2018

Januar | Februar | März | April | Mai | Juni | Juli | August | September | Oktober | November

Termine vom 01.12.2017 bis 31.12.2017

  • Gold!

    01.12.2017, Oper

    Rauschende Meereswogen, sprudelnde Gischt: Der verarmte Fischerssohn Jacob findet am Strand einen buntschillernden Fisch. Zum Dank für seine Rettung verspricht der Fisch, dem Jungen seine Wünsche zu erfüllen. Was mit ein paar Schuhen beginnt, findet bald kein Ende mehr: Kleidung, Festmahl, Haus, Schloss, Dienstboten, die ganze Welt fordern Jacob und seine Eltern von dem Fisch, der unter der Last der Wünsche immer kleiner und magerer wird. Die Kinderoper, basierend auf dem Märchen *Vom Fischer und seiner Frau*, ist eine sozialkritische und philosophische Erzählung über die
    Sehnsucht nach dem »Mehr«.

    Gold (Anna Kolata)

    mehr …

  • Voraufführung: Überall & Nirgends

    01.12.2017, Puppentheater

    Was sich reimt, gerät in eine Ordnung. In Versen tritt zur Wirklichkeit auf jeden Fall das Maß der Kunst. Und sie erleichtert das Leben mit schönen Mustern und Liedern. In den vielen Gedichten von »Überall und Nirgends« begegnen uns die unterschiedlichsten Toten: eine Oma, ein Schiffsjunge, eine Mutter, eine Katze, ein Hund, ein Mitschüler, ein ungeborenes Kind, ein unangenehmer Ehemann ... Und damit begegnet uns: der Tod. Darf man darüber für Kinder eine Inszenierung anbieten? Sind Kinder, die reif sind, Fragen zu stellen, reif für die Antworten? Und für unsere Ratlosigkeit? Behutsam erlernen wir den Abschied. Die Spannweite reicht von tieftraurigen Abschiedsgedichten über Grabinschriften bis hin zu Gedichten über Begräbnisrituale. Ein Kaleidoskop, eine lose aufgefädelte Kette über die verschiedenen Arten und Bräuche des Trauerns in verschiedenen Kulturen. Humor und Trost führen uns immer wieder zurück ins Leben!

    Die Regisseurin Ania Michaelis inszenierte am Puppentheater Halle mit großem Erfolg unter anderem "Geschichten aus tausendundeiner Nacht" und "Schöne Reise – Theater für die Allerkleinsten" für Kinder ab 2 Jahre.

    Überall & Nirgens (Anna Kolata)

    mehr …

  • Die Nachtigall des Zaren

    01.12.2017, Oper

    *Die Nachtigall des Zaren* erzählt die faszinierende Lebensgeschichte des Star-Kastraten Filippo Balatri, basierend auf dessen berührend-persönlicher und bissig-spöttischer
    Autobiographie. Der Sänger reiste quer durch Europa und erzählt in diesem Roadmovie des Barock über den höfischen Alltag, die europäische Kunstszene und die Strapazen des Reisens im 17. und 18. Jahrhundert zwischen Pisa und Moskau, Paris und Düsseldorf, München, Wien und der kalmückischen Steppe. In London begegnete er einem berühmten Hallenser Komponisten, den er als „Giorgio Endel“ bezeichnet.

    Die Autorin Christine Wunnicke hat in dem Buch „Die Nachtigall des Zaren“ auf Grundlage der umfangreichen überlieferten Originalschriften Filippo Balatris seinen Lebensweg detailgetreu und anekdotenreich rekonstruiert und dabei auch dessen Originaltexten viel Raum gelassen: „Während vielen die Beschaffenheit ihres Kehlkopfes oder eine von Natur aus zu wenig süße Stimme verbietet, eine Nachtigall zu imitieren, war es mir ein Leichtes, die wehmütigen Tonfolgen nachzuahmen, die dieses Tierchen zu singen pflegt Ich hatte ja in London eine Nachtigall in meinem Zimmer, und ich verliebte mich dort so in ihren Gesang, dass ich, zunächst nur zum Spaß, ihre Strophen zu studieren begann, bis ich sie dann eines Tages wirklich nachsingen konnte.“

    In der inszenierten Lesung wird der faszinierende Kastrat durch den Schauspieler Robert Joseph Bartl und den Countertenor Leandro Marziotte zum Leben erweckt.
    Begleitet von Musikern des Händelfestspielorchesters Halle auf historischen Instrumenten werden Arien von Georg Friedrich Händel und anderen Komponisten der Barockzeit dargeboten, die auch aus Balatris Repertoire stammen könnten.

    Robert Joseph Bartl war u. a. langjähriges Ensemblemitglied am Münchner Residenztheater und ist regelmäßig im Münchner Tatort als Pathologe Dr. Steinbrecher zu sehen. Leandro Marziotte gewann 2014 beim Internationalen
    Händel-Wettbewerb den ersten Preis als Countertenor.

    opernhaus bei nacht (Thomas Ziegler)

    mehr …

  • Ziemlich beste Freunde

    01.12.2017, Neues Theater

    Philippe, ein reicher, querschnittsgelähmter Unternehmer, fristet sein Dasein im Stillstand des Alltags da er bei allem auf Hilfe angewiesen ist. Schließlich muss sich der arbeitslose und aus der Vorstadt stammende Driss bei ihm als Pfleger bewerben und Philippe stellt den Mann, dem jegliche Kompetenz fehlt, kurzerhand ein. Dieser vermeintliche Mangel stellt sich dabei als Vorteil heraus: Driss‘ unkonventioneller Umgang mit dem Gelähmten bringt nicht nur Schwung in die Räder des Rollstuhles, sondern auch in das brachliegende Liebesleben des einsamen Witwers. Und schon wird Philippe nicht mehr im ungemütlichen Kastenwagen samt Rollstuhlaufkleber durch Paris gefahren, sondern sitzt festgeschnallt im eigenen Maserati auf dem Beifahrersitz neben Driss und kann das Leben im Rausch der Geschwindigkeit wieder spüren.
    Mit *Ziemlich beste Freunde* kommt einer der erfolgreichsten französischen Filme der letzten Jahre nach Halle und erobert die Bühnen der Kulturinsel. Diese berührende Geschichte über die Kraft der Freundschaft und die Magie der Liebe ist ein Lobgesang auf das Leben.

    Ziemlich beste Freunde (Anna Kolata)

    mehr …

  • Hamlet, Prinz von Dänemark

    01.12.2017, Puppentheater

    *»Sterben – schlafen – Schlafen! Vielleicht auch träumen!
    Ja, da liegts: Was in dem Schlaf für Träume kommen mögen, Wenn wir die irdische Verstrickung lösten, Das zwingt uns stillzustehn.«*

    Er ist die Sphinx der dramatischen Weltliteratur. Ein Vexierbild. Ein Chamäleon. Wofür steht er? Ist Hamlet ein überforderter Intellektueller, unfähig zum Handeln? Oder doch im Gegenteil ein undurchschaubarer, durchtrieben planender Rächer? Schauen wir einem Melancholiker beim Grübeln zu? Oder einem Neurotiker, der leider verklemmt ist? Ist Hamlet der erste Existentialist, der im Lebensekel feststeckt? Oder ein Terrorist gegen die Verlogenheit des Establishments? Ein Mutterhasser? Oder ein überdrüssiger femininer Träumer, aufgerieben im Ränkespiel männlicher Gewalt? Der Unberechenbare! Unnahbare! Andere! Das Mysterium von Helsingör! Sämtliche Figuren im Stück mühen sich herauszufinden, wer er ist! Und auch Hamlet selber sucht nach sicheren Beweisen für die Wahrheit der Wirklichkeit. Ist Claudius der Mörder seines Vaters? Darf man – ja: muss man nicht zögern, so lang man die Wahrheit nicht weiß?

    Das fragen sich Literaten, Regisseure, Kritiker, Schauspieler, seit der dänische Königssohn die Bühne betreten hat. Shakespeare gilt seit der Schlegel-Tieck-Übersetzung als der dritte deutsche Klassiker – und Hamlet als Sinnbild des abendländischen Deutschen!

    ### STUDY LOUNGE am 16. November 2017

    Für Studenten beginnt der Abend um 19.30 Uhr mit einer Einführung in Shakespeares umfangreichstes Theaterstück und den kurzweiligen Zugriff des Puppentheaters. 20 Uhr folgt die Inszenierung. Im Anschluss Künstlergespräche und Chillen bei süffigen Getränken und flüssiger Musik im »7 Gramm« auf der anderen Straßenseite. Kult!

    Hamlet, Prinz von Dänemark (Falk Wenzel)

    mehr …

  • Geächtet

    01.12.2017, Neues Theater

    Upperclass, Upper East Side und Loftkultur. Teil dieser Welt ist Amir Kapoor, Sohn pakistanischer Einwanderer, der in einer renommierten jüdischen Anwaltskanzlei arbeitet. Er ist das, was man ein geglücktes Integrationsbeispiel nennt. Amirs Frau Emily ist protestantische Amerikanerin und steht als Künstlerin ihrerseits vor dem Durchbruch. Um diesen zu begünstigen, hat das Paar den einflussreichen Galeristen jüdischer Herkunft Isaac eingeladen. Zusammen mit dessen afroamerikanischer Frau Jory parlieren sich die vier zunächst durch Fragen der Kunst- und Religionsgeschichte. Zwischen Aufklärung und Vorurteil, Anpassung und Selbstleugnung beginnen die mühsam konstruierten Biografien jedoch zu bröckeln. Die Bekenntnisse zu privatem und politischem Konsens, auf denen der Erfolg aller Beteiligten fußt, offenbaren sich als Lippenbekenntnisse, hinter denen sich Selbst- und Fremdenhass jäh entladen werden.

    »Ayad Akhtar schreibt im Stil von Woody Allen, interessiert sich für Minderheiten in der High Society Amerikas und schafft es, verstrickte Situationen mit witzigen Dialogen, hohem Rhythmus und gut geschriebenen Szenen zu verknüpfen. In 90 Minuten schildert er ein heikles und hoch brisantes Thema und zeigt uns eines der kollateralen Opfer des Terrorismus: ein Mensch muslimischer Herkunft, der vor allem als westlicher Bürger akzeptiert werden möchte, aber nur auf Missverständnisse stößt.« So die französische Regisseurin Sandrine Hutinet, die erstmals in Halle arbeiten wird.
    Das Stück wurde 2013 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet.

    Geächtet (Anna Kolata)

    mehr …

  • Club der Enttäuschten

    01.12.2017, Neues Theater

    »Ich bin so fertig, Leute! Ich muss erst mal puh / diese Stühle! Diese Stühle hier! Erst mal rauchen. Das hat mich jetzt vielleicht, puh / fertig gemacht, also wirklich, Leute /
    so fertig war ich schon lange nicht mehr wie heute.«

    **Das Büro als Lebensform**
    Ein gut geölter Bürobetrieb offenbart bei romantischer Betrachtung ein Ballett der modernen Arbeit: das Rollen der Bürostühle, das Wippen der Füße, das Klacken der Tastatur und das Knacken der Schultern ergeben eine Sinfonie der Produktivität. Was aber, wenn die Bürotänzer schwerfällig, lustlos oder gereizt sind und das gewünschte Ballett eine einzige monotone Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ist? Diese Langeweile wollen die ABM-Kräfte Uschi, Doti, Günnesch und Kollegen durchbrechen. In Felicia Zellers Komödie *Club der Enttäuschten* mischen sie Kartenspiele und Wodka mit Kaffee und anderen Säften. So verkommt die Beschaffungs- zur Beschäftigungsmaßnahme, in der sich überschüssige Energien und ungelenke Balzrituale paaren. Denn wer auf dem Arbeitsmarkt schon nicht gefragt ist, sucht sein Heil händeringend auf dem Markt der emotionalen Zuwendung.
    Felicia Zeller beschreibt ein skurriles Lamento übersteuerter Phrasendrescherei und störrischer Meinungsäußerung. Niko Eleftheriadis, freier Schauspieler und Regisseur, wird den Abgesang auf Kopiergerät und Büroroutine im Schaufenster des neuen theaters inszenieren.

    Club der Enttäuschten (Anna Kolata)

    mehr …

  • Wo Justitia zu Hause ist - Führung durch das Landgericht

    02.12.2017, Landgericht Halle

    Im Landgericht von Halle wird nicht nur Recht gesprochen; das mehr als 100 Jahre alte Gebäude lohnt auch einen Besuch. Erfahren Sie während des Rundgangs viele Details zur Architektur und Geschichte des Hauses.

    Wo Justitia zu Hause ist (seidenmatt - visuelle kommunikation / Stadtmarketing Halle (Saale) GmbH)

    mehr …

  • Öffentliche Führung: Begegnungen. Von Cranach bis Holbein - Kunstsammlungen Sachsen Anhalt

    02.12.2017, Kunstmuseum Moritzburg

    Jeden Samstag findet 15 Uhr eine öffentliche Führung durch die Ausstellung statt.

    Im ersten Obergeschoss des Nordflügels der Moritzburg
    entfaltet sich die Pracht der herausragenden Handzeichnungen aus der Graphischen Sammlung der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau. In drei Themenbereichen – Porträt, Mythologie / Allegorie und Religion – sind einzigartige Feder- und Pinselzeichnungen u. a. von Albrecht Altdorfer, Lucas Cranach d. Ä., Albrecht Dürer, Urs Graf, Ambrosius Holbein und Tobias Stimmer zu erleben. Die Werke stammen aus zwei Klebebänden, die 1748 durch Erbfolge zunächst an das anhaltisch-bernburgische Fürstenhaus und 1877 an den Herzog von Anhalt-Dessau gingen. 1914 erstmals von Max Jakob Friedländer publiziert, konnten sie 2011 nach neuesten wissenschaftlichen Methoden analysiert und in einem opulenten Bestandsverzeichnis neuerlich publiziert werden.

    Im Zentrum des Ausstellungsraumes werden unter dem Titel Vom Himmel in die Hölle. Reformation im Bild der Öffentlichkeit bislang unbekannte Tafelgemälde aus der Gemäldesammlung des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) gezeigt, die dank der Unterstützung der Freunde und Förderer des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) e. V. und der Hochschule für Bildende Künste, Dresden, in den vergangenen Jahren kunsttechnologisch untersucht und aufwändig restauriert werden konnten. Erstmals können nun die Epitaphien der Familie von Schönfeldt sowie das Fragment einer Kreuzigungsszene aus Löbnitz bei Delitzsch präsentiert werden. Sie sind unmittelbare Zeugnisse der sich im Zuge der Reformation wandelnden Bildsprache und stammen aus der Wittenberger Werkstatt Lucas Cranachs d. J. bzw. aus deren Umkreis. Ergänzt wird die Präsentation durch drei Holztafeln aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert und der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts von niederländischen Meistern.

    Im Kontext der konfessionellen Auseinandersetzung zwischen Protestanten und Katholiken kommt dem Flugblatt eine herausragende kommunikative Funktion bei. Das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) verfügt mit mehr als 1 000 teilweise sehr seltenen Blättern des 15. bis 19. Jahrhunderts über die wertvollste Flugblattsammlung in Sachsen-Anhalt. Bedeutende Einzelblätter dieses Konvoluts runden die Ausstellung am Ausgang des 500-jährigen Reformationsjubiläums 2017 ab während eine Präsentation von kunsthandwerklichen Objekten und Medaillen, herausragende Preziosen der Renaissance-Zeit, den Besucher im Foyer in die Ausstellung einführen.

    Die Häuser:

    Der Aufbau der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau erfolgte ab 1927 im damaligen Freistaat Anhalt parallel zur nationalen Etablierung des bereits 1885 gegründeten Städtischen Museums für Kunst und Kunstgewerbe im nahe gelegenen Halle (Saale) in der Preußischen Provinz Sachsen, des heutigen Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale). In der Weimarer Republik gehörten beide Museen mit ihren unterschiedlichen Sammlungen zu den bedeutenden Ausstellungshäusern Deutschlands. Während der Schwerpunkt der halleschen Bestände in der Moderne des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts liegt, verfügt die Anhaltische Gemäldegalerie Dessau über eine hochkarätige Sammlung Alter Meister vom 15. bis ins frühe 19. Jahrhundert. Beide Sammlungen sind in ihrer Zusammensetzung und Qualität jeweils einzigartig in Sachsen-Anhalt und vermögen, sich nach dem Vorbild Galerie Alter Meister und Galerie Neuer Meister gegenseitig zu ergänzen und zu bereichern.

