen liegen solch extremen Klimaschwankungen zugrunde? Und mit welchen Strategien reagierten die Lebewesen darauf? Ist der stetige Klimawechsel gar die treibende Kraft der Evolution und damit Grundlage unserer Existenz?

    Um derartige Fragen zu beantworten, fokussiert die Ausstellung die Entwicklung der Säugetiere seit Beginn ihres Aufstiegs vor 65 Millionen Jahren. Während dieses langen Zeitraums war das Klima zumeist deutlich wärmer als heute und begünstigte damit die Entfaltung einer immensen Artenvielfalt. Die Evolution sorgte für einen permanenten Wandel in Fauna und Flora: Arten starben aus, andere passten sich an, neue entstanden. In den kühleren Zeitabschnitten und insbesondere mit dem Beginn des Eiszeitalters schwand dann die vormalige Vielfalt – was nun aber einigen Lebewesen die Chance zur besonderen Entfaltung bot und unsere heutige Tier- und Pflanzenwelt hervorbrachte. So ging aus der vielschichtigen Entwicklung der Primaten schließlich auch der heutige Mensch hervor. Seine Evolution lässt sich von den frühen Lemuren vor über 40 Millionen Jahren über die Hominiden bis zur Entstehung der ersten Menschenarten nachvollziehen.

    Zu Beginn noch hilflos gegen große Raubtiere wie Riesenhyäne oder Säbelzahnkatze, ist es der Mensch, der schließlich vom Gejagten zum Jäger wird. Als erstes Lebewesen verlässt er den Pfad der rein biologischen Evolution, indem er durch Feuernutzung, Behausungen, Werkzeugherstellung und funktionelle Bekleidung begann, die Umwelt aktiv nach seinen Bedürfnissen zu gestalten - die Kultur nahm ihren Lauf. Mit Erfindergeist und Kreativität bewältigte der Mensch so bisher alle Klimaveränderungen.

    Aufgrund der Zunahme extremer Wetterereignisse kam in den letzten Jahrzehnten schließlich die Frage auf, in welchem Umfang auch der Mensch in die Klimaentwicklung eingreift mit all seinen regionalen und globalen Auswirkungen. Aus der Kenntnis der Vergangenheit endet die Ausstellung mit zwei hypothetischen Szenarien der Zukunft: Was würde es für uns bedeuten, wenn die Erwärmung andauert, was, wenn die nächste Kaltphase hereinbricht?

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  • 1. Händels Schätze - Musik im Dialog

    16.05.2018, Händel-Haus

    Unter dem Titel „Die Harfe – ein Musikinstrument für Salon und Straße“ musizieren am Mittwoch, den 16. Mai um 19.30 Uhr Andreas Wehrenfennig, Harfe und Petra Hiltawsky-Klein, Horn und bringen Werke von Bach, Petrini und Nadermann sowie Volksmusik der damaligen Zeit zu Gehör. Als besonderes Exponat der Stiftung Händel-Haus stellt Christiane Barth (Museumsleiterin, Stiftung Händel-Haus) eine Hakenharfe von Joseph Schweiger aus dem 18. Jahrhundert und eine Pedalharfe von Henri Nadermann, Nr. 496, Paris Anfang 19. Jahrhundert vor.

    Violine - Klassisches Konzert (Fotolia)

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  • Bar jeder Kunst

    17.05.2018, Neues Theater

    Zwischen Tresen und minimaler Auftrittsfläche präsentieren DarstellerInnen des neuen theaters alle zwei Monate die aktuellste Literatur, die unmittelbarsten Phänomene aus Kunst und Politik, aber auch klassische und mediale Formate.
    In Ausgabe #6 „Die Präsidentinnen“ erobern die StudentInnen des Schauspielstudios des neuen theaters die Bühne: Edda Maria Wiersch (als Erna), Noëmi Krausz (als Grete) und Amelie Kriss-Heinrich (als Mariedl) setzen sich in einer szenischen Lesung mit Werner Schwabs Roman „Die Präsidentinnen“ auseinander. Am Klavier begleitet sie Paul Sies.
    Zum Inhalt: Die drei Frauen Erna, Grete und Mariedl treffen sich bei Erna, wie so oft, und sprechen, wie so oft, über ihr Leben. Darüber, was sie alles zu erleiden hatten. Über die Kinder, die nicht erwachsen werden oder nicht mehr mit der eigenen Mutter sprechen, über die ehemaligen Ehemänner, die entweder verstorben oder einfach gegangen sind. Oder sie sprechen über die Arbeit als Kloputzfrau. Das erste „Fäkaliendrama“ von Werner Schwab zeichnet drei aggressive Frauenfiguren, die sich trotz ihrer gesellschaftlichen Randstellung mit ihrer Sprache in der Welt behaupten.