    Lucas Cranach d. J. (Werkstatt): Das  Jüngste Gericht mit Stiftern (Punctum/Bertram Kobe)

    mehr …

  • Voraufführung: Überall & Nirgends

    02.12.2017, Puppentheater

    Was sich reimt, gerät in eine Ordnung. In Versen tritt zur Wirklichkeit auf jeden Fall das Maß der Kunst. Und sie erleichtert das Leben mit schönen Mustern und Liedern. In den vielen Gedichten von »Überall und Nirgends« begegnen uns die unterschiedlichsten Toten: eine Oma, ein Schiffsjunge, eine Mutter, eine Katze, ein Hund, ein Mitschüler, ein ungeborenes Kind, ein unangenehmer Ehemann ... Und damit begegnet uns: der Tod. Darf man darüber für Kinder eine Inszenierung anbieten? Sind Kinder, die reif sind, Fragen zu stellen, reif für die Antworten? Und für unsere Ratlosigkeit? Behutsam erlernen wir den Abschied. Die Spannweite reicht von tieftraurigen Abschiedsgedichten über Grabinschriften bis hin zu Gedichten über Begräbnisrituale. Ein Kaleidoskop, eine lose aufgefädelte Kette über die verschiedenen Arten und Bräuche des Trauerns in verschiedenen Kulturen. Humor und Trost führen uns immer wieder zurück ins Leben!

    Die Regisseurin Ania Michaelis inszenierte am Puppentheater Halle mit großem Erfolg unter anderem "Geschichten aus tausendundeiner Nacht" und "Schöne Reise – Theater für die Allerkleinsten" für Kinder ab 2 Jahre.

    Überall & Nirgens (Anna Kolata)

    mehr …

  • Ziemlich beste Freunde

    02.12.2017, Neues Theater

    Philippe, ein reicher, querschnittsgelähmter Unternehmer, fristet sein Dasein im Stillstand des Alltags da er bei allem auf Hilfe angewiesen ist. Schließlich muss sich der arbeitslose und aus der Vorstadt stammende Driss bei ihm als Pfleger bewerben und Philippe stellt den Mann, dem jegliche Kompetenz fehlt, kurzerhand ein. Dieser vermeintliche Mangel stellt sich dabei als Vorteil heraus: Driss‘ unkonventioneller Umgang mit dem Gelähmten bringt nicht nur Schwung in die Räder des Rollstuhles, sondern auch in das brachliegende Liebesleben des einsamen Witwers. Und schon wird Philippe nicht mehr im ungemütlichen Kastenwagen samt Rollstuhlaufkleber durch Paris gefahren, sondern sitzt festgeschnallt im eigenen Maserati auf dem Beifahrersitz neben Driss und kann das Leben im Rausch der Geschwindigkeit wieder spüren.
    Mit *Ziemlich beste Freunde* kommt einer der erfolgreichsten französischen Filme der letzten Jahre nach Halle und erobert die Bühnen der Kulturinsel. Diese berührende Geschichte über die Kraft der Freundschaft und die Magie der Liebe ist ein Lobgesang auf das Leben.

    Ziemlich beste Freunde (Anna Kolata)

    mehr …

  • Hamlet, Prinz von Dänemark

    02.12.2017, Puppentheater

    *»Sterben – schlafen – Schlafen! Vielleicht auch träumen!
    Ja, da liegts: Was in dem Schlaf für Träume kommen mögen, Wenn wir die irdische Verstrickung lösten, Das zwingt uns stillzustehn.«*

    Er ist die Sphinx der dramatischen Weltliteratur. Ein Vexierbild. Ein Chamäleon. Wofür steht er? Ist Hamlet ein überforderter Intellektueller, unfähig zum Handeln? Oder doch im Gegenteil ein undurchschaubarer, durchtrieben planender Rächer? Schauen wir einem Melancholiker beim Grübeln zu? Oder einem Neurotiker, der leider verklemmt ist? Ist Hamlet der erste Existentialist, der im Lebensekel feststeckt? Oder ein Terrorist gegen die Verlogenheit des Establishments? Ein Mutterhasser? Oder ein überdrüssiger femininer Träumer, aufgerieben im Ränkespiel männlicher Gewalt? Der Unberechenbare! Unnahbare! Andere! Das Mysterium von Helsingör! Sämtliche Figuren im Stück mühen sich herauszufinden, wer er ist! Und auch Hamlet selber sucht nach sicheren Beweisen für die Wahrheit der Wirklichkeit. Ist Claudius der Mörder seines Vaters? Darf man – ja: muss man nicht zögern, so lang man die Wahrheit nicht weiß?

    Das fragen sich Literaten, Regisseure, Kritiker, Schauspieler, seit der dänische Königssohn die Bühne betreten hat. Shakespeare gilt seit der Schlegel-Tieck-Übersetzung als der dritte deutsche Klassiker – und Hamlet als Sinnbild des abendländischen Deutschen!

    ### STUDY LOUNGE am 16. November 2017

    Für Studenten beginnt der Abend um 19.30 Uhr mit einer Einführung in Shakespeares umfangreichstes Theaterstück und den kurzweiligen Zugriff des Puppentheaters. 20 Uhr folgt die Inszenierung. Im Anschluss Künstlergespräche und Chillen bei süffigen Getränken und flüssiger Musik im »7 Gramm« auf der anderen Straßenseite. Kult!

    Hamlet, Prinz von Dänemark (Falk Wenzel)

    mehr …

  • 4. Kammermusik - Szizzen für Violine und Marimba

    03.12.2017, Händel-Haus

    Werke von K.-U. Kirchert, T. Medek, F. Duval, P. Métral und A. Gomez, Birgit Schnurpfeil (Violine), Ivo Nitschke (Marimbaphon/Percussion), Veranstalter: Staatskapelle Halle

    mehr …

  • Gott des Gemetzels

    03.12.2017, Neues Theater

    Yasmina Rezas erfolgreichstes Theaterstück *Gott des Gemetzels*, das im Jahr 2011 mit einem Aufgebot an Hollywoodschauspielern verfilmt wurde, beschreibt etwas in hohem Maße Politisches: Ist der Mensch kultiviert genug, um Streitereien mit Nachsicht und Bedacht zu lösen? Gelingt es ihm, die eigenen Affekte in den Ritzen der Diplomatie zu verstauen, um im Sinne des friedlichen Miteinanders zu entscheiden?

    Vor dieser Herausforderung stehen eines Tages zwei Elternpaare des gehobenen Bürgertums: Vermögensberaterin, Rechtsanwalt, Schriftstellerin und Großhändler treffen sich zu einem Gespräch, weil ihre Kinder mit Stöcken aufeinander eingeschlagen haben sollen. (Denn anders als in der Tragödie sind hier nicht einmal mehr die Kinder unschuldig.) Zunächst glaubt man, die Angelegenheit mit einem jovialen Lächeln auf sich beruhen lassen zu können. Aber selbstgefälliger Smalltalk und süffisante Schmeicheleien geben bald nach wie ein morscher Boden. Die Beteiligten manövrieren sich zusehends in die eigene Unmündigkeit. Zwischen Whiskey, toten Hamstern und vollgekotzten Bildbänden verraten sich die Ehepartner für eine gute Pointe, verbünden sich die Geschlechter für eine entlastende Plattitüde. Die Falle der persönlichen Überreizungen schnappt gnadenlos zu. Daraus befreien kann man sich vielleicht noch mit einer kubanischen Zigarre oder einem beherzten Sprung in die Blumenvase.

    Yasmina Reza, Meisterin der theatralen Streitkultur, hat mit *Gott des Gemetzels* ein komödiantisches Meisterwerk menschlicher Entfesselung entworfen, in dem wir uns alle lachend wiedererkennen können. Eine Zimmerschlacht für vier Schauspieler und ein Publikum.

    Neues Theater (Bühnen Halle)

    mehr …

  • Hamlet, Prinz von Dänemark

    03.12.2017, Puppentheater

    *»Sterben – schlafen – Schlafen! Vielleicht auch träumen!
    Ja, da liegts: Was in dem Schlaf für Träume kommen mögen, Wenn wir die irdische Verstrickung lösten, Das zwingt uns stillzustehn.«*

    Er ist die Sphinx der dramatischen Weltliteratur. Ein Vexierbild. Ein Chamäleon. Wofür steht er? Ist Hamlet ein überforderter Intellektueller, unfähig zum Handeln? Oder doch im Gegenteil ein undurchschaubarer, durchtrieben planender Rächer? Schauen wir einem Melancholiker beim Grübeln zu? Oder einem Neurotiker, der leider verklemmt ist? Ist Hamlet der erste Existentialist, der im Lebensekel feststeckt? Oder ein Terrorist gegen die Verlogenheit des Establishments? Ein Mutterhasser? Oder ein überdrüssiger femininer Träumer, aufgerieben im Ränkespiel männlicher Gewalt? Der Unberechenbare! Unnahbare! Andere! Das Mysterium von Helsingör! Sämtliche Figuren im Stück mühen sich herauszufinden, wer er ist! Und auch Hamlet selber sucht nach sicheren Beweisen für die Wahrheit der Wirklichkeit. Ist Claudius der Mörder seines Vaters? Darf man – ja: muss man nicht zögern, so lang man die Wahrheit nicht weiß?

    Das fragen sich Literaten, Regisseure, Kritiker, Schauspieler, seit der dänische Königssohn die Bühne betreten hat. Shakespeare gilt seit der Schlegel-Tieck-Übersetzung als der dritte deutsche Klassiker – und Hamlet als Sinnbild des abendländischen Deutschen!

    ### STUDY LOUNGE am 16. November 2017

    Für Studenten beginnt der Abend um 19.30 Uhr mit einer Einführung in Shakespeares umfangreichstes Theaterstück und den kurzweiligen Zugriff des Puppentheaters. 20 Uhr folgt die Inszenierung. Im Anschluss Künstlergespräche und Chillen bei süffigen Getränken und flüssiger Musik im »7 Gramm« auf der anderen Straßenseite. Kult!

    Hamlet, Prinz von Dänemark (Falk Wenzel)

    mehr …

  • KostProbe zu: Die Kameliendame

    03.12.2017, Oper

    Die Geschichte der Edelprostituierten Marguerite Gautier, für die Alexandre Dumas seine autobiografische Begegnung mit der Pariser Kurtisane Marie Duplessis verarbeitete, faszinierte die Zeitgenossen seit ihrer Entstehung und inspirierte zu zahllosen Adaptionen, deren bekannteste Verdis *La Traviata* ist.

    Der junge, aus bester Gesellschaft stammende Armand Duval verliebt sich in jene berüchtigte Marguerite Gautier, deren Liebhaberkreis bis in die höchsten Schichten von Paris reicht. Aus der Ware Liebe soll die wahre Liebe werden und Marguerite auf den rechten bürgerlichen Weg zurückfinden: Sie versucht den Ausstieg aus dem sogenannten ältesten Gewerbe der Welt. Aber die Beziehung ist anrüchig und so drängt der um die Karriere seines Sohnes besorgte Vater Duval Marguerite dazu, auf seinen Sohn trotz ihrer Liebe zu verzichten und ihr altes Leben weiterzuführen. Armand weiß nichts von der Intervention seines Vaters und fühlt sich von Mar-guerite verraten. Erst als er sie schwer krank auf dem Sterbebett wiedersieht, wird ihm die Tragödie offenbar. Doch es ist zu spät, Marguerite stirbt elend an Tuberkulose.

    Ralf Rossa vollzieht anhand dieser Geschichte in seinem neuen Ballett die Faszination und voyeuristische Lust an einem Lebensentwurf außerhalb bürgerlicher Rechtschaffenheit nach.

    opernhaus bei nacht (Thomas Ziegler)

    mehr …

  • Authentischer Klang

    03.12.2017, Händel-Haus

    „Welte Mignon“ Flügel von Steinway

    Evguenia Tcherkes, Flügel

    Anspiel der der Johann-Gottlieb-Mauer-Orgel von 1770

    Reservierung bis 15 minuten vor Veranstaltungsbeginn unter
    (0345) 50090-103 oder ticket@haendelhaus.de

    Johann Gottlieb Mauer Orgel (Uwe Koehn)

    mehr …

  • Chorkonzert

    03.12.2017, Pauluskirche

    Chorkonzert

    Mikrofon beim Konzert (Martin Große)

    mehr …

  • König Lear

    03.12.2017, Neues Theater

    »Es ist der Fluch der Zeit, dass Tolle Blinde führen.«

    Der amtsmüde König Lear will das Weltreich Britannien unter seinen drei Töchtern verteilen. Dafür müssen sie ihm nur sagen, wie sehr sie ihn lieben. Goneril und Regan, die älteren der drei Schwestern, reagieren prompt. Cordelia, das jüngste Lieblingskind, merkt ehrlich an, dass sie die Tochterliebe der Hingabe an einen künftigen Ehemann unterstelle. Der eitle und cholerische Lear verstößt sie und auch seinen Vertrauten, den Grafen von Kent, als dieser einzulenken versucht.

    Mit einer Liebeserpressung zwischen Vater und Töchtern beginnt also Shakespeares bitterstes Weltuntergangsstück, das in der Folge durch zahlreiche Intrigen zwischen den Thronfolgerinnen, ihren Gatten und den Anhängern Lears weder Gnade noch Ausweg für die Gierigen, als auch für die Unschuldigen wie Cordelia, kennt. Es endet erst, wenn all jene vernichtet sind, die sich und ihr Schicksal vorsätzlich oder unfreiwillig an die Mächtigen dieser Welt hängen.

    Lear, der glaubte, weiter herrschen zu können, wenn er das Königreich verschenkt, wird von seinen nüchtern herrschenden und schamlos kalkulierenden Töchtern vertrieben, von seinen Beratern verlassen, von seinen Konkurrenten belauert. In Lears Kopf geht eine ganze Welt unter, als er den Verlust in einem hellen Moment erkennt. In einem heftigen Sturm verliert er endgültig seinen Verstand und am Ende das Leben – doch nicht nur er.

    Getäuschte Liebe, Generationenkonflikte, politische Verbrechen aus Ehrgeiz und privater Rache – Shakespeares Meisterwerk deutete bereits vor 400 Jahren auf die Gefahr eskalierender Machtspiele hin: Die Welt wird regiert vom Chaos.

    Neues Theater (Bühnen Halle)

    mehr …

  • Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch

    05.12.2017, Puppentheater

    Zwischen fünf Uhr nachmittags und dem zwölften Glockenschlag der Silvester-Mitternacht spielt dieser fantastische Thriller, der ein Märchen für die ganze Familie ist. Der Zauberer Beelzebub Irrwitzer hat sein vorgeschriebenes Soll an bösen Taten, Naturkatastrophen und Unglücken nicht erfüllt. Auch die Tante des Zauberers, die Geldhexe Tyrannja Vamperl, ist erheblich im Rückstand. Maledictus Made, ein Gesandter des Teufels, droht mit der Pfändung ihrer Seelen. – Als seien der Schwierigkeiten nicht genug, hat der »Hohe Rat der Tiere« den beiden Angeklagten zwei Plagen auf den Hals gehetzt, den romantischen Kater Maurizio di Mauro und den ruppigen Raben Jakob Krakel. – Den Bösewichtern bleibt ein einziger Weg, nämlich einen satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsch zu brauen, der jeden ausgesprochenen Wunsch in sein Gegenteil verkehrt. Aus diesem Grund ist auch jegliche Geheimhaltung vor den artigen Tieren unnötig: Man wünscht jemandem das Allerbeste, und daraus entsteht für ihn das Allerschlimmste! – Der Kater Maurizio di Mauro und der Rabe Jakob Krakel müssen nicht weniger tun, als die Welt zu retten. Für unser Weihnachtsmärchen hat sich die Puppenspielerin und Regisseurin Ivana Sajevic, die ab dieser Spielzeit fest zu unserem Ensemble gehört, ein Buch von Michael Ende ausgesucht, der mit seinen Märchen und Geschichten zu den modernen Klassikern der Kinderliteratur zählt und im Puppentheater Halle immer wieder ein großes Publikum in seinen Bann zieht. Wir nehmen eine Tradition wieder auf. (Erinnern Sie sich noch an »Lenchens Geheimnis« und »Ophelias Schattentheater«?) Diesmal können Sie erleben, wie ein eingefrorener Ton des Mitternachtsgeläuts einem dicken Kater und seinem gefiederten Rabenfreund ihre Wünsche erfüllen.

    Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch (Bühnen Halle)

    mehr …

  • Vincent will mehr

    05.12.2017, Neues Theater

    Nachdem Vincents alkoholkranke Mutter gestorben ist, beschließt Vater Robert, den traumatisierten und am Tourette-Syndrom leidenden Sohn in eine Spezialklinik einweisen zu lassen. So kann sich der überforderte Vater ganz seiner politischen Karriere widmen. Wenig später befindet sich Vincent bereits im Büro von Dr. Rose, der Chefärztin des Sanatoriums.
    Er soll mit dem sich zwanghaft vor Keimen fürchtenden Alexander ein Krankenzimmer teilen. Die anfänglichen Differenzen überwindet man bald auf einer spontanen Flucht nach Italien in dem gekaperten Auto der Chefärztin. Mit an Bord ist die magersüchtige Marie. Gemeinsam wollen sie den letzten Willen von Vincents Mutter erfüllen und ihre Asche im Mittelmeer verstreuen.
    Das Trio Infernale ahnt jedoch nicht, dass es bereits von der Klinikleiterin und Vincents Vater verfolgt wird. Für die beiden Erwachsenen steht nicht nur beruflich viel auf dem Spiel: Dr. Rose fürchtet auch um das Leben von Marie, die einfach nicht mehr essen will.

    Ein spannender Roadtrip, der humorvoll und berührend von Krankheit, Heilung und Freundschaft erzählt. Das Drehbuch zum gleichnamigen Film schrieb der Schauspieler Florian David Fitz und spielte auch die Hauptrolle in einer der erfolgreichsten Filmproduktionen
    des Kinojahres 2010.

    Neues Theater (Bühnen Halle)

    mehr …

  • Hänsel und Gretel

    05.12.2017, Oper

    Die Geschwister Hänsel und Gretel werden von ihrer Mutter zum Beerensammeln für das Abendessen in den Wald geschickt. Die Kinder verlaufen sich in der Dunkelheit und geraten schließlich in die Fänge einer Knusperhexe, die Gretel als Dienstmagd behalten und Hänsel im Ofen braten will. Doch durch List gelingt es den Kindern, die Pläne der bösen Hexe zu durchkreuzen …
    Seit ihrer Uraufführung 1893 in Weimar zieht Engelbert Humperdincks Märchenoper *Hänsel und Gretel* Jung und Alt in ihren Bann. Zehn Jahre zuvor hatte seine Schwester Adelheid Wette ihn gebeten, einige Kinderlieder für ein Liederspiel nach dem beliebten Märchen der Brüder Grimm zu vertonen, das im Familienkreis zur Aufführung gelangen sollte. Die von Humperdinck beigesteuerten Lieder fanden so großen Anklang, dass sich der Komponist dazu entschloss, sein Singspiel zu einer abendfüllenden Oper umzuarbeiten. Dessen zauberhafte Musik ist einerseits im Volkslied verwurzelt, greift aber auch die Klangfarben und die Stilistik der Musikdramen des von ihm bewunderten Richard Wagner auf.
    In der halleschen Inszenierung kann sich die ganze Familie auf den wunderschönen Abendsegen der beiden Geschwisterkinder, ein lustiges Taumännchen, die besenreitende freche Hexe, eine Engelschar, zuckersüße vom Hexenzauber erlöste Kinder und natürlich ein leckeres Knusperhäuschen freuen!

    Hänsel und Gretel (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Seniorenkolleg

    05.12.2017, Händel-Haus

    „Markt und Straßen steh’n verlassen“, Weihnachtliches in Dichtung, Bild und Musik, Dr. habil. Karin Zauft, Halle

    mehr …

  • Die Blechtrommel

    05.12.2017, Neues Theater

    Die Lebensgeschichte des Sonderlings Oskar Matzerath beginnt 1924 in Danzig. Er verweigert sich der Welt der Großen und beschließt im Alter von drei Jahren folgerichtig, nicht mehr zu wachsen. Zu dieser Zeit bekommt er von seiner Mutter eine Blechtrommel geschenkt, die zu seinem ständigen Begleiter wird. Als scheinbar ewiges Kind vermag er aus der Perspektive von unten über die verkommene Welt da oben zu berichten und ihren Rhythmus auf seiner Trommel zu konterkarieren.

    Günter Grass’ *Die Blechtrommel* erschien 1959 und gilt als einer der wichtigsten Romane der deutschen Nachkriegsliteratur. Er lässt sich als zugleich historischer Roman sowie Schelmen- und Entwicklungsroman lesen. Der Autor erhielt nicht zuletzt dieses furiosen Erstlings wegen den Nobelpreis für Literatur. Weltweit bekannt wurde die *Blechtrommel* vor allem durch die Verfilmung von Volker Schlöndorff, die sowohl als bester fremdsprachiger Film mit einem Oscar als auch mit der Goldene Palme in Cannes gewürdigt wurde. Grass schuf durch seine lebenspralle, von überbordender, fast barocker Fabulierlust gekennzeichnete Erzählweise ein Werk, das seit 2010 auch vermehrt den Weg auf deutsche Theaterbühnen gefunden hat.

    Regisseur Ronny Jakubaschk kehrt mit der Arbeit an der *Blechtrommel* als Regisseur an das neue theater zurück. Mit den erfolgreichen Jugendromanbearbeitungen von *Tschick* und *Djihad Paradise* ist er einem breiten Publikum in Halle bekannt geworden und Spezialist für strauchelnde Heranwachsende oder Nichtmehrwachsende.

    Neues Theater (Bühnen Halle)

    mehr …

  • Francke und der König

    05.12.2017, Franckesche Stiftungen

    Am 12. April 1713 besuchte der preußische König Friedrich Wilhelm I. die Schulstadt August Hermann Franckes, um das Werk zu besichtigen, das so viel Aufsehen in seinem Land erregte und weit über dessen Grenzen hinaus berühmt war. Es war der Antrittsbesuch des neuen Kurfürsten und Königs in Halle. Für August Hermann Francke war er von größter Brisanz. Dank eines handschriftlichen Manuskripts aus dem Archiv der Franckeschen Stiftungen wissen wir heute genau, welchen Weg die Führung nahm und worüber Francke und der König sprachen. Als Theaterführung durch das Historische Waisenhaus wird dieses Treffen von Matthias Brenner (Regie und Chronist), Hilmar Eichhorn (König) und David Kramer (Francke) in Szene gesetzt.

    Matthias Brenner (Fabian Schellhorn)

    mehr …

  • Führung zur Blauen Stunde: Klimagewalten - Treibende Kraft der Evolution

    05.12.2017, Landesmuseum für Vorgeschichte

    In kaum einer anderen Region öffnen großflächige Bodeneingriffe so viele Fenster in die Vergangenheit wie in Mitteldeutschland. Der große Fossilienschatz gleicht einem erdgeschichtlichen Bilderbuch und eröffnet uns die Möglichkeit, einstige Lebensräume und ihre Bewohner zu rekonstruieren. Ganz deutlich wird hierbei: über Jahrmillionen hinweg waren die unterschiedlichen Lebewesen variierenden Umweltbedingungen ausgesetzt, beeinflusst durch eine stetige Veränderung des Klimas. Dabei führten etliche natürliche Prozesse und Konstellationen zu Klimaschwankungen ganz unterschiedlicher Intensität – in Mitteldeutschland verursachten sie warme subtropische Verhältnisse bis hin zu kalten arktischen Bedingungen.

    Welche Ursachen liegen solch extremen Klimaschwankungen zugrunde? Und mit welchen Strategien reagierten die Lebewesen darauf? Ist der stetige Klimawechsel gar die treibende Kraft der Evolution und damit Grundlage unserer Existenz?

    Um derartige Fragen zu beantworten, fokussiert die Ausstellung die Entwicklung der Säugetiere seit Beginn ihres Aufstiegs vor 65 Millionen Jahren. Während dieses langen Zeitraums war das Klima zumeist deutlich wärmer als heute und begünstigte damit die Entfaltung einer immensen Artenvielfalt. Die Evolution sorgte für einen permanenten Wandel in Fauna und Flora: Arten starben aus, andere passten sich an, neue entstanden. In den kühleren Zeitabschnitten und insbesondere mit dem Beginn des Eiszeitalters schwand dann die vormalige Vielfalt – was nun aber einigen Lebewesen die Chance zur besonderen Entfaltung bot und unsere heutige Tier- und Pflanzenwelt hervorbrachte. So ging aus der vielschichtigen Entwicklung der Primaten schließlich auch der heutige Mensch hervor. Seine Evolution lässt sich von den frühen Lemuren vor über 40 Millionen Jahren über die Hominiden bis zur Entstehung der ersten Menschenarten nachvollziehen.

    Zu Beginn noch hilflos gegen große Raubtiere wie Riesenhyäne oder Säbelzahnkatze, ist es der Mensch, der schließlich vom Gejagten zum Jäger wird. Als erstes Lebewesen verlässt er den Pfad der rein biologischen Evolution, indem er durch Feuernutzung, Behausungen, Werkzeugherstellung und funktionelle Bekleidung begann, die Umwelt aktiv nach seinen Bedürfnissen zu gestalten - die Kultur nahm ihren Lauf. Mit Erfindergeist und Kreativität bewältigte der Mensch so bisher alle Klimaveränderungen.

    Aufgrund der Zunahme extremer Wetterereignisse kam in den letzten Jahrzehnten schließlich die Frage auf, in welchem Umfang auch der Mensch in die Klimaentwicklung eingreift mit all seinen regionalen und globalen Auswirkungen. Aus der Kenntnis der Vergangenheit endet die Ausstellung mit zwei hypothetischen Szenarien der Zukunft: Was würde es für uns bedeuten, wenn die Erwärmung andauert, was, wenn die nächste Kaltphase hereinbricht?

    mehr …

  • Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch

    06.12.2017, Puppentheater

    Zwischen fünf Uhr nachmittags und dem zwölften Glockenschlag der Silvester-Mitternacht spielt dieser fantastische Thriller, der ein Märchen für die ganze Familie ist. Der Zauberer Beelzebub Irrwitzer hat sein vorgeschriebenes Soll an bösen Taten, Naturkatastrophen und Unglücken nicht erfüllt. Auch die Tante des Zauberers, die Geldhexe Tyrannja Vamperl, ist erheblich im Rückstand. Maledictus Made, ein Gesandter des Teufels, droht mit der Pfändung ihrer Seelen. – Als seien der Schwierigkeiten nicht genug, hat der »Hohe Rat der Tiere« den beiden Angeklagten zwei Plagen auf den Hals gehetzt, den romantischen Kater Maurizio di Mauro und den ruppigen Raben Jakob Krakel. – Den Bösewichtern bleibt ein einziger Weg, nämlich einen satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsch zu brauen, der jeden ausgesprochenen Wunsch in sein Gegenteil verkehrt. Aus diesem Grund ist auch jegliche Geheimhaltung vor den artigen Tieren unnötig: Man wünscht jemandem das Allerbeste, und daraus entsteht für ihn das Allerschlimmste! – Der Kater Maurizio di Mauro und der Rabe Jakob Krakel müssen nicht weniger tun, als die Welt zu retten. Für unser Weihnachtsmärchen hat sich die Puppenspielerin und Regisseurin Ivana Sajevic, die ab dieser Spielzeit fest zu unserem Ensemble gehört, ein Buch von Michael Ende ausgesucht, der mit seinen Märchen und Geschichten zu den modernen Klassikern der Kinderliteratur zählt und im Puppentheater Halle immer wieder ein großes Publikum in seinen Bann zieht. Wir nehmen eine Tradition wieder auf. (Erinnern Sie sich noch an »Lenchens Geheimnis« und »Ophelias Schattentheater«?) Diesmal können Sie erleben, wie ein eingefrorener Ton des Mitternachtsgeläuts einem dicken Kater und seinem gefiederten Rabenfreund ihre Wünsche erfüllen.

    Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch (Bühnen Halle)

    mehr …

  • Publikumsgespräch zum Stück: Robins Glück im Unglück

    06.12.2017, Neues Theater

    Das erste Mal in seinem Leben ist der fünfjährige Robin unglücklich, als plötzlich sein Hamster stirbt. Diesen Verlust versteht er nicht. Um sich zu helfen, erfindet er einen Zauber, der ihn und seine Familie fortan vor Unglück schützen soll. Als er sein magisches Ritual eines Tages nicht aufmerksam genug durchführt und kurze Zeit später erfährt, dass seine Eltern sich scheiden lassen, nimmt Robin die Verantwortung dafür auf sich. Im festen Glauben daran, dass er die Scheidung hätte verhindern können, wenn er nicht so nachlässig gewesen wäre, zieht er sich zurück und lässt niemanden mehr an sich heran. Doch mit der Zeit lernt Robin, die neue Situation zu akzeptieren und begreift, dass Veränderungen zum Leben gehören. Schließlich haben sich die Eltern anderer Kinder auch getrennt. Und vielleicht ist es manchmal einfach besser so, wenn Erwachsene nicht mehr miteinander leben wollen. Robin erkennt, dass Trauer und Schmerz ein Teil des Lebens sind.

    Mit Witz und Humor beschreibt das Stück, wie es Eltern in Trennung gelingen kann, Lösungen im Sinne der Kinder zu finden. Dabei spielt Robin sich selbst und alle anderen Figuren im Spiel des Lebens als junger Heranwachsender.

    Neues Theater (Bühnen Halle)

    mehr …

  • Gold!

    06.12.2017, Oper

    Rauschende Meereswogen, sprudelnde Gischt: Der verarmte Fischerssohn Jacob findet am Strand einen buntschillernden Fisch. Zum Dank für seine Rettung verspricht der Fisch, dem Jungen seine Wünsche zu erfüllen. Was mit ein paar Schuhen beginnt, findet bald kein Ende mehr: Kleidung, Festmahl, Haus, Schloss, Dienstboten, die ganze Welt fordern Jacob und seine Eltern von dem Fisch, der unter der Last der Wünsche immer kleiner und magerer wird. Die Kinderoper, basierend auf dem Märchen *Vom Fischer und seiner Frau*, ist eine sozialkritische und philosophische Erzählung über die
    Sehnsucht nach dem »Mehr«.

    Gold (Anna Kolata)

    mehr …

  • So viel Heimlichkeit im ganzen Stadtmuseum

    06.12.2017, Stadtmuseum Halle Christian-Wolff-Haus

    Vorweihnachtlicher Familientag mit Märchen in verschiedenen Sprachen, Basteleien und vieles mehr.

    mehr …

  • So viel Heimlichkeit im ganzen Stadtmuseum

    06.12.2017, Stadtmuseum Halle Christian-Wolff-Haus

    Thematische Führung durch die stadtgeschichtliche Dauerausstellung „Geselligkeit und die Freyheit zu philosophieren - Halle im Zeitalter der Aufklärung“

    mehr …

  • Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch

    06.12.2017, Puppentheater

    Zwischen fünf Uhr nachmittags und dem zwölften Glockenschlag der Silvester-Mitternacht spielt dieser fantastische Thriller, der ein Märchen für die ganze Familie ist. Der Zauberer Beelzebub Irrwitzer hat sein vorgeschriebenes Soll an bösen Taten, Naturkatastrophen und Unglücken nicht erfüllt. Auch die Tante des Zauberers, die Geldhexe Tyrannja Vamperl, ist erheblich im Rückstand. Maledictus Made, ein Gesandter des Teufels, droht mit der Pfändung ihrer Seelen. – Als seien der Schwierigkeiten nicht genug, hat der »Hohe Rat der Tiere« den beiden Angeklagten zwei Plagen auf den Hals gehetzt, den romantischen Kater Maurizio di Mauro und den ruppigen Raben Jakob Krakel. – Den Bösewichtern bleibt ein einziger Weg, nämlich einen satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsch zu brauen, der jeden ausgesprochenen Wunsch in sein Gegenteil verkehrt. Aus diesem Grund ist auch jegliche Geheimhaltung vor den artigen Tieren unnötig: Man wünscht jemandem das Allerbeste, und daraus entsteht für ihn das Allerschlimmste! – Der Kater Maurizio di Mauro und der Rabe Jakob Krakel müssen nicht weniger tun, als die Welt zu retten. Für unser Weihnachtsmärchen hat sich die Puppenspielerin und Regisseurin Ivana Sajevic, die ab dieser Spielzeit fest zu unserem Ensemble gehört, ein Buch von Michael Ende ausgesucht, der mit seinen Märchen und Geschichten zu den modernen Klassikern der Kinderliteratur zählt und im Puppentheater Halle immer wieder ein großes Publikum in seinen Bann zieht. Wir nehmen eine Tradition wieder auf. (Erinnern Sie sich noch an »Lenchens Geheimnis« und »Ophelias Schattentheater«?) Diesmal können Sie erleben, wie ein eingefrorener Ton des Mitternachtsgeläuts einem dicken Kater und seinem gefiederten Rabenfreund ihre Wünsche erfüllen.

    Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch (Bühnen Halle)

    mehr …

  • Schallspiele - ein museumspädagogisches Angebot

    06.12.2017, Händel-Haus

    Was ist Schall? Wie verbreitet sich der Schall? Wie funktioniert mein Ohr? Mit Freunden, Eltern und Großeltern die Ausstellungen entdecken, eigene Musik erfinden oder im neuen Klangstudio experimentieren.

    ohne Voranmeldung. Mindestalter: 6 Jahre

    Händel-Haus (Horst Fechner)

    mehr …

  • Die Blechtrommel

    06.12.2017, Neues Theater

    Die Lebensgeschichte des Sonderlings Oskar Matzerath beginnt 1924 in Danzig. Er verweigert sich der Welt der Großen und beschließt im Alter von drei Jahren folgerichtig, nicht mehr zu wachsen. Zu dieser Zeit bekommt er von seiner Mutter eine Blechtrommel geschenkt, die zu seinem ständigen Begleiter wird. Als scheinbar ewiges Kind vermag er aus der Perspektive von unten über die verkommene Welt da oben zu berichten und ihren Rhythmus auf seiner Trommel zu konterkarieren.

    Günter Grass’ *Die Blechtrommel* erschien 1959 und gilt als einer der wichtigsten Romane der deutschen Nachkriegsliteratur. Er lässt sich als zugleich historischer Roman sowie Schelmen- und Entwicklungsroman lesen. Der Autor erhielt nicht zuletzt dieses furiosen Erstlings wegen den Nobelpreis für Literatur. Weltweit bekannt wurde die *Blechtrommel* vor allem durch die Verfilmung von Volker Schlöndorff, die sowohl als bester fremdsprachiger Film mit einem Oscar als auch mit der Goldene Palme in Cannes gewürdigt wurde. Grass schuf durch seine lebenspralle, von überbordender, fast barocker Fabulierlust gekennzeichnete Erzählweise ein Werk, das seit 2010 auch vermehrt den Weg auf deutsche Theaterbühnen gefunden hat.

    Regisseur Ronny Jakubaschk kehrt mit der Arbeit an der *Blechtrommel* als Regisseur an das neue theater zurück. Mit den erfolgreichen Jugendromanbearbeitungen von *Tschick* und *Djihad Paradise* ist er einem breiten Publikum in Halle bekannt geworden und Spezialist für strauchelnde Heranwachsende oder Nichtmehrwachsende.

    Neues Theater (Bühnen Halle)

    mehr …

  • Thesen zur Gegenwart

    06.12.2017, Oper

    »Gegenstand der Kunst ist jedenfalls, was das Bewusstsein nicht mehr aushält. Das erklärt auch die Anfälligkeit von Intellektuellen gerade in Europa, für Ideologie. Denn Ideologie bietet die Möglichkeit, die Last, die du eigentlich tragen müsstest, abzuwerfen«, schreibt Heiner Müller in *Krieg ohne Schlacht*.
    Die aktuellen politischen Entwicklungen in Europa scheinen ihm Recht zu geben, doch mit der Vortrags- und Diskussionsreihe treten wir den Gegenbeweis an: Eingeladen sind Theoretikerinnen, Künstler, Aktivisten und Akteure, die die Last einer komplizierten Wirklichkeit mit Kraft schultern. Ihre Lust am Denken schafft ihnen einen jeweils ganz eigenwilligen Zugang zu Politik und Ökonomie, zu Kunst und sozialer Teilhabe, zu Geschichte und Zukunftserwartungen. In gewagten Thesen teilen und diskutieren sie ihre Anschauungen mit dem Publikum. Sie sprechen kontrovers im Sinne einer Oper, die sich für mehr interessiert als nur sich selbst, die sich als Ort der Auseinandersetzung einer Stadt- und Weltgesellschaft versteht. Die großen offenen Fragen sind ebenso Thema wie solche, die sich bisher unserer Aufmerksamkeit entzogen haben. Auf dass sie ins Bewusstsein der Kunst vordringen!

    In Kooperation mit dem Leipziger *Centre of Competence for Theatre*

    Buch einer Lesung eines Vortragenden (Xenia B., Pixelio)

    mehr …

  • Gold!

    07.12.2017, Oper

    Rauschende Meereswogen, sprudelnde Gischt: Der verarmte Fischerssohn Jacob findet am Strand einen buntschillernden Fisch. Zum Dank für seine Rettung verspricht der Fisch, dem Jungen seine Wünsche zu erfüllen. Was mit ein paar Schuhen beginnt, findet bald kein Ende mehr: Kleidung, Festmahl, Haus, Schloss, Dienstboten, die ganze Welt fordern Jacob und seine Eltern von dem Fisch, der unter der Last der Wünsche immer kleiner und magerer wird. Die Kinderoper, basierend auf dem Märchen *Vom Fischer und seiner Frau*, ist eine sozialkritische und philosophische Erzählung über die
    Sehnsucht nach dem »Mehr«.

    Gold (Anna Kolata)

    mehr …

  • Vom Abendland - Uraufführung

    07.12.2017, Puschkinhaus

    Drei Abendländler am Ende der Welt. Also drei Menschen, etwa wie du und ich, dort, wo es drauf ankommt. Auf die abendländischen Tugenden: auf Unternehmergeist, auf Überlebenswille, auf Überlegtheit, auf Überlegenheit, auf Fortschritt, auf Überzeugung, auf jeden Einzelnen. Drei Menschen auf dem Weg dorthin, wo noch kein anderer war. Denn es geht doch immer noch weiter! Auch wenn es eisig, unerträglich und lebensgefährlich ist. Auch wenn die Reisenden unterwegs eingeholt werden von Vergangenheiten und von Zukunftsvisionen. Wenn die Rechnungen nicht aufgehen, geht das Abendland dann unter? Wenn Grenzen überschritten werden, geht das Abendland dann unter? Wenn Veränderungen anstehen, geht das Abendland dann unter? Was ist das eigentlich, das viel beschworene und unentbehrliche Abendland?

    Ein großer, ein faszinierender, ein umkämpfter Begriff hat das Puppentheater Halle angeregt zu einem abendländisch-abenteuerlichen Theaterabend mit Menschen, Puppen, Pinguinen und Musik – im Puschkinhaus in der Kardinal-Albrecht-Straße.

    *Intendant Christoph Werner, der in der letzten Saison mit seiner Inszenierung von Florian Illies Bestseller »1913 – Der Sommer des Jahrhunderts« bereits Tuchfühlung mit dem Thema aufnahm, vertieft einen Abend über das Abendland in einer Revue für Puppen und Zuschauer.*

    Vom Abendland (Falk Wenzel)

    mehr …

  • Der Nussknacker - Eine Weihnachtsgeschichte

    08.12.2017, Oper

    Seit dem Jahr 2000 ist es eine liebgewonnene Tradition, sich in der Vorweihnachtzeit von dem Ballett *Der Nussknacker – Eine Weihnachtsgeschichte* verzaubern zu lassen. Youri Vámos verknüpft darin E.T.A. Hoffmanns Geschichte von *Nussknacker und Mäusekönig* mit Motiven aus Charles Dickens *Weihnachtsgeschichte*. Winterlich-weihnachtliche Dekoration, liebevoll und aufwändig gefertigte Kostüme, die wunderschöne Musik Tschaikowskis und die Tänzerinnen und Tänzer des Ballett Rossa lassen den *Nussknacker* zu einem ganz besonderen Erlebnis für die ganze Familie werden!

    In einem Londoner Vorort herrscht fröhliche Weihnachtsstimmung. Nur einer lässt sich ganz und gar nicht davon anstecken: Scrooge, der herzlose und geizige Geldverleiher, schreckt nicht einmal am Heiligen Abend davor zurück, seine Nachbarn an ihre offenen Kredite zu erinnern. Als sich sein Buchhalter Bob Cratchit über dessen Griesgrämigkeit lustig macht, wird er von ihm fristlos entlassen. Bob kann sich nun weder den Weihnachtstruthahn noch die Nussknacker-Puppe leisten, die seine Tochter Clara sich sehnlich wünscht. Verzweifelt bittet Clara den Geldverleiher, ihr die Puppe zu schenken. Aber er zerbricht sie zornig. Erst als Scrooge einen furchtbaren Alptraum durchlebt, wird aus ihm schließlich doch noch ein freundlicher Mensch, der versucht seine Fehler wiedergutzumachen.

    Der Nussknacker - Eine Weihnachtsgeschichte (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Eine Weihnachtsgeschichte

    08.12.2017, Neues Theater

    Der Roman von Charles Dickens (1812-1870) ist dem Zuschauer als eine der berühmtesten und am meisten verfilmten Weihnachtsgeschichten bekannt: Der alte Ebenezer Scrooge ist ein einsamer, verbitterter Geizhals, für den Weihnachten ein Fest der Verschwendung ist. Selbst seinen einzigen Angestellten, der nur für einige Stunden zu seiner Familie unter den Tannenbaum will, stellt er zum Fest nicht vom Dienst in der Firma frei. Daraufhin wird der herzlose Geschäftemacher in einer turbulent-grusligen Nacht von drei Geistern heimgesucht. Sie entführen ihn in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und zeigen ihm, dass sein bisheriges Leben sinnlos und leer war. Werte wie Liebe, Geborgenheit, Mitgefühl und Solidarität fehlten in seinem Leben. Und tatsächlich gibt es ein Happy End in Dickens’ Weihnachtsgeschichte: Scrooge wird durch das Erscheinen der Geister wachgerüttelt. Als er am nächsten Morgen schweißgebadet aufwacht und es Weihnachten ist, beschließt er, sein Leben von Grund auf zu ändern, denn Geld ist nicht alles im Leben. Scrooge entschließt sich, dieses Jahr doch noch Weihnachten zu feiern. Er läuft schnurstracks zum Metzger, kauft die größte Gans und ruft auf der Straße allen Leuten laut »Fröhliche Weihnachten!« zu.

    Ich habe mich bemüht, den Geist einer Idee zu erwecken, der meine Leser nicht in schlechte Laune versetzen soll, weder gegen sich selbst, gegen andere, gegen Weihnachten oder gegen mich. Möge er freundlich in ihrem Hause spuken und niemand den Wunsch verspüren, ihn zu verjagen.

    Eine Weihnachtsgeschichte (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Der Nussknacker - Eine Weihnachtsgeschichte

    08.12.2017, Oper

    Seit dem Jahr 2000 ist es eine liebgewonnene Tradition, sich in der Vorweihnachtzeit von dem Ballett *Der Nussknacker – Eine Weihnachtsgeschichte* verzaubern zu lassen. Youri Vámos verknüpft darin E.T.A. Hoffmanns Geschichte von *Nussknacker und Mäusekönig* mit Motiven aus Charles Dickens *Weihnachtsgeschichte*. Winterlich-weihnachtliche Dekoration, liebevoll und aufwändig gefertigte Kostüme, die wunderschöne Musik Tschaikowskis und die Tänzerinnen und Tänzer des Ballett Rossa lassen den *Nussknacker* zu einem ganz besonderen Erlebnis für die ganze Familie werden!

    In einem Londoner Vorort herrscht fröhliche Weihnachtsstimmung. Nur einer lässt sich ganz und gar nicht davon anstecken: Scrooge, der herzlose und geizige Geldverleiher, schreckt nicht einmal am Heiligen Abend davor zurück, seine Nachbarn an ihre offenen Kredite zu erinnern. Als sich sein Buchhalter Bob Cratchit über dessen Griesgrämigkeit lustig macht, wird er von ihm fristlos entlassen. Bob kann sich nun weder den Weihnachtstruthahn noch die Nussknacker-Puppe leisten, die seine Tochter Clara sich sehnlich wünscht. Verzweifelt bittet Clara den Geldverleiher, ihr die Puppe zu schenken. Aber er zerbricht sie zornig. Erst als Scrooge einen furchtbaren Alptraum durchlebt, wird aus ihm schließlich doch noch ein freundlicher Mensch, der versucht seine Fehler wiedergutzumachen.

    Der Nussknacker - Eine Weihnachtsgeschichte (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Vom Abendland - Uraufführung

    08.12.2017, Puschkinhaus

    Drei Abendländler am Ende der Welt. Also drei Menschen, etwa wie du und ich, dort, wo es drauf ankommt. Auf die abendländischen Tugenden: auf Unternehmergeist, auf Überlebenswille, auf Überlegtheit, auf Überlegenheit, auf Fortschritt, auf Überzeugung, auf jeden Einzelnen. Drei Menschen auf dem Weg dorthin, wo noch kein anderer war. Denn es geht doch immer noch weiter! Auch wenn es eisig, unerträglich und lebensgefährlich ist. Auch wenn die Reisenden unterwegs eingeholt werden von Vergangenheiten und von Zukunftsvisionen. Wenn die Rechnungen nicht aufgehen, geht das Abendland dann unter? Wenn Grenzen überschritten werden, geht das Abendland dann unter? Wenn Veränderungen anstehen, geht das Abendland dann unter? Was ist das eigentlich, das viel beschworene und unentbehrliche Abendland?

    Ein großer, ein faszinierender, ein umkämpfter Begriff hat das Puppentheater Halle angeregt zu einem abendländisch-abenteuerlichen Theaterabend mit Menschen, Puppen, Pinguinen und Musik – im Puschkinhaus in der Kardinal-Albrecht-Straße.

    *Intendant Christoph Werner, der in der letzten Saison mit seiner Inszenierung von Florian Illies Bestseller »1913 – Der Sommer des Jahrhunderts« bereits Tuchfühlung mit dem Thema aufnahm, vertieft einen Abend über das Abendland in einer Revue für Puppen und Zuschauer.*

    Vom Abendland (Falk Wenzel)

    mehr …

  • Gott des Gemetzels

    08.12.2017, Neues Theater

    Yasmina Rezas erfolgreichstes Theaterstück *Gott des Gemetzels*, das im Jahr 2011 mit einem Aufgebot an Hollywoodschauspielern verfilmt wurde, beschreibt etwas in hohem Maße Politisches: Ist der Mensch kultiviert genug, um Streitereien mit Nachsicht und Bedacht zu lösen? Gelingt es ihm, die eigenen Affekte in den Ritzen der Diplomatie zu verstauen, um im Sinne des friedlichen Miteinanders zu entscheiden?

    Vor dieser Herausforderung stehen eines Tages zwei Elternpaare des gehobenen Bürgertums: Vermögensberaterin, Rechtsanwalt, Schriftstellerin und Großhändler treffen sich zu einem Gespräch, weil ihre Kinder mit Stöcken aufeinander eingeschlagen haben sollen. (Denn anders als in der Tragödie sind hier nicht einmal mehr die Kinder unschuldig.) Zunächst glaubt man, die Angelegenheit mit einem jovialen Lächeln auf sich beruhen lassen zu können. Aber selbstgefälliger Smalltalk und süffisante Schmeicheleien geben bald nach wie ein morscher Boden. Die Beteiligten manövrieren sich zusehends in die eigene Unmündigkeit. Zwischen Whiskey, toten Hamstern und vollgekotzten Bildbänden verraten sich die Ehepartner für eine gute Pointe, verbünden sich die Geschlechter für eine entlastende Plattitüde. Die Falle der persönlichen Überreizungen schnappt gnadenlos zu. Daraus befreien kann man sich vielleicht noch mit einer kubanischen Zigarre oder einem beherzten Sprung in die Blumenvase.

    Yasmina Reza, Meisterin der theatralen Streitkultur, hat mit *Gott des Gemetzels* ein komödiantisches Meisterwerk menschlicher Entfesselung entworfen, in dem wir uns alle lachend wiedererkennen können. Eine Zimmerschlacht für vier Schauspieler und ein Publikum.

    Neues Theater (Bühnen Halle)

    mehr …

  • Öffentliche Führung: Begegnungen. Von Cranach bis Holbein - Kunstsammlungen Sachsen Anhalt

    09.12.2017, Kunstmuseum Moritzburg

    Jeden Samstag findet 15 Uhr eine öffentliche Führung durch die Ausstellung statt.