    Noëmi Krausz (Ortrun Bauer)

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  • Tosca

    18.05.2018, Oper

    Eine Bombendrohung soll die *Tosca*-Uraufführung am 14. Januar 1900 in Rom begleitet haben – nicht unrealistisch, bedenkt man, dass der italienische König Umberto I. nur wenige Monate später ermordet wird. Es sind unruhige Zeiten: Praktisch beherrscht eine Militärregierung Italien, und immerhin handelt Puccinis Oper nach dem Schauspiel von Victorien Sardou ja vom republikanischen Widerstand gegen den römischen Polizeistaat hundert Jahre früher. Tatsächlich ist das Teatro Costanzi völlig ausverkauft und der Tumult der nachdrängenden Menge (keine Bombe!) sorgt dafür, dass die Oper noch einmal von vorne begonnen werden muss. Die Fortissimo-Akkorde, die ganz am Anfang das Motiv des bösen Polizeichefs Scarpia markieren, erklingen also bei der Uraufführung gleich zwei Mal – offenbar jedoch kein böses Omen, denn *Tosca* wird bejubelt und gilt schon bald als »die« Primadonnenoper. Und Giacomo Puccini wird mit gerade mal 41 Jahren zu Italiens zweitberühmtestem lebenden Komponisten neben Giuseppe Verdi.

    Tatsächlich lässt Puccini nirgendwo sonst Kunst und Politik so effektvoll aufeinander prallen wie in seiner *Tosca*-Musik, die allein schon alles erzählt: Gewalt, Begehren, Heldenhaftigkeit, Hoffnung und Sehnsucht. Im Zentrum steht die Diva, die den Polizeichef ermordet und in einer theaterreifen Schein-Hinrichtung den Geliebten zu retten vermeint, doch dabei selbst betrogen wird. Aber auch diese Opernheldin muss ihr Leben lassen – auf dass wir mit ihr fühlen, mit ihr leiden können, wissend allerdings, dass alles doch nur Fiktion ist. So viel Illusion in der Illusion ist selten – ein Leben für die Kunst: »Vissi d’arte«. Und doch führt *Tosca* auf der Opernbühne in Halle zur Offenbarung ganz authentischer Realität: La Tosca singt für uns – Romelia Lichtenstein ist Tosca! Kunst ist Wirklichkeit ist Kunst.

    opernhaus bei nacht (Thomas Ziegler)

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  • Geschichte(n) rund um FrauenZimmer

    19.05.2018, Tourist-Information im Marktschlößchen

    Imposante FrauenZimmer aus unterschiedlichen Zeitepochen plaudern über ihr Halle vergangener Zeiten

    FrauenZimmer (seidenmatt - visuelle kommunikation / Stadtmarketing Halle (Saale) GmbH)

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  • öffentliche Führung

    19.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    Sonderausstellung

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  • Die Dreigroschenoper

    19.05.2018, Oper

    Das neue theater und die Oper Halle wollen in der neuen Spielzeit an den Erfolg der letzten Zusammenarbeit in der Opernraumbühne anknüpfen und wieder gemeinsame Sache machen: Nach Elfriede Jelineks *Wut* soll nun eines der beliebtesten Theaterstücke des 20. Jahrhunderts das Publikum begeistern. Unter der musikalischen Leitung von Christopher Sprenger, dem ersten Kapellmeister der Staatskapelle, und in der Regie der nt-Chefdramaturgin Henriette Hörnigk werden Sänger der Oper und Schauspieler des neuen theaters dafür sorgen, dass die berühmten Songs der *Dreigroschenoper* wieder in die Welt geschmettert werden. So kann allen noch einmal bewusst werden, wovon der Mensch lebt, wenn der Haifisch mit seinen Zähnen den Mond über Soho sieht, während das Schiff mit acht Segeln entschwindet und die Soldaten wohnen auf den Kanonen in dem Bordell.