    Im ersten Obergeschoss des Nordflügels der Moritzburg
    entfaltet sich die Pracht der herausragenden Handzeichnungen aus der Graphischen Sammlung der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau. In drei Themenbereichen – Porträt, Mythologie / Allegorie und Religion – sind einzigartige Feder- und Pinselzeichnungen u. a. von Albrecht Altdorfer, Lucas Cranach d. Ä., Albrecht Dürer, Urs Graf, Ambrosius Holbein und Tobias Stimmer zu erleben. Die Werke stammen aus zwei Klebebänden, die 1748 durch Erbfolge zunächst an das anhaltisch-bernburgische Fürstenhaus und 1877 an den Herzog von Anhalt-Dessau gingen. 1914 erstmals von Max Jakob Friedländer publiziert, konnten sie 2011 nach neuesten wissenschaftlichen Methoden analysiert und in einem opulenten Bestandsverzeichnis neuerlich publiziert werden.

    Im Zentrum des Ausstellungsraumes werden unter dem Titel Vom Himmel in die Hölle. Reformation im Bild der Öffentlichkeit bislang unbekannte Tafelgemälde aus der Gemäldesammlung des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) gezeigt, die dank der Unterstützung der Freunde und Förderer des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) e. V. und der Hochschule für Bildende Künste, Dresden, in den vergangenen Jahren kunsttechnologisch untersucht und aufwändig restauriert werden konnten. Erstmals können nun die Epitaphien der Familie von Schönfeldt sowie das Fragment einer Kreuzigungsszene aus Löbnitz bei Delitzsch präsentiert werden. Sie sind unmittelbare Zeugnisse der sich im Zuge der Reformation wandelnden Bildsprache und stammen aus der Wittenberger Werkstatt Lucas Cranachs d. J. bzw. aus deren Umkreis. Ergänzt wird die Präsentation durch drei Holztafeln aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert und der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts von niederländischen Meistern.

    Im Kontext der konfessionellen Auseinandersetzung zwischen Protestanten und Katholiken kommt dem Flugblatt eine herausragende kommunikative Funktion bei. Das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) verfügt mit mehr als 1 000 teilweise sehr seltenen Blättern des 15. bis 19. Jahrhunderts über die wertvollste Flugblattsammlung in Sachsen-Anhalt. Bedeutende Einzelblätter dieses Konvoluts runden die Ausstellung am Ausgang des 500-jährigen Reformationsjubiläums 2017 ab während eine Präsentation von kunsthandwerklichen Objekten und Medaillen, herausragende Preziosen der Renaissance-Zeit, den Besucher im Foyer in die Ausstellung einführen.

    Die Häuser:

    Der Aufbau der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau erfolgte ab 1927 im damaligen Freistaat Anhalt parallel zur nationalen Etablierung des bereits 1885 gegründeten Städtischen Museums für Kunst und Kunstgewerbe im nahe gelegenen Halle (Saale) in der Preußischen Provinz Sachsen, des heutigen Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale). In der Weimarer Republik gehörten beide Museen mit ihren unterschiedlichen Sammlungen zu den bedeutenden Ausstellungshäusern Deutschlands. Während der Schwerpunkt der halleschen Bestände in der Moderne des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts liegt, verfügt die Anhaltische Gemäldegalerie Dessau über eine hochkarätige Sammlung Alter Meister vom 15. bis ins frühe 19. Jahrhundert. Beide Sammlungen sind in ihrer Zusammensetzung und Qualität jeweils einzigartig in Sachsen-Anhalt und vermögen, sich nach dem Vorbild Galerie Alter Meister und Galerie Neuer Meister gegenseitig zu ergänzen und zu bereichern.

    Lucas Cranach d. J. (Werkstatt): Das  Jüngste Gericht mit Stiftern (Punctum/Bertram Kobe)

    mehr …

  • Fidelio

    09.12.2017, Oper

    »Am Gebäude der Deutschen Bank in München steht: ,Aus Ideen werden Märkte‘. Jetzt ist der Ideenhimmel verbraucht. Es gibt nur noch Märkte, und dadurch entsteht eine ungeheure Leere. Die Frage ist, ob der Mensch das aushält.« (Heiner Müller)

    Leonore gewinnt als Mann verkleidet unter dem Namen Fidelio das Vertrauen des Kerkermeisters Rocco und seiner Tochter Marzelline und verschafft sich Zutritt zu dem geheimen Verließ, in dem ihr Mann Florestan vom Gouverneur Don Pizarro willkürlich festgehalten wird. Florestan schwebt in Lebensgefahr und seine Frau versucht ihn mit Waffengewalt zu befreien. Doch erst durch die Ankunft des Ministers Don Fernando werden beide gerettet. Am Ende preisen alle Freiheit, Gerechtigkeit und Gattentreue.

    In einem jahrzehntelangen Kompositions- und Umarbeitungsprozess entwickelte Beethoven seine einzige fertig gestellte Oper *Fidelio* zu einer musikalischen Grenzüberschreitung zwischen biedermeierlichem Singspiel und oratorischer Freiheits-Symphonie. Die im Umfeld der Französischen Revolution entstandene Schreckens- und Befreiungsoper *Léonore ou L’ Amour conjugal* von Pierre Gaveaux und Jean Nicolas Bouilly arbeitete Beethoven für *Fidelio* aus Rücksicht vor der österreichischen Monarchie um und tilgte alle Hinweise auf einen revolutionären Kampf. Er verkehrte die politischen Verhältnisse der Oper vom Erzählrahmen der französischen Umsturzjahre nach 1789 in den Kontext einer guten Monarchie, die die Machenschaften eines bösen Intriganten vereitelt und so politischer Freiheit zu ihrem Recht verhilft. Beethovens mitreißende Musik ist dabei voller revolutionärer Dringlichkeit und widerständigem Pathos, so dass *Fidelio* bis heute als eine der wichtigsten Revolutions- und Freiheitsopern des „Deutschen Repertoires“ gilt.

    Nun ist die Freiheit seit dem Entstehen des Werkes im frühen 19. Jahrhundert nicht nur zum höchsten politischen Wert und Grundrecht aufgestiegen, sondern hat sich zugleich als ökonomischer Imperativ der liberalen Gesellschaft und des bürgerlichen Staates offenbart. Die Befreiung der Menschen von staatlicher Bevormundung findet ihr ökonomisches Pendant nicht zuletzt darin, dass sämtliche Lebensbereiche vollständig den Gesetzen des Marktes unterworfen werden: So schlägt Freiheit auf eine repressive Weise gegen die Menschen zurück.

    Diese Schattenseiten der Freiheit im Zeitalter neoliberaler Markt- und Gesellschaftsreformen sind in unserem *Fidelio* ebenso Thema, wie die Folgen der gesellschaftlichen Liberalisierung auf den Theater- und Opernbetrieb selbst. Im sinnlichen Spiel großer Opulenz und überbordender Erwartungshaltung gegenüber der klassischen Oper des 19. Jahrhunderts fragen wir nach den „Kosten der Freiheit“ . Was ist, wenn Kunst sich rechnen muss, und – genau wie alle anderen Lebensbereiche – von der Freiheit des Marktes und der Konkurrenz bestimmt wird?

    opernhaus bei nacht (Thomas Ziegler)

    mehr …

  • Eine Weihnachtsgeschichte

    09.12.2017, Neues Theater

    Der Roman von Charles Dickens (1812-1870) ist dem Zuschauer als eine der berühmtesten und am meisten verfilmten Weihnachtsgeschichten bekannt: Der alte Ebenezer Scrooge ist ein einsamer, verbitterter Geizhals, für den Weihnachten ein Fest der Verschwendung ist. Selbst seinen einzigen Angestellten, der nur für einige Stunden zu seiner Familie unter den Tannenbaum will, stellt er zum Fest nicht vom Dienst in der Firma frei. Daraufhin wird der herzlose Geschäftemacher in einer turbulent-grusligen Nacht von drei Geistern heimgesucht. Sie entführen ihn in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und zeigen ihm, dass sein bisheriges Leben sinnlos und leer war. Werte wie Liebe, Geborgenheit, Mitgefühl und Solidarität fehlten in seinem Leben. Und tatsächlich gibt es ein Happy End in Dickens’ Weihnachtsgeschichte: Scrooge wird durch das Erscheinen der Geister wachgerüttelt. Als er am nächsten Morgen schweißgebadet aufwacht und es Weihnachten ist, beschließt er, sein Leben von Grund auf zu ändern, denn Geld ist nicht alles im Leben. Scrooge entschließt sich, dieses Jahr doch noch Weihnachten zu feiern. Er läuft schnurstracks zum Metzger, kauft die größte Gans und ruft auf der Straße allen Leuten laut »Fröhliche Weihnachten!« zu.

    Ich habe mich bemüht, den Geist einer Idee zu erwecken, der meine Leser nicht in schlechte Laune versetzen soll, weder gegen sich selbst, gegen andere, gegen Weihnachten oder gegen mich. Möge er freundlich in ihrem Hause spuken und niemand den Wunsch verspüren, ihn zu verjagen.

    Eine Weihnachtsgeschichte (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Russki Wetscher - Ein russischer Abend in drei Teilen

    09.12.2017, Puppentheater

    Lassen Sie sich einladen! Wohin? Nach Sibirien? Nein, in den Zauberwald! Iwan fängt den Aal, und jeder Wunsch wird ihm erfüllt, und auf seinem Ofen fährt er bis zum Zaren! – In Tschernobyl ist die Zeit stehen geblieben. Hier lässt sich noch vom Großen Vaterländischen Krieg träumen, da hatte die Heimat noch ein Gesicht! – Derweil sitzen Pussy Riot hinter Gittern und empfangen hymnische Briefe aus der westlichen Welt, und Baba Yaga bereitet Russland auf Tod und Wiederauferstehung vor ...

    Drei junge Regisseure aus unserem Ensemble richten nach den Regeln der Gastfreundschaft einen dreiteiligen Abend an. Sie servieren: Ein Erlebnis. Eine Reise. Wodka. Geschichten. Musik. Sie suchen Wege in die Fremde. Sie stellen Fragen nach dem heutigen Russland, dem Land, das »unser Bruder« war und heute so fern ist.

    Russki Wetscher (Collage Annett Pester)

    mehr …

  • Gott des Gemetzels

    09.12.2017, Neues Theater

    Yasmina Rezas erfolgreichstes Theaterstück *Gott des Gemetzels*, das im Jahr 2011 mit einem Aufgebot an Hollywoodschauspielern verfilmt wurde, beschreibt etwas in hohem Maße Politisches: Ist der Mensch kultiviert genug, um Streitereien mit Nachsicht und Bedacht zu lösen? Gelingt es ihm, die eigenen Affekte in den Ritzen der Diplomatie zu verstauen, um im Sinne des friedlichen Miteinanders zu entscheiden?

    Vor dieser Herausforderung stehen eines Tages zwei Elternpaare des gehobenen Bürgertums: Vermögensberaterin, Rechtsanwalt, Schriftstellerin und Großhändler treffen sich zu einem Gespräch, weil ihre Kinder mit Stöcken aufeinander eingeschlagen haben sollen. (Denn anders als in der Tragödie sind hier nicht einmal mehr die Kinder unschuldig.) Zunächst glaubt man, die Angelegenheit mit einem jovialen Lächeln auf sich beruhen lassen zu können. Aber selbstgefälliger Smalltalk und süffisante Schmeicheleien geben bald nach wie ein morscher Boden. Die Beteiligten manövrieren sich zusehends in die eigene Unmündigkeit. Zwischen Whiskey, toten Hamstern und vollgekotzten Bildbänden verraten sich die Ehepartner für eine gute Pointe, verbünden sich die Geschlechter für eine entlastende Plattitüde. Die Falle der persönlichen Überreizungen schnappt gnadenlos zu. Daraus befreien kann man sich vielleicht noch mit einer kubanischen Zigarre oder einem beherzten Sprung in die Blumenvase.

    Yasmina Reza, Meisterin der theatralen Streitkultur, hat mit *Gott des Gemetzels* ein komödiantisches Meisterwerk menschlicher Entfesselung entworfen, in dem wir uns alle lachend wiedererkennen können. Eine Zimmerschlacht für vier Schauspieler und ein Publikum.

    Neues Theater (Bühnen Halle)

    mehr …

  • Bunte Stunde - Familiennachmittag

    10.12.2017, Puppentheater

    Bildnerische und spielerische Einstimmung auf die folgende Inszenierung. Eltern dürfen sich beteiligen oder bei einer Tasse Kaffee entspannen. Zur Seite stehen eine Theaterpädagogin sowie ein Mitglied des Fördervereins des Puppentheaters. 

    Die Materialien werden gestellt.

    Vorhang (Fotolia)

    mehr …

  • Eine Weihnachtsgeschichte

    10.12.2017, Neues Theater

    Der Roman von Charles Dickens (1812-1870) ist dem Zuschauer als eine der berühmtesten und am meisten verfilmten Weihnachtsgeschichten bekannt: Der alte Ebenezer Scrooge ist ein einsamer, verbitterter Geizhals, für den Weihnachten ein Fest der Verschwendung ist. Selbst seinen einzigen Angestellten, der nur für einige Stunden zu seiner Familie unter den Tannenbaum will, stellt er zum Fest nicht vom Dienst in der Firma frei. Daraufhin wird der herzlose Geschäftemacher in einer turbulent-grusligen Nacht von drei Geistern heimgesucht. Sie entführen ihn in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und zeigen ihm, dass sein bisheriges Leben sinnlos und leer war. Werte wie Liebe, Geborgenheit, Mitgefühl und Solidarität fehlten in seinem Leben. Und tatsächlich gibt es ein Happy End in Dickens’ Weihnachtsgeschichte: Scrooge wird durch das Erscheinen der Geister wachgerüttelt. Als er am nächsten Morgen schweißgebadet aufwacht und es Weihnachten ist, beschließt er, sein Leben von Grund auf zu ändern, denn Geld ist nicht alles im Leben. Scrooge entschließt sich, dieses Jahr doch noch Weihnachten zu feiern. Er läuft schnurstracks zum Metzger, kauft die größte Gans und ruft auf der Straße allen Leuten laut »Fröhliche Weihnachten!« zu.

    Ich habe mich bemüht, den Geist einer Idee zu erwecken, der meine Leser nicht in schlechte Laune versetzen soll, weder gegen sich selbst, gegen andere, gegen Weihnachten oder gegen mich. Möge er freundlich in ihrem Hause spuken und niemand den Wunsch verspüren, ihn zu verjagen.

    Eine Weihnachtsgeschichte (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Führung mit Kurator: Klimagewalten - Treibende Kraft der Evolution

    10.12.2017, Landesmuseum für Vorgeschichte

    In kaum einer anderen Region öffnen großflächige Bodeneingriffe so viele Fenster in die Vergangenheit wie in Mitteldeutschland. Der große Fossilienschatz gleicht einem erdgeschichtlichen Bilderbuch und eröffnet uns die Möglichkeit, einstige Lebensräume und ihre Bewohner zu rekonstruieren. Ganz deutlich wird hierbei: über Jahrmillionen hinweg waren die unterschiedlichen Lebewesen variierenden Umweltbedingungen ausgesetzt, beeinflusst durch eine stetige Veränderung des Klimas. Dabei führten etliche natürliche Prozesse und Konstellationen zu Klimaschwankungen ganz unterschiedlicher Intensität – in Mitteldeutschland verursachten sie warme subtropische Verhältnisse bis hin zu kalten arktischen Bedingungen.

    Welche Ursachen liegen solch extremen Klimaschwankungen zugrunde? Und mit welchen Strategien reagierten die Lebewesen darauf? Ist der stetige Klimawechsel gar die treibende Kraft der Evolution und damit Grundlage unserer Existenz?

    Um derartige Fragen zu beantworten, fokussiert die Ausstellung die Entwicklung der Säugetiere seit Beginn ihres Aufstiegs vor 65 Millionen Jahren. Während dieses langen Zeitraums war das Klima zumeist deutlich wärmer als heute und begünstigte damit die Entfaltung einer immensen Artenvielfalt. Die Evolution sorgte für einen permanenten Wandel in Fauna und Flora: Arten starben aus, andere passten sich an, neue entstanden. In den kühleren Zeitabschnitten und insbesondere mit dem Beginn des Eiszeitalters schwand dann die vormalige Vielfalt – was nun aber einigen Lebewesen die Chance zur besonderen Entfaltung bot und unsere heutige Tier- und Pflanzenwelt hervorbrachte. So ging aus der vielschichtigen Entwicklung der Primaten schließlich auch der heutige Mensch hervor. Seine Evolution lässt sich von den frühen Lemuren vor über 40 Millionen Jahren über die Hominiden bis zur Entstehung der ersten Menschenarten nachvollziehen.

    Zu Beginn noch hilflos gegen große Raubtiere wie Riesenhyäne oder Säbelzahnkatze, ist es der Mensch, der schließlich vom Gejagten zum Jäger wird. Als erstes Lebewesen verlässt er den Pfad der rein biologischen Evolution, indem er durch Feuernutzung, Behausungen, Werkzeugherstellung und funktionelle Bekleidung begann, die Umwelt aktiv nach seinen Bedürfnissen zu gestalten - die Kultur nahm ihren Lauf. Mit Erfindergeist und Kreativität bewältigte der Mensch so bisher alle Klimaveränderungen.

    Aufgrund der Zunahme extremer Wetterereignisse kam in den letzten Jahrzehnten schließlich die Frage auf, in welchem Umfang auch der Mensch in die Klimaentwicklung eingreift mit all seinen regionalen und globalen Auswirkungen. Aus der Kenntnis der Vergangenheit endet die Ausstellung mit zwei hypothetischen Szenarien der Zukunft: Was würde es für uns bedeuten, wenn die Erwärmung andauert, was, wenn die nächste Kaltphase hereinbricht?

    mehr …

  • Die Werkstatt der Schmetterlinge

    10.12.2017, Puppentheater

    Die „Gestalter Aller Dinge" erschaffen die Pflanzen und Tiere, die Berge und Täler, die Meere und Wüsten. Rodolfo wird geboren, ein junger Gestalter, der das Erschaffen zunächst erlernen muss. Bevor er seinen Traum von der Schönheit verwirklichen kann, besteht er Krisen und Abenteuer, bis er schließlich die Welt um seine Schöpfung bereichert: die Schmetterlinge. In einer Inszenierung, die fast ohne Worte auskommt, dafür aber mit viel Musik von Giuseppe Verdi, erleben wir die ursprünglichen Gefühle, Freude, Trauer, Schmerz, Glück, wie sie jedes Kind erlebt, das sich die Welt zu eigen macht. Eine Verzauberung!

    Vorhang (Fotolia)

    mehr …

  • Der kleine Muck

    10.12.2017, Puppentheater

    Die Welt ist in Aufruhr. Völker wandern. Was sie scheidet, was sie eint, das sind auch ihre Märchen. In ihren Motiven berühren sich Orient und Okzident. Wir eröffnen die neue Spielzeit mit einer Doppelpremiere: Ein Märchen aus dem Morgenland und eins aus dem Abendland. Das morgenländische ist die berühmte Geschichte vom kleinen Muck, die jeder für ein altes Volksmärchen hält, aber vom nicht einmal 25jährigen Wilhelm Hauff ausgedacht wurde, der begeistert war von den Geschichten aus tausendundeiner Nacht! – Der kleine Muck ist ein Flüchtling, aus dem Vaterhaus vertrieben von der eigenen Verwandtschaft. Ein
    Junge mit einem »zu großen Kopf«, dem sein Vater nicht zutraute, in der Welt zu bestehen und dem er deshalb nichts beibrachte. Nun ist der Vater tot, und der kleine Muck zieht in die Wüste und hält jede Glasscherbe für einen Diamanten … Wie soll so einer durchkommen? Wie soll der erwachsen werden? Wo ist das Glück für ihn, der es nicht kennengelernt hat?

    *Regie führt Ralf Meyer, der nach »Fischbrötchen – Aus dem Leben einer Schildkröte« von Fredrik Vahle wieder für größere Kinder inszeniert.*

    Der kleine Muck (Annett Pester)

    mehr …

  • Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

    11.12.2017, Oper

    Der königliche Hof lädt zum Ball ein, aber Aschenbrödel muss zu Hause bleiben und die Öfen kehren. Ihr Stand in der Familie ist seit dem Tod des Vaters denkbar schlecht: Die Stiefmutter ist bösartig, Stiefschwester Dora wird bevorzugt und Aschenbrödel wie eine Dienstmagd behandelt. Dora und Stiefmutter gehen natürlich hin zum Ball. Ihr Plan ist: Dora soll mit dem Prinzen verkuppelt werden. Aschenbrödel bleibt die Freude, einen Abend allein zu Hause zu sein, ganz ohne Schikanen.

    Dann findet der Kutscher drei Haselnüsse, er schenkt sie Aschenbrödel und siehe da: Den Nüssen wohnt ein Zauber inne, sie verwandeln sich in Kleider. Die erste Nuss zaubert ein Jagdgewand, in dem Aschenbrödel dem Prinzen im Wald begegnet, der mit seinem Gefolge zur königlichen Jagd aufgebrochen ist. Der schöne junge Mann glaubt, es mit einem ›Jägersburschen‹ zu tun zu haben und ist schwer beeindruckt von dessen Jagdkünsten. Die zweite Nuss verwandelt sich in ein glitzerndes Ballkleid, in dem Aschenbrödel kurzerhand den Ball besucht und allen anwesenden Damen die Show stiehlt – der Prinz hat nur noch Augen für sie. Aschenbrödel verlässt den Ball heimlich und unerkannt, zurück bleibt allein ihr Schuh, mit dem sich der Prinz nun auf die Suche nach der bezaubernden Fremden begibt. Wem der Schuh passt, wird seine Frau. Dora und ihr Mutter setzen alles daran, Dora dem Prinzen als Braut unterzujubeln. Doch Aschenbrödel hat noch eine dritte Nuss übrig!
    Der Film *Drei Haselnüsse für Aschenbrödel*, eine deutsch-tschechische Koproduktion aus dem Jahr 1973, ist einer der berühmtesten Märchenfilme aller Zeiten. Der zeitlose Klassiker kommt nun als Weihnachtsstück für die ganze Familie auf die Bühne des Opernhauses, gespielt vom Ensemble des Thalia Theaters Halle.

    Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Die Werkstatt der Schmetterlinge

    11.12.2017, Puppentheater

    Die „Gestalter Aller Dinge" erschaffen die Pflanzen und Tiere, die Berge und Täler, die Meere und Wüsten. Rodolfo wird geboren, ein junger Gestalter, der das Erschaffen zunächst erlernen muss. Bevor er seinen Traum von der Schönheit verwirklichen kann, besteht er Krisen und Abenteuer, bis er schließlich die Welt um seine Schöpfung bereichert: die Schmetterlinge. In einer Inszenierung, die fast ohne Worte auskommt, dafür aber mit viel Musik von Giuseppe Verdi, erleben wir die ursprünglichen Gefühle, Freude, Trauer, Schmerz, Glück, wie sie jedes Kind erlebt, das sich die Welt zu eigen macht. Eine Verzauberung!

    Vorhang (Fotolia)

    mehr …

  • Der kleine Muck

    11.12.2017, Puppentheater

    Die Welt ist in Aufruhr. Völker wandern. Was sie scheidet, was sie eint, das sind auch ihre Märchen. In ihren Motiven berühren sich Orient und Okzident. Wir eröffnen die neue Spielzeit mit einer Doppelpremiere: Ein Märchen aus dem Morgenland und eins aus dem Abendland. Das morgenländische ist die berühmte Geschichte vom kleinen Muck, die jeder für ein altes Volksmärchen hält, aber vom nicht einmal 25jährigen Wilhelm Hauff ausgedacht wurde, der begeistert war von den Geschichten aus tausendundeiner Nacht! – Der kleine Muck ist ein Flüchtling, aus dem Vaterhaus vertrieben von der eigenen Verwandtschaft. Ein
    Junge mit einem »zu großen Kopf«, dem sein Vater nicht zutraute, in der Welt zu bestehen und dem er deshalb nichts beibrachte. Nun ist der Vater tot, und der kleine Muck zieht in die Wüste und hält jede Glasscherbe für einen Diamanten … Wie soll so einer durchkommen? Wie soll der erwachsen werden? Wo ist das Glück für ihn, der es nicht kennengelernt hat?

    *Regie führt Ralf Meyer, der nach »Fischbrötchen – Aus dem Leben einer Schildkröte« von Fredrik Vahle wieder für größere Kinder inszeniert.*

    Der kleine Muck (Annett Pester)

    mehr …

  • Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

    11.12.2017, Oper

    Der königliche Hof lädt zum Ball ein, aber Aschenbrödel muss zu Hause bleiben und die Öfen kehren. Ihr Stand in der Familie ist seit dem Tod des Vaters denkbar schlecht: Die Stiefmutter ist bösartig, Stiefschwester Dora wird bevorzugt und Aschenbrödel wie eine Dienstmagd behandelt. Dora und Stiefmutter gehen natürlich hin zum Ball. Ihr Plan ist: Dora soll mit dem Prinzen verkuppelt werden. Aschenbrödel bleibt die Freude, einen Abend allein zu Hause zu sein, ganz ohne Schikanen.

    Dann findet der Kutscher drei Haselnüsse, er schenkt sie Aschenbrödel und siehe da: Den Nüssen wohnt ein Zauber inne, sie verwandeln sich in Kleider. Die erste Nuss zaubert ein Jagdgewand, in dem Aschenbrödel dem Prinzen im Wald begegnet, der mit seinem Gefolge zur königlichen Jagd aufgebrochen ist. Der schöne junge Mann glaubt, es mit einem ›Jägersburschen‹ zu tun zu haben und ist schwer beeindruckt von dessen Jagdkünsten. Die zweite Nuss verwandelt sich in ein glitzerndes Ballkleid, in dem Aschenbrödel kurzerhand den Ball besucht und allen anwesenden Damen die Show stiehlt – der Prinz hat nur noch Augen für sie. Aschenbrödel verlässt den Ball heimlich und unerkannt, zurück bleibt allein ihr Schuh, mit dem sich der Prinz nun auf die Suche nach der bezaubernden Fremden begibt. Wem der Schuh passt, wird seine Frau. Dora und ihr Mutter setzen alles daran, Dora dem Prinzen als Braut unterzujubeln. Doch Aschenbrödel hat noch eine dritte Nuss übrig!
    Der Film *Drei Haselnüsse für Aschenbrödel*, eine deutsch-tschechische Koproduktion aus dem Jahr 1973, ist einer der berühmtesten Märchenfilme aller Zeiten. Der zeitlose Klassiker kommt nun als Weihnachtsstück für die ganze Familie auf die Bühne des Opernhauses, gespielt vom Ensemble des Thalia Theaters Halle.

    Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Die Werkstatt der Schmetterlinge

    12.12.2017, Puppentheater

    Die „Gestalter Aller Dinge" erschaffen die Pflanzen und Tiere, die Berge und Täler, die Meere und Wüsten. Rodolfo wird geboren, ein junger Gestalter, der das Erschaffen zunächst erlernen muss. Bevor er seinen Traum von der Schönheit verwirklichen kann, besteht er Krisen und Abenteuer, bis er schließlich die Welt um seine Schöpfung bereichert: die Schmetterlinge. In einer Inszenierung, die fast ohne Worte auskommt, dafür aber mit viel Musik von Giuseppe Verdi, erleben wir die ursprünglichen Gefühle, Freude, Trauer, Schmerz, Glück, wie sie jedes Kind erlebt, das sich die Welt zu eigen macht. Eine Verzauberung!

    Vorhang (Fotolia)

    mehr …

  • Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

    12.12.2017, Oper

    Der königliche Hof lädt zum Ball ein, aber Aschenbrödel muss zu Hause bleiben und die Öfen kehren. Ihr Stand in der Familie ist seit dem Tod des Vaters denkbar schlecht: Die Stiefmutter ist bösartig, Stiefschwester Dora wird bevorzugt und Aschenbrödel wie eine Dienstmagd behandelt. Dora und Stiefmutter gehen natürlich hin zum Ball. Ihr Plan ist: Dora soll mit dem Prinzen verkuppelt werden. Aschenbrödel bleibt die Freude, einen Abend allein zu Hause zu sein, ganz ohne Schikanen.

    Dann findet der Kutscher drei Haselnüsse, er schenkt sie Aschenbrödel und siehe da: Den Nüssen wohnt ein Zauber inne, sie verwandeln sich in Kleider. Die erste Nuss zaubert ein Jagdgewand, in dem Aschenbrödel dem Prinzen im Wald begegnet, der mit seinem Gefolge zur königlichen Jagd aufgebrochen ist. Der schöne junge Mann glaubt, es mit einem ›Jägersburschen‹ zu tun zu haben und ist schwer beeindruckt von dessen Jagdkünsten. Die zweite Nuss verwandelt sich in ein glitzerndes Ballkleid, in dem Aschenbrödel kurzerhand den Ball besucht und allen anwesenden Damen die Show stiehlt – der Prinz hat nur noch Augen für sie. Aschenbrödel verlässt den Ball heimlich und unerkannt, zurück bleibt allein ihr Schuh, mit dem sich der Prinz nun auf die Suche nach der bezaubernden Fremden begibt. Wem der Schuh passt, wird seine Frau. Dora und ihr Mutter setzen alles daran, Dora dem Prinzen als Braut unterzujubeln. Doch Aschenbrödel hat noch eine dritte Nuss übrig!
    Der Film *Drei Haselnüsse für Aschenbrödel*, eine deutsch-tschechische Koproduktion aus dem Jahr 1973, ist einer der berühmtesten Märchenfilme aller Zeiten. Der zeitlose Klassiker kommt nun als Weihnachtsstück für die ganze Familie auf die Bühne des Opernhauses, gespielt vom Ensemble des Thalia Theaters Halle.

    Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • 2. Pavillonkonzert

    12.12.2017, Steintor-Variete

    Donnerstag, 21. September 2017

    Lippen schweigen – Melodien von Franz Lehár

    KS Romelia Lichtenstein, Sopran | Radoslaw Rydlewski, Tenor | Dorothée Stromberg, Violine | Staatskapelle Halle |
    Kay Stromberg, Leitung und Moderation
    {style=margin-top:1em}


    Freitag, 27. Oktober 2017

    Mozart und Prag - Mit Wolfgang Amadeus Mozart in der goldenen Stadt

    KS Romelia Lichtenstein, Sopran | Svitlana Slyvia, Mezzosopran |
    Gerd Vogel, Bariton |
    Ki-Hyun Park, Bass | Staatskapelle Halle |
    Kay Stromberg, Leitung und Moderation


    Dienstag, 12. Dezember 2017

    Alle Jahre wieder, Weihnachtliche Musik mit dem Chor und dem Extrachor der Oper Halle

    Rustam Samedov, Leitung | Martin Reik, Moderation


    Donnerstag, 15. Februar 2018

    Viva Verdi! Musik von Giuseppe Verdi, dem Großmeister der italienischen Oper

    Luigi Di Bella, Leitung


    Donnerstag, 19. April 2018

    Salut Salon! Musikalische Klassiker der Salonmusik und des Tonfilms

    Kay Stromberg, Leitung und Moderation


    Donnerstag, 21. Juni 2018

    Pariser Leben – Bohème und Bourgeoisie im Paris der Belle Époque, Musik von Jacques Offenbach, Giacomo Puccini u. a.

    Anke Berndt und Ines Lex, Sopran | Gerd Vogel, Bariton
    Peter Schedding, Leitung | Martin Reik, Moderation

    Violine - Klassisches Konzert (Fotolia)

    mehr …

  • Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

    12.12.2017, Oper

    Der königliche Hof lädt zum Ball ein, aber Aschenbrödel muss zu Hause bleiben und die Öfen kehren. Ihr Stand in der Familie ist seit dem Tod des Vaters denkbar schlecht: Die Stiefmutter ist bösartig, Stiefschwester Dora wird bevorzugt und Aschenbrödel wie eine Dienstmagd behandelt. Dora und Stiefmutter gehen natürlich hin zum Ball. Ihr Plan ist: Dora soll mit dem Prinzen verkuppelt werden. Aschenbrödel bleibt die Freude, einen Abend allein zu Hause zu sein, ganz ohne Schikanen.