    Das 1928 zum ersten Mal aufgeführte Brecht-Weillsche Bühnenuniversum mit all seinen Bettlern, Gaunern, Huren und Ehrenmännern im liebesgeschichtlich aufgeladenen und schließlich doch grandios geschlichteten Konflikt wird sich wieder entfalten in nach wie vor knackigen Spielszenen, mit nach wie vor aktuellen Texten und schmissiger Musik. Denn die Verhältnisse, die sind doch so!

    Dreigroschenoper, Annemarie Brüntjen (Falk Wenzel, Bühnen Halle)

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  • Da steht eine Burg überm Tale

    20.05.2018, Burg Giebichenstein

    „Da steht eine Burg überm Tale“ – Das Dichterparadies der Frühromantik, Sonntagsführung rund um den Giebichenstein

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  • Dauerausstellung - öffentliche Führung

    20.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    Ägypten und die Moderne

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  • Camposanto - Die Geheimnisse des Stadtgottesackers

    20.05.2018, Stadtgottesacker

    Tauchen Sie ein in die Geschichte des über 500 Jahre alten Renaissance-Friedhofs und erfahren Sie, welche berühmten Hallenser hier ihre letzte Ruhe gefunden haben.

    Stadtgottesacker (seidenmatt - visuelle kommunikation / Stadtmarketing Halle (Saale) GmbH)

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  • öffentliche Führung

    20.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    Studiensammlung: Die kunsthandwerkliche Sammlung der Moritzburg, max. 10 Teilnehmer, Anmeldung erforderlich an der Museumskasse oder unter T: +49 345 212 59-1

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  • Vorlesungsreihe: Kulturelle Identität

    22.05.2018, Steintor-Campus

    Hans-Joachim von Gottberg (Medienwissenschaft): Die Rolle der Medien bei der Konstruktion von Wertvorstellungen und Identität

    Viele sehen die Gesellschaft in einer Krise: Identitäten scheinen verloren zu gehen, Vielstimmigkeit wird vornehmlich als Dissonanz wahrgenommen und Konflikte scheinen die Gesellschaft nicht mehr voranzubringen, sondern zu zerbrechen. Eine Ringvorlesung, die im Sommersemester an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) stattfindet, greift unter dem Titel "Kulturelle Identität? Herausforderungen der Moderne" diese aktuelle Thematik auf. In zwölf Vorlesungen setzen sich Vertreter der Disziplinen der Philosophischen Fakultät II aus verschiedenen Perspektiven damit auseinander. Die Vorlesungsreihe startet am kommenden Dienstag, 10. April, auf dem Steintor-Campus.

    "Es gibt eine große gesellschaftliche Verunsicherung", sagt der Organisator der Reihe, Germanist Prof. Dr. Daniel Fulda. Es seien die Geistes- und Kulturwissenschaften, die gefordert seien. Sie böten hier großes Orientierungspotential. "Wir wollen damit auch klarmachen, dass ein Studium der Germanistik oder einer anderen Geisteswissenschaft eine Orientierung in der eigenen Gesellschaft und allgemein in der Welt bietet und dazu befähigt, Verunsicherungserfahrungen auszuhalten."

    Die Ringvorlesung findet als Kooperation der Philosophischen Fakultät II mit dem Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA) statt. In der Vorlesung werden Vertreter der verschiedenen Fächer ihre Methoden als Beitrag zur Analyse und zum Verstehen kultureller Identitätsproduktion vorstellen. Die Ringvorlesung ist eine Kooperation mit dem IZEA, da, so die Partner, es vor allem die von der Aufklärung ausgehenden Ordnungen der modernen Gesellschaft sind, die unter Beschuss geraten und eine wissenschaftliche Antwort darauf verlangen.

    Die Veranstaltungen sind auch offen für interessierte Bürgerinnen und Bürger.