    Dann findet der Kutscher drei Haselnüsse, er schenkt sie Aschenbrödel und siehe da: Den Nüssen wohnt ein Zauber inne, sie verwandeln sich in Kleider. Die erste Nuss zaubert ein Jagdgewand, in dem Aschenbrödel dem Prinzen im Wald begegnet, der mit seinem Gefolge zur königlichen Jagd aufgebrochen ist. Der schöne junge Mann glaubt, es mit einem ›Jägersburschen‹ zu tun zu haben und ist schwer beeindruckt von dessen Jagdkünsten. Die zweite Nuss verwandelt sich in ein glitzerndes Ballkleid, in dem Aschenbrödel kurzerhand den Ball besucht und allen anwesenden Damen die Show stiehlt – der Prinz hat nur noch Augen für sie. Aschenbrödel verlässt den Ball heimlich und unerkannt, zurück bleibt allein ihr Schuh, mit dem sich der Prinz nun auf die Suche nach der bezaubernden Fremden begibt. Wem der Schuh passt, wird seine Frau. Dora und ihr Mutter setzen alles daran, Dora dem Prinzen als Braut unterzujubeln. Doch Aschenbrödel hat noch eine dritte Nuss übrig!
    Der Film *Drei Haselnüsse für Aschenbrödel*, eine deutsch-tschechische Koproduktion aus dem Jahr 1973, ist einer der berühmtesten Märchenfilme aller Zeiten. Der zeitlose Klassiker kommt nun als Weihnachtsstück für die ganze Familie auf die Bühne des Opernhauses, gespielt vom Ensemble des Thalia Theaters Halle.

    Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Führung zur Blauen Stunde: Klimagewalten - Treibende Kraft der Evolution

    12.12.2017, Landesmuseum für Vorgeschichte

    In kaum einer anderen Region öffnen großflächige Bodeneingriffe so viele Fenster in die Vergangenheit wie in Mitteldeutschland. Der große Fossilienschatz gleicht einem erdgeschichtlichen Bilderbuch und eröffnet uns die Möglichkeit, einstige Lebensräume und ihre Bewohner zu rekonstruieren. Ganz deutlich wird hierbei: über Jahrmillionen hinweg waren die unterschiedlichen Lebewesen variierenden Umweltbedingungen ausgesetzt, beeinflusst durch eine stetige Veränderung des Klimas. Dabei führten etliche natürliche Prozesse und Konstellationen zu Klimaschwankungen ganz unterschiedlicher Intensität – in Mitteldeutschland verursachten sie warme subtropische Verhältnisse bis hin zu kalten arktischen Bedingungen.

    Welche Ursachen liegen solch extremen Klimaschwankungen zugrunde? Und mit welchen Strategien reagierten die Lebewesen darauf? Ist der stetige Klimawechsel gar die treibende Kraft der Evolution und damit Grundlage unserer Existenz?

    Um derartige Fragen zu beantworten, fokussiert die Ausstellung die Entwicklung der Säugetiere seit Beginn ihres Aufstiegs vor 65 Millionen Jahren. Während dieses langen Zeitraums war das Klima zumeist deutlich wärmer als heute und begünstigte damit die Entfaltung einer immensen Artenvielfalt. Die Evolution sorgte für einen permanenten Wandel in Fauna und Flora: Arten starben aus, andere passten sich an, neue entstanden. In den kühleren Zeitabschnitten und insbesondere mit dem Beginn des Eiszeitalters schwand dann die vormalige Vielfalt – was nun aber einigen Lebewesen die Chance zur besonderen Entfaltung bot und unsere heutige Tier- und Pflanzenwelt hervorbrachte. So ging aus der vielschichtigen Entwicklung der Primaten schließlich auch der heutige Mensch hervor. Seine Evolution lässt sich von den frühen Lemuren vor über 40 Millionen Jahren über die Hominiden bis zur Entstehung der ersten Menschenarten nachvollziehen.

    Zu Beginn noch hilflos gegen große Raubtiere wie Riesenhyäne oder Säbelzahnkatze, ist es der Mensch, der schließlich vom Gejagten zum Jäger wird. Als erstes Lebewesen verlässt er den Pfad der rein biologischen Evolution, indem er durch Feuernutzung, Behausungen, Werkzeugherstellung und funktionelle Bekleidung begann, die Umwelt aktiv nach seinen Bedürfnissen zu gestalten - die Kultur nahm ihren Lauf. Mit Erfindergeist und Kreativität bewältigte der Mensch so bisher alle Klimaveränderungen.

    Aufgrund der Zunahme extremer Wetterereignisse kam in den letzten Jahrzehnten schließlich die Frage auf, in welchem Umfang auch der Mensch in die Klimaentwicklung eingreift mit all seinen regionalen und globalen Auswirkungen. Aus der Kenntnis der Vergangenheit endet die Ausstellung mit zwei hypothetischen Szenarien der Zukunft: Was würde es für uns bedeuten, wenn die Erwärmung andauert, was, wenn die nächste Kaltphase hereinbricht?

    mehr …

  • Angst essen Seele auf

    12.12.2017, Neues Theater

    »Glück, was ist das schon?«

    Ein ursprünglich kulturelles Erbe sind Biergärten. Jedermann, ob arm, ob reich, ob etabliert oder am Rande der Gesellschaft, ob jung, ob alt, ob mit Familie oder allein lebend, ob von hier oder von woanders, genießt das besondere Flair unter freiem Himmel. Am Tag oder bis in die Nacht. Ausgerechnet im Herkunftsland der Biergärten, im Süden der deutschen Heimat, haben es verantwortungsvolle Bürger vor ein paar Jahren geschafft, die Ruhezeiten durchzusetzen und die Gärten am späteren Abend flächendeckend zu schließen.

    Der Aufschrei dagegen blieb aus. Erduldet wird, was Recht und Ordnung zu leben vorgeben. Das Glücksempfinden der Menschen erhält keine rechtliche Basis im täglichen Miteinander. So ergeht es auch Emmi und Salem. Sie, eine alternde Putzfrau, die nach dem Tod ihres Mannes allein ihr bescheidenes Leben führt. Und er, ein junger marokkanischer Gastarbeiter. Beide werden ein Paar und versuchen einfach, in ihrem Alltag Glück zu empfinden, weil sie sich offensichtlich gut tun. Sie kann ihm ein Zuhause bieten und er kann für sie ihre Einsamkeit überwinden.

    Die Nachbarin erregt sich beim Sohn des Hausbesitzers:

    »Dieses Gesindel, kann man denn da nichts machen gegen sowas, Herr Gruber?

    Herr Gruber: »Aber warum denn, Frau Karges. Die sind doch offensichtlich sehr glücklich zusammen.«

    Frau Karges: »Aber Glück, Herr Gruber, was ist das schon? Es gibt doch immerhin noch sowas, wie Anstand!«

    Das empfundene Recht auf Ausgrenzung erstickt Fantasie und Glücksbegabung. Fassbinder hat uns ein beklemmendes Gleichnis auf unsere jetzigen Tage hinterlassen, weil er in den 70er Jahren schon wusste: Wir veröden, wenn wir nicht für unsere Vielfalt und Toleranz eintreten. Die Bühne des nt wird zum Biergarten, in welchem die Figuren dieses bewegenden Dramas mitten unter uns ihre Sorgen, Ängste und Sehnsüchte bei Bier, Wein oder Wasser miteinander teilen werden!

    Matthias Brenner (Fabian Schellhorn)

    mehr …

  • Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

    13.12.2017, Oper

    Der königliche Hof lädt zum Ball ein, aber Aschenbrödel muss zu Hause bleiben und die Öfen kehren. Ihr Stand in der Familie ist seit dem Tod des Vaters denkbar schlecht: Die Stiefmutter ist bösartig, Stiefschwester Dora wird bevorzugt und Aschenbrödel wie eine Dienstmagd behandelt. Dora und Stiefmutter gehen natürlich hin zum Ball. Ihr Plan ist: Dora soll mit dem Prinzen verkuppelt werden. Aschenbrödel bleibt die Freude, einen Abend allein zu Hause zu sein, ganz ohne Schikanen.

    Dann findet der Kutscher drei Haselnüsse, er schenkt sie Aschenbrödel und siehe da: Den Nüssen wohnt ein Zauber inne, sie verwandeln sich in Kleider. Die erste Nuss zaubert ein Jagdgewand, in dem Aschenbrödel dem Prinzen im Wald begegnet, der mit seinem Gefolge zur königlichen Jagd aufgebrochen ist. Der schöne junge Mann glaubt, es mit einem ›Jägersburschen‹ zu tun zu haben und ist schwer beeindruckt von dessen Jagdkünsten. Die zweite Nuss verwandelt sich in ein glitzerndes Ballkleid, in dem Aschenbrödel kurzerhand den Ball besucht und allen anwesenden Damen die Show stiehlt – der Prinz hat nur noch Augen für sie. Aschenbrödel verlässt den Ball heimlich und unerkannt, zurück bleibt allein ihr Schuh, mit dem sich der Prinz nun auf die Suche nach der bezaubernden Fremden begibt. Wem der Schuh passt, wird seine Frau. Dora und ihr Mutter setzen alles daran, Dora dem Prinzen als Braut unterzujubeln. Doch Aschenbrödel hat noch eine dritte Nuss übrig!
    Der Film *Drei Haselnüsse für Aschenbrödel*, eine deutsch-tschechische Koproduktion aus dem Jahr 1973, ist einer der berühmtesten Märchenfilme aller Zeiten. Der zeitlose Klassiker kommt nun als Weihnachtsstück für die ganze Familie auf die Bühne des Opernhauses, gespielt vom Ensemble des Thalia Theaters Halle.

    Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Schallspiele - ein museumspädagogisches Angebot

    13.12.2017, Händel-Haus

    Was ist Schall? Wie verbreitet sich der Schall? Wie funktioniert mein Ohr? Mit Freunden, Eltern und Großeltern die Ausstellungen entdecken, eigene Musik erfinden oder im neuen Klangstudio experimentieren.

    ohne Voranmeldung. Mindestalter: 6 Jahre

    Händel-Haus (Horst Fechner)

    mehr …

  • Der Nussknacker - Eine Weihnachtsgeschichte

    13.12.2017, Oper

    Seit dem Jahr 2000 ist es eine liebgewonnene Tradition, sich in der Vorweihnachtzeit von dem Ballett *Der Nussknacker – Eine Weihnachtsgeschichte* verzaubern zu lassen. Youri Vámos verknüpft darin E.T.A. Hoffmanns Geschichte von *Nussknacker und Mäusekönig* mit Motiven aus Charles Dickens *Weihnachtsgeschichte*. Winterlich-weihnachtliche Dekoration, liebevoll und aufwändig gefertigte Kostüme, die wunderschöne Musik Tschaikowskis und die Tänzerinnen und Tänzer des Ballett Rossa lassen den *Nussknacker* zu einem ganz besonderen Erlebnis für die ganze Familie werden!

    In einem Londoner Vorort herrscht fröhliche Weihnachtsstimmung. Nur einer lässt sich ganz und gar nicht davon anstecken: Scrooge, der herzlose und geizige Geldverleiher, schreckt nicht einmal am Heiligen Abend davor zurück, seine Nachbarn an ihre offenen Kredite zu erinnern. Als sich sein Buchhalter Bob Cratchit über dessen Griesgrämigkeit lustig macht, wird er von ihm fristlos entlassen. Bob kann sich nun weder den Weihnachtstruthahn noch die Nussknacker-Puppe leisten, die seine Tochter Clara sich sehnlich wünscht. Verzweifelt bittet Clara den Geldverleiher, ihr die Puppe zu schenken. Aber er zerbricht sie zornig. Erst als Scrooge einen furchtbaren Alptraum durchlebt, wird aus ihm schließlich doch noch ein freundlicher Mensch, der versucht seine Fehler wiedergutzumachen.

    Der Nussknacker - Eine Weihnachtsgeschichte (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Ziemlich beste Freunde

    13.12.2017, Neues Theater

    Philippe, ein reicher, querschnittsgelähmter Unternehmer, fristet sein Dasein im Stillstand des Alltags da er bei allem auf Hilfe angewiesen ist. Schließlich muss sich der arbeitslose und aus der Vorstadt stammende Driss bei ihm als Pfleger bewerben und Philippe stellt den Mann, dem jegliche Kompetenz fehlt, kurzerhand ein. Dieser vermeintliche Mangel stellt sich dabei als Vorteil heraus: Driss‘ unkonventioneller Umgang mit dem Gelähmten bringt nicht nur Schwung in die Räder des Rollstuhles, sondern auch in das brachliegende Liebesleben des einsamen Witwers. Und schon wird Philippe nicht mehr im ungemütlichen Kastenwagen samt Rollstuhlaufkleber durch Paris gefahren, sondern sitzt festgeschnallt im eigenen Maserati auf dem Beifahrersitz neben Driss und kann das Leben im Rausch der Geschwindigkeit wieder spüren.
    Mit *Ziemlich beste Freunde* kommt einer der erfolgreichsten französischen Filme der letzten Jahre nach Halle und erobert die Bühnen der Kulturinsel. Diese berührende Geschichte über die Kraft der Freundschaft und die Magie der Liebe ist ein Lobgesang auf das Leben.

    Ziemlich beste Freunde (Anna Kolata)

    mehr …

  • Russki Wetscher - Ein russischer Abend in drei Teilen

    13.12.2017, Puppentheater

    Lassen Sie sich einladen! Wohin? Nach Sibirien? Nein, in den Zauberwald! Iwan fängt den Aal, und jeder Wunsch wird ihm erfüllt, und auf seinem Ofen fährt er bis zum Zaren! – In Tschernobyl ist die Zeit stehen geblieben. Hier lässt sich noch vom Großen Vaterländischen Krieg träumen, da hatte die Heimat noch ein Gesicht! – Derweil sitzen Pussy Riot hinter Gittern und empfangen hymnische Briefe aus der westlichen Welt, und Baba Yaga bereitet Russland auf Tod und Wiederauferstehung vor ...

    Drei junge Regisseure aus unserem Ensemble richten nach den Regeln der Gastfreundschaft einen dreiteiligen Abend an. Sie servieren: Ein Erlebnis. Eine Reise. Wodka. Geschichten. Musik. Sie suchen Wege in die Fremde. Sie stellen Fragen nach dem heutigen Russland, dem Land, das »unser Bruder« war und heute so fern ist.

    Russki Wetscher (Collage Annett Pester)

    mehr …

  • Gott des Gemetzels

    13.12.2017, Neues Theater

    Yasmina Rezas erfolgreichstes Theaterstück *Gott des Gemetzels*, das im Jahr 2011 mit einem Aufgebot an Hollywoodschauspielern verfilmt wurde, beschreibt etwas in hohem Maße Politisches: Ist der Mensch kultiviert genug, um Streitereien mit Nachsicht und Bedacht zu lösen? Gelingt es ihm, die eigenen Affekte in den Ritzen der Diplomatie zu verstauen, um im Sinne des friedlichen Miteinanders zu entscheiden?

    Vor dieser Herausforderung stehen eines Tages zwei Elternpaare des gehobenen Bürgertums: Vermögensberaterin, Rechtsanwalt, Schriftstellerin und Großhändler treffen sich zu einem Gespräch, weil ihre Kinder mit Stöcken aufeinander eingeschlagen haben sollen. (Denn anders als in der Tragödie sind hier nicht einmal mehr die Kinder unschuldig.) Zunächst glaubt man, die Angelegenheit mit einem jovialen Lächeln auf sich beruhen lassen zu können. Aber selbstgefälliger Smalltalk und süffisante Schmeicheleien geben bald nach wie ein morscher Boden. Die Beteiligten manövrieren sich zusehends in die eigene Unmündigkeit. Zwischen Whiskey, toten Hamstern und vollgekotzten Bildbänden verraten sich die Ehepartner für eine gute Pointe, verbünden sich die Geschlechter für eine entlastende Plattitüde. Die Falle der persönlichen Überreizungen schnappt gnadenlos zu. Daraus befreien kann man sich vielleicht noch mit einer kubanischen Zigarre oder einem beherzten Sprung in die Blumenvase.

    Yasmina Reza, Meisterin der theatralen Streitkultur, hat mit *Gott des Gemetzels* ein komödiantisches Meisterwerk menschlicher Entfesselung entworfen, in dem wir uns alle lachend wiedererkennen können. Eine Zimmerschlacht für vier Schauspieler und ein Publikum.

    Neues Theater (Bühnen Halle)

    mehr …

  • Die drei kleinen Schweinchen

    14.12.2017, Neues Theater

    Das Märchen von den drei niedlichen jungen Borstentieren, die zu groß für den mütterlichen Stall geworden sind und sich deshalb eigene Häuser bauen, ist spätestens seit der Oscar-prämierten Vertrickfilmung von Walt Disney ein Klassiker der Kinderliteratur und mehr als nur eine Werbung für stabiles Baumaterial. Während sich also Schweinchen Eins und Zwei nur ein Stroh- bzw. Holzhaus errichten, müht sich Schweinchen Drei mit schweren Ziegelsteinen ab. Am Ende der jeweiligen Bauarbeiten sind zunächst alle Schweinchen stolz und singen fröhlich vom neuen Heim. Dann aber kommt der böse Wolf mit Appetit auf zartes Schweinefleisch. Und Schweinchen Eins und Zwei können sich nach der rasanten Zerstörung ihrer labilen Behausungen gerade noch in das sichere Steinhaus ihres Bruders retten. Hier findet die hungrige Zerstörungswut des Wolfes ein jähes Ende. Da kann er noch so viel strampeln und trampeln und husten und prusten, dieses Haus pustet er nicht um. Endlich sind die Schweinchen wieder vereint und können sich mit gesammelten Kräften gegen den Wolf zur Wehr setzen.