    Bücher2 (BarnImages)

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  • Nicht nur für Senioren

    22.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    Wiederentdeckt. Ausgewählte Kunstwerke in der aktuellen Präsentation „Wege zur Burg der Moderne“

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  • Die verbotenen Klänge

    22.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    „Die verbotenen Klänge“, Lesung und Moderation: Prof. Jochen Köhler (MLU), Musik: Fidan Aghayeva-Edler (Klavier

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  • Buchpräsentation

    22.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    Textiler Herbst

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  • Erwachsenenmalzirkel

    22.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    Erwachsenenmalzirkel

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  • Die Nachtigall des Zaren

    24.05.2018, Oper

    *Die Nachtigall des Zaren* erzählt die faszinierende Lebensgeschichte des Star-Kastraten Filippo Balatri, basierend auf dessen berührend-persönlicher und bissig-spöttischer
    Autobiographie. Der Sänger reiste quer durch Europa und erzählt in diesem Roadmovie des Barock über den höfischen Alltag, die europäische Kunstszene und die Strapazen des Reisens im 17. und 18. Jahrhundert zwischen Pisa und Moskau, Paris und Düsseldorf, München, Wien und der kalmückischen Steppe. In London begegnete er einem berühmten Hallenser Komponisten, den er als „Giorgio Endel“ bezeichnet.

    Die Autorin Christine Wunnicke hat in dem Buch „Die Nachtigall des Zaren“ auf Grundlage der umfangreichen überlieferten Originalschriften Filippo Balatris seinen Lebensweg detailgetreu und anekdotenreich rekonstruiert und dabei auch dessen Originaltexten viel Raum gelassen: „Während vielen die Beschaffenheit ihres Kehlkopfes oder eine von Natur aus zu wenig süße Stimme verbietet, eine Nachtigall zu imitieren, war es mir ein Leichtes, die wehmütigen Tonfolgen nachzuahmen, die dieses Tierchen zu singen pflegt Ich hatte ja in London eine Nachtigall in meinem Zimmer, und ich verliebte mich dort so in ihren Gesang, dass ich, zunächst nur zum Spaß, ihre Strophen zu studieren begann, bis ich sie dann eines Tages wirklich nachsingen konnte.“

    In der inszenierten Lesung wird der faszinierende Kastrat durch den Schauspieler Robert Joseph Bartl und den Countertenor Leandro Marziotte zum Leben erweckt.
    Begleitet von Musikern des Händelfestspielorchesters Halle auf historischen Instrumenten werden Arien von Georg Friedrich Händel und anderen Komponisten der Barockzeit dargeboten, die auch aus Balatris Repertoire stammen könnten.

    Robert Joseph Bartl war u. a. langjähriges Ensemblemitglied am Münchner Residenztheater und ist regelmäßig im Münchner Tatort als Pathologe Dr. Steinbrecher zu sehen. Leandro Marziotte gewann 2014 beim Internationalen
    Händel-Wettbewerb den ersten Preis als Countertenor.

    opernhaus bei nacht (Thomas Ziegler)

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  • War Händel auf dem Giebichenstein?

    26.05.2018, Burg Giebichenstein

    Sonderführung im Rahmen der Händelfestspiele 2018, Exkursion und Führung auf den Giebichenstein

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  • öffentliche Führung

    26.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    Sonderausstellung

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  • Dauerausstellung - öffentliche Führung

    26.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    Special Händelfestspiele: „Ägyptische Spurensuche“, Führung in deutscher Sprache (26.5.) und englischer Sprache (31.5.)

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  • Floh im Ohr

    26.05.2018, Neues Theater

    Madame Sophie Chandebise erhält ein Päckchen. Der Inhalt: Die Hosenträger ihres Mannes Victor. Absender: Das Hotel »Zum galanten Kätzchen«. So entsteht der Floh in Sophies Ohr und springt von da aus munter in andere Gehörgänge über: Ihr Ehemann muss eine Geliebte haben. Die misstrauische Sophie bittet daraufhin ihre Freundin Lucienne, einen Liebesbrief zu schreiben. Mit diesem lockt sie – als eine »unbekannte Verehrerin« – den angeblich untreuen Ehemann zu einem Rendezvous in besagtes Hotel. Der unschuldige Victor glaubt an eine Verwechslung und schickt seinen Freund Tournel in das zwielichtige Etablissement. Dieser trifft dort aber nicht nur Sophie und deren Freundin, sondern macht auch noch Bekanntschaft mit einem eifersüchtigen Ehemann, einem wildgewordenen Engländer und dem betrunkenen Hoteldiener, der Victor zum Verwechseln ähnlich sieht. Und so finden sich plötzlich alle Bewohner des Hauses Chandebise hier ein, ohne die anderen treffen zu wollen.

    Feydeaus Komödie nimmt frivol und temporeich die Doppelmoral und Dekadenz des neuen Bürgertums aufs Korn. Die besondere Wirkung entsteht dabei durch den ausgefeilten Wortwitz und eine turbulente Abfolge überraschender Handlungssequenzen.

    Neues Theater (Bühnen Halle)

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  • Mein Staat als Freund und Geliebte

    26.05.2018, Oper

    Johannes Kreidler bringt in seinem neuen Musiktheaterwerk angesichts des weltweit erstarkenden Nationalismus eine Reflexion über Gemeinschaft, Massenbewegungen, Staatstheorien und Protest in eine Bühnenform. Er legt den Finger in die Wunde eines Begehrens nach Zusammenhalt, Zugehörigkeit und gesellschaftlichem Sinn.

    Der Protagonist dieses Werkes ist ein für die Oper gleichermaßen grundlegender wie vernachlässigter Charakter: der Chor. Traditionell steht er in der Oper für Gemeinschaftlichkeit und für das Erleben eines von verschiedenen Sänger-Körpern geteilten Klangs voller Kraft, Intensität und Überwältigungspotenzial. Der Chor erzählt und flankiert den Plot einer Operngeschichte, er ist die sinngebende Instanz und kommentiert das dramatische Geschehen. Darin ist er eine Schlüsselfigur, um die gegenseitige Durchdringung philosophischer, sozialer und realgeschichtlicher Diskurse mit der Ästhetik der Operngeschichte zu verstehen. Kreidlers Arbeit greift diese Chorfunktion auf und zeichnet ihre Entwicklung von der antiken Volksmasse hin zur heutigen Stellvertreterschaft eines organisierten Staatsapparats nach. Das Werk macht gegenwärtige Gemeinschaftskonzepte vom Patriotismus bis zur bürgerlichen Kleinfamilie als politische Instrumente bestimmter Interessen erfahrbar, in denen libidinöse Bindungen instrumentalisiert und orchestriert werden: Brüderlichkeit, Liebe zur Nation, Opfer für die Gemeinschaft. Dynamiken von Masse und Einzelnem, Revolte und Eingliederung werden seziert, ästhetisiert und somit wahrnehmbar gemacht, um sie in ihrem gegenwärtigen Gewaltpotenzial erfahrbar werden zu lassen.

    Der Komponist und Aktionskünstler Johannes Kreidler ist einer der meist diskutierten und polarisierendsten Figuren der Neuen Musik. Doch Musik allein gibt es für ihn nicht. Musik hat mit Technologie zu tun und mit der Politik der Technologie, mit Konsumverhalten und dem kulturellen und wirtschaftlichen Wert von Kunst. Politik und Alltag lassen sich für ihn nicht ausklammern, wenn er komponiert. Die Nöte, in denen man sich befindet, müssen in das Kunstwerk hinein geholt werden und das, was sonst subkutan passiert, soll deutlich hervortreten. Das Material für Kreidler ist die Welt, die uns umgibt, das Internet, unsere durchökonomisierte und -technologisierte Welt. Fallende Börsenkurven speist er in einen Kompositionscomputer für Kinder ein und heraus kommt wohl die beschwingteste und naivste Melodie zur Krise. Globalisierte Ausbeutung thematisiert er nicht über die Abbildung, sondern im Nachvollzug der Mechanismen: In der Auftragskomposition fremdarbeit agierte er als Komponisten-Unternehmer und reichte den Auftrag an in China und Indien lebende und deutlich billiger arbeitende Komponisten weiter: Das was alltäglich hingenommen wird, gewinnt provozierende Lesbarkeit.

    *Mein Staat als Freund und Geliebte* ist eine Auftragskomposition der Oper Halle, finanziert durch:

    opernhaus bei nacht (Thomas Ziegler)

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  • Dauerausstellung - öffentliche Führung

    27.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    Einfluss griechischer Plastik auf die Gestaltung der Plastik in der Moderne

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  • Museumspredigt

    27.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    Kooperation mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt, Werk: Uwe Pfeiffer „Zivilisationskopf“ (1980), Predigt: Ulrike Wolter-Victor (Pfarrerin), Musik: Almuth Schulz (Klavier)

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  • öffentliche Führung

    28.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    Special Händelfestspiele: „Europas Utopie – Chinoiserien. Eine Spurensuche im Kunsthandwerk, Führung in deutscher Sprache, Anmeldung erforderlich bis 25.05.2018 unter T.: +49 212 59-11

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  • Vorlesungsreihe: Kulturelle Identität

    29.05.2018, Steintor-Campus

    Gesellschaftliche Kulturkämpfe: Musikalischer Wettstreit und formalisierter Musikwettbewerb

    Viele sehen die Gesellschaft in einer Krise: Identitäten scheinen verloren zu gehen, Vielstimmigkeit wird vornehmlich als Dissonanz wahrgenommen und Konflikte scheinen die Gesellschaft nicht mehr voranzubringen, sondern zu zerbrechen. Eine Ringvorlesung, die im Sommersemester an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) stattfindet, greift unter dem Titel "Kulturelle Identität? Herausforderungen der Moderne" diese aktuelle Thematik auf. In zwölf Vorlesungen setzen sich Vertreter der Disziplinen der Philosophischen Fakultät II aus verschiedenen Perspektiven damit auseinander. Die Vorlesungsreihe startet am kommenden Dienstag, 10. April, auf dem Steintor-Campus.

    "Es gibt eine große gesellschaftliche Verunsicherung", sagt der Organisator der Reihe, Germanist Prof. Dr. Daniel Fulda. Es seien die Geistes- und Kulturwissenschaften, die gefordert seien. Sie böten hier großes Orientierungspotential. "Wir wollen damit auch klarmachen, dass ein Studium der Germanistik oder einer anderen Geisteswissenschaft eine Orientierung in der eigenen Gesellschaft und allgemein in der Welt bietet und dazu befähigt, Verunsicherungserfahrungen auszuhalten."

    Die Ringvorlesung findet als Kooperation der Philosophischen Fakultät II mit dem Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA) statt. In der Vorlesung werden Vertreter der verschiedenen Fächer ihre Methoden als Beitrag zur Analyse und zum Verstehen kultureller Identitätsproduktion vorstellen. Die Ringvorlesung ist eine Kooperation mit dem IZEA, da, so die Partner, es vor allem die von der Aufklärung ausgehenden Ordnungen der modernen Gesellschaft sind, die unter Beschuss geraten und eine wissenschaftliche Antwort darauf verlangen.

    Die Veranstaltungen sind auch offen für interessierte Bürgerinnen und Bürger.

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  • Führung für Menschen mit Demenz

    29.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    Wege zur Burg der Moderne – 1905. Die Reinhold-Steckner-Stiftung, Anmeldung erforderlich unter T: +49 345 212 59 48 oder kunstvermittlung@kulturstiftung-st.de

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  • Mein Staat als Freund und Geliebte

    30.05.2018, Oper

    Johannes Kreidler bringt in seinem neuen Musiktheaterwerk angesichts des weltweit erstarkenden Nationalismus eine Reflexion über Gemeinschaft, Massenbewegungen, Staatstheorien und Protest in eine Bühnenform. Er legt den Finger in die Wunde eines Begehrens nach Zusammenhalt, Zugehörigkeit und gesellschaftlichem Sinn.

    Der Protagonist dieses Werkes ist ein für die Oper gleichermaßen grundlegender wie vernachlässigter Charakter: der Chor. Traditionell steht er in der Oper für Gemeinschaftlichkeit und für das Erleben eines von verschiedenen Sänger-Körpern geteilten Klangs voller Kraft, Intensität und Überwältigungspotenzial. Der Chor erzählt und flankiert den Plot einer Operngeschichte, er ist die sinngebende Instanz und kommentiert das dramatische Geschehen. Darin ist er eine Schlüsselfigur, um die gegenseitige Durchdringung philosophischer, sozialer und realgeschichtlicher Diskurse mit der Ästhetik der Operngeschichte zu verstehen. Kreidlers Arbeit greift diese Chorfunktion auf und zeichnet ihre Entwicklung von der antiken Volksmasse hin zur heutigen Stellvertreterschaft eines organisierten Staatsapparats nach. Das Werk macht gegenwärtige Gemeinschaftskonzepte vom Patriotismus bis zur bürgerlichen Kleinfamilie als politische Instrumente bestimmter Interessen erfahrbar, in denen libidinöse Bindungen instrumentalisiert und orchestriert werden: Brüderlichkeit, Liebe zur Nation, Opfer für die Gemeinschaft. Dynamiken von Masse und Einzelnem, Revolte und Eingliederung werden seziert, ästhetisiert und somit wahrnehmbar gemacht, um sie in ihrem gegenwärtigen Gewaltpotenzial erfahrbar werden zu lassen.

    Der Komponist und Aktionskünstler Johannes Kreidler ist einer der meist diskutierten und polarisierendsten Figuren der Neuen Musik. Doch Musik allein gibt es für ihn nicht. Musik hat mit Technologie zu tun und mit der Politik der Technologie, mit Konsumverhalten und dem kulturellen und wirtschaftlichen Wert von Kunst. Politik und Alltag lassen sich für ihn nicht ausklammern, wenn er komponiert. Die Nöte, in denen man sich befindet, müssen in das Kunstwerk hinein geholt werden und das, was sonst subkutan passiert, soll deutlich hervortreten. Das Material für Kreidler ist die Welt, die uns umgibt, das Internet, unsere durchökonomisierte und -technologisierte Welt. Fallende Börsenkurven speist er in einen Kompositionscomputer für Kinder ein und heraus kommt wohl die beschwingteste und naivste Melodie zur Krise. Globalisierte Ausbeutung thematisiert er nicht über die Abbildung, sondern im Nachvollzug der Mechanismen: In der Auftragskomposition fremdarbeit agierte er als Komponisten-Unternehmer und reichte den Auftrag an in China und Indien lebende und deutlich billiger arbeitende Komponisten weiter: Das was alltäglich hingenommen wird, gewinnt provozierende Lesbarkeit.

    *Mein Staat als Freund und Geliebte* ist eine Auftragskomposition der Oper Halle, finanziert durch:

    opernhaus bei nacht (Thomas Ziegler)

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  • Dauerausstellung - öffentliche Führung

    31.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    Special Händelfestspiele: „Ägyptische Spurensuche“, Führung in deutscher Sprache (26.5.) und englischer Sprache (31.5.)

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  • Winckelmann und Mengs im Dialog

    31.05.2018, Kunstmuseum Moritzburg

    Anti-Winckelmann-Ästhetik von Füssli mit Prof. Werner Busch (Berlin)

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  • Francke und der König

    31.05.2018, Franckesche Stiftungen

    Am 12. April 1713 besuchte der preußische König Friedrich Wilhelm I. die Schulstadt August Hermann Franckes, um das Werk zu besichtigen, das so viel Aufsehen in seinem Land erregte und weit über dessen Grenzen hinaus berühmt war. Es war der Antrittsbesuch des neuen Kurfürsten und Königs in Halle. Für August Hermann Francke war er von größter Brisanz. Dank eines handschriftlichen Manuskripts aus dem Archiv der Franckeschen Stiftungen wissen wir heute genau, welchen Weg die Führung nahm und worüber Francke und der König sprachen. Als Theaterführung durch das Historische Waisenhaus wird dieses Treffen von Matthias Brenner (Regie und Chronist), Hilmar Eichhorn (König) und David Kramer (Francke) in Szene gesetzt.

    Matthias Brenner (Fabian Schellhorn)

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