    Katharina Brankatschk (Falk Wenzel)

    mehr …

  • Der Nussknacker - Eine Weihnachtsgeschichte

    14.12.2017, Oper

    Seit dem Jahr 2000 ist es eine liebgewonnene Tradition, sich in der Vorweihnachtzeit von dem Ballett *Der Nussknacker – Eine Weihnachtsgeschichte* verzaubern zu lassen. Youri Vámos verknüpft darin E.T.A. Hoffmanns Geschichte von *Nussknacker und Mäusekönig* mit Motiven aus Charles Dickens *Weihnachtsgeschichte*. Winterlich-weihnachtliche Dekoration, liebevoll und aufwändig gefertigte Kostüme, die wunderschöne Musik Tschaikowskis und die Tänzerinnen und Tänzer des Ballett Rossa lassen den *Nussknacker* zu einem ganz besonderen Erlebnis für die ganze Familie werden!

    In einem Londoner Vorort herrscht fröhliche Weihnachtsstimmung. Nur einer lässt sich ganz und gar nicht davon anstecken: Scrooge, der herzlose und geizige Geldverleiher, schreckt nicht einmal am Heiligen Abend davor zurück, seine Nachbarn an ihre offenen Kredite zu erinnern. Als sich sein Buchhalter Bob Cratchit über dessen Griesgrämigkeit lustig macht, wird er von ihm fristlos entlassen. Bob kann sich nun weder den Weihnachtstruthahn noch die Nussknacker-Puppe leisten, die seine Tochter Clara sich sehnlich wünscht. Verzweifelt bittet Clara den Geldverleiher, ihr die Puppe zu schenken. Aber er zerbricht sie zornig. Erst als Scrooge einen furchtbaren Alptraum durchlebt, wird aus ihm schließlich doch noch ein freundlicher Mensch, der versucht seine Fehler wiedergutzumachen.

    Der Nussknacker - Eine Weihnachtsgeschichte (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Seniorenkolleg

    14.12.2017, Händel-Haus

    „Markt und Straßen steh’n verlassen“, Weihnachtliches in Dichtung, Bild und Musik, Dr. habil. Karin Zauft, Halle

    mehr …

  • Ziemlich beste Freunde

    14.12.2017, Neues Theater

    Philippe, ein reicher, querschnittsgelähmter Unternehmer, fristet sein Dasein im Stillstand des Alltags da er bei allem auf Hilfe angewiesen ist. Schließlich muss sich der arbeitslose und aus der Vorstadt stammende Driss bei ihm als Pfleger bewerben und Philippe stellt den Mann, dem jegliche Kompetenz fehlt, kurzerhand ein. Dieser vermeintliche Mangel stellt sich dabei als Vorteil heraus: Driss‘ unkonventioneller Umgang mit dem Gelähmten bringt nicht nur Schwung in die Räder des Rollstuhles, sondern auch in das brachliegende Liebesleben des einsamen Witwers. Und schon wird Philippe nicht mehr im ungemütlichen Kastenwagen samt Rollstuhlaufkleber durch Paris gefahren, sondern sitzt festgeschnallt im eigenen Maserati auf dem Beifahrersitz neben Driss und kann das Leben im Rausch der Geschwindigkeit wieder spüren.
    Mit *Ziemlich beste Freunde* kommt einer der erfolgreichsten französischen Filme der letzten Jahre nach Halle und erobert die Bühnen der Kulturinsel. Diese berührende Geschichte über die Kraft der Freundschaft und die Magie der Liebe ist ein Lobgesang auf das Leben.

    Ziemlich beste Freunde (Anna Kolata)

    mehr …

  • 2. Händel zu Hause - in der Pauluskirche!

    14.12.2017, Pauluskirche

    »Jauchzet, frohlocket...« – Diesen Chorsatz konnten die Besucher der Leipziger Thomaskirche erstmals zu Weihnachten des Jahres 1734 hören, als ihr Kantor
    Johann Sebastian Bach ein außergewöhnliches Kompositionsprojekt verwirklichte: Für die weihnachtlichen Festtage entwarf er einen sechsteiligen Kantatenzyklus,
    den er aufgrund der durchgängigen »Handlung« als »Oratorium, welches »Die heilige Weynacht« über In beyden Haupt-Kirchen zu Leipzig musiciret
    wurde« bezeichnete.

    Nur 15 Jahre später erklang an gleicher Stelle ein weiteres großes kirchenmusikalisches Werk, das Magnificat von Bachs zweitältestem Sohn Carl Philipp Emanuel. Vermutlich hatte der Filius, der bereits als versierter Hofcembalist Friedrichs II .
    in Potsdam und Berlin tätig war, diese Komposition als »Bewerbungsstück« um die Nachfolge seines Vaters im Amt des Thomaskantors angelegt. Auch wenn sich die Stadt Leipzig letztlich nicht für Carl Philipp Emanuel Bach entschied, ist dieses Magnificat ein außergewöhnlich feierliches und anspruchsvolles Werk. Zu diesem weihnachtlichen Konzert in der Pauluskirche wird das Händelfestspielorchester in bewährter Weise von den Hallenser Madrigalisten gesanglich
    unterstützt.
    Ines Lex, Sopran | Svitlana Slyvia, Alt | Robert Sellier, Tenor | Ki-Hyun Park, Bass | Hallenser Madrigalisten | Händelfestspielorchester Halle
    Bernhard Forck, Leitung und Violine

    Musikinstrument eines klassischen Konzertes (Timo Klostermeier, Pixelio.de)

    mehr …

  • Gott des Gemetzels

    14.12.2017, Neues Theater

    Yasmina Rezas erfolgreichstes Theaterstück *Gott des Gemetzels*, das im Jahr 2011 mit einem Aufgebot an Hollywoodschauspielern verfilmt wurde, beschreibt etwas in hohem Maße Politisches: Ist der Mensch kultiviert genug, um Streitereien mit Nachsicht und Bedacht zu lösen? Gelingt es ihm, die eigenen Affekte in den Ritzen der Diplomatie zu verstauen, um im Sinne des friedlichen Miteinanders zu entscheiden?

    Vor dieser Herausforderung stehen eines Tages zwei Elternpaare des gehobenen Bürgertums: Vermögensberaterin, Rechtsanwalt, Schriftstellerin und Großhändler treffen sich zu einem Gespräch, weil ihre Kinder mit Stöcken aufeinander eingeschlagen haben sollen. (Denn anders als in der Tragödie sind hier nicht einmal mehr die Kinder unschuldig.) Zunächst glaubt man, die Angelegenheit mit einem jovialen Lächeln auf sich beruhen lassen zu können. Aber selbstgefälliger Smalltalk und süffisante Schmeicheleien geben bald nach wie ein morscher Boden. Die Beteiligten manövrieren sich zusehends in die eigene Unmündigkeit. Zwischen Whiskey, toten Hamstern und vollgekotzten Bildbänden verraten sich die Ehepartner für eine gute Pointe, verbünden sich die Geschlechter für eine entlastende Plattitüde. Die Falle der persönlichen Überreizungen schnappt gnadenlos zu. Daraus befreien kann man sich vielleicht noch mit einer kubanischen Zigarre oder einem beherzten Sprung in die Blumenvase.

    Yasmina Reza, Meisterin der theatralen Streitkultur, hat mit *Gott des Gemetzels* ein komödiantisches Meisterwerk menschlicher Entfesselung entworfen, in dem wir uns alle lachend wiedererkennen können. Eine Zimmerschlacht für vier Schauspieler und ein Publikum.

    Neues Theater (Bühnen Halle)

    mehr …

  • Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

    15.12.2017, Oper

    Der königliche Hof lädt zum Ball ein, aber Aschenbrödel muss zu Hause bleiben und die Öfen kehren. Ihr Stand in der Familie ist seit dem Tod des Vaters denkbar schlecht: Die Stiefmutter ist bösartig, Stiefschwester Dora wird bevorzugt und Aschenbrödel wie eine Dienstmagd behandelt. Dora und Stiefmutter gehen natürlich hin zum Ball. Ihr Plan ist: Dora soll mit dem Prinzen verkuppelt werden. Aschenbrödel bleibt die Freude, einen Abend allein zu Hause zu sein, ganz ohne Schikanen.

    Dann findet der Kutscher drei Haselnüsse, er schenkt sie Aschenbrödel und siehe da: Den Nüssen wohnt ein Zauber inne, sie verwandeln sich in Kleider. Die erste Nuss zaubert ein Jagdgewand, in dem Aschenbrödel dem Prinzen im Wald begegnet, der mit seinem Gefolge zur königlichen Jagd aufgebrochen ist. Der schöne junge Mann glaubt, es mit einem ›Jägersburschen‹ zu tun zu haben und ist schwer beeindruckt von dessen Jagdkünsten. Die zweite Nuss verwandelt sich in ein glitzerndes Ballkleid, in dem Aschenbrödel kurzerhand den Ball besucht und allen anwesenden Damen die Show stiehlt – der Prinz hat nur noch Augen für sie. Aschenbrödel verlässt den Ball heimlich und unerkannt, zurück bleibt allein ihr Schuh, mit dem sich der Prinz nun auf die Suche nach der bezaubernden Fremden begibt. Wem der Schuh passt, wird seine Frau. Dora und ihr Mutter setzen alles daran, Dora dem Prinzen als Braut unterzujubeln. Doch Aschenbrödel hat noch eine dritte Nuss übrig!
    Der Film *Drei Haselnüsse für Aschenbrödel*, eine deutsch-tschechische Koproduktion aus dem Jahr 1973, ist einer der berühmtesten Märchenfilme aller Zeiten. Der zeitlose Klassiker kommt nun als Weihnachtsstück für die ganze Familie auf die Bühne des Opernhauses, gespielt vom Ensemble des Thalia Theaters Halle.

    Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Der fröhliche Hypochonder

    15.12.2017, Neues Theater

    Dass Krankheiten auch höchst unterhaltsame Folgen haben können und dass Lachen zu recht traditionell die beste Medizin ist, demonstriert Schauspieler Reinhard Straube schon seit mehreren Jahren in seinem erfolgreichen Soloprogramm. In seinem Programm entdeckt Reinhard Straube die eingebildete Krankheit als die beste aller möglichen Heimatorte. Das Studium medizinischer Fachbücher und neuester Zeitungsartikel, die Untersuchung des eigenen Körpers und seiner Befindlichkeiten - dies alles dient der Bestätigung einer Tatsache: dass das Leben ständig gefährdet und damit unlebar ist. Die Bilder der eigenen Beerdigung werden endlich nicht mehr von einem Sonnentag überlagert, der eh nur Bazillen und die Qualen von Vorsorgeuntersuchungen bereithält.

    Reinhard Straube (Promo)

    mehr …

  • Die Nachtigall des Zaren

    15.12.2017, Oper

    *Die Nachtigall des Zaren* erzählt die faszinierende Lebensgeschichte des Star-Kastraten Filippo Balatri, basierend auf dessen berührend-persönlicher und bissig-spöttischer
    Autobiographie. Der Sänger reiste quer durch Europa und erzählt in diesem Roadmovie des Barock über den höfischen Alltag, die europäische Kunstszene und die Strapazen des Reisens im 17. und 18. Jahrhundert zwischen Pisa und Moskau, Paris und Düsseldorf, München, Wien und der kalmückischen Steppe. In London begegnete er einem berühmten Hallenser Komponisten, den er als „Giorgio Endel“ bezeichnet.

    Die Autorin Christine Wunnicke hat in dem Buch „Die Nachtigall des Zaren“ auf Grundlage der umfangreichen überlieferten Originalschriften Filippo Balatris seinen Lebensweg detailgetreu und anekdotenreich rekonstruiert und dabei auch dessen Originaltexten viel Raum gelassen: „Während vielen die Beschaffenheit ihres Kehlkopfes oder eine von Natur aus zu wenig süße Stimme verbietet, eine Nachtigall zu imitieren, war es mir ein Leichtes, die wehmütigen Tonfolgen nachzuahmen, die dieses Tierchen zu singen pflegt Ich hatte ja in London eine Nachtigall in meinem Zimmer, und ich verliebte mich dort so in ihren Gesang, dass ich, zunächst nur zum Spaß, ihre Strophen zu studieren begann, bis ich sie dann eines Tages wirklich nachsingen konnte.“

    In der inszenierten Lesung wird der faszinierende Kastrat durch den Schauspieler Robert Joseph Bartl und den Countertenor Leandro Marziotte zum Leben erweckt.
    Begleitet von Musikern des Händelfestspielorchesters Halle auf historischen Instrumenten werden Arien von Georg Friedrich Händel und anderen Komponisten der Barockzeit dargeboten, die auch aus Balatris Repertoire stammen könnten.

    Robert Joseph Bartl war u. a. langjähriges Ensemblemitglied am Münchner Residenztheater und ist regelmäßig im Münchner Tatort als Pathologe Dr. Steinbrecher zu sehen. Leandro Marziotte gewann 2014 beim Internationalen
    Händel-Wettbewerb den ersten Preis als Countertenor.

    opernhaus bei nacht (Thomas Ziegler)

    mehr …

  • Die Liebe in Zeiten der Cholera

    15.12.2017, Puppentheater

    Die schönste Liebesgeschichte der Welt: 51 Jahre, 9 Monate und 4 Tage wartet Florentino Ariza auf Fermina Daza. Schon als Achtzehnjähriger hat er sich unsterblich in sie verliebt, in poetischen Briefen hat er um sie geworben, für kurze Zeit hat er ihre Aufmerksamkeit gewonnen, und sie dann doch an den Doktor Juvenal Urbino verloren. Aber er hat nie aufgehört, sie zu lieben ...

    Das Puppentheater Halle hat sich viele Jahre darum bemüht, einen Stoff des kolumbianischen Schriftstellers Gabriel García Márquez aufführen zu dürfen, der als der Erfinder des magischen Realismus gilt. Christoph Werner hat dieses Stück Weltliteratur des 20. Jahrhunderts in Szene gesetzt. Nach seinen preisgekrönten Bearbeitungen von Oscar Wilde und Dino Buzzati eröffnete Gabriel García Márquez’ Epos über die Liebe die Spielzeit 2015/16.

    Liebe in Zeiten der Cholera (Annett Claudia Pester)

    mehr …

  • Studioclub

    15.12.2017, Neues Theater

    Badaboom! Es wird wieder studiert! Das heißt: probiert, partizipiert, polarisiert, pulverisiert und überhaupt, aus allen Rohren gefeuert.
    Kommet, singet und tanzet mit der frisch gebackenen Nachwuchsgarde des nt, werdet Zeuge des ungemäßigten Wahnsinns, der wilden Willkür und des leichtsinnigen Schwermuts! Niemand sieht vorher, was da auf uns zurollt. Am wenigsten wir! Wir sehnen uns nach euch! In vibrativer Vorfreude – das Studio!









    Mit: v.l.n.r.:
    **Edda Maria Wiersch**, **Amelie Kriss-Heinrich**, **Manuel Thielen**, **Paul Sies**, **Tristan Steeg**, **Ali Aykar**, **Noëmi Krausz**, **Malick Bauer**

    Studioclub (Falk Wenzel)

    mehr …

  • Öffentliche Führung: Begegnungen. Von Cranach bis Holbein - Kunstsammlungen Sachsen Anhalt

    16.12.2017, Kunstmuseum Moritzburg

    Jeden Samstag findet 15 Uhr eine öffentliche Führung durch die Ausstellung statt.

    Im ersten Obergeschoss des Nordflügels der Moritzburg
    entfaltet sich die Pracht der herausragenden Handzeichnungen aus der Graphischen Sammlung der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau. In drei Themenbereichen – Porträt, Mythologie / Allegorie und Religion – sind einzigartige Feder- und Pinselzeichnungen u. a. von Albrecht Altdorfer, Lucas Cranach d. Ä., Albrecht Dürer, Urs Graf, Ambrosius Holbein und Tobias Stimmer zu erleben. Die Werke stammen aus zwei Klebebänden, die 1748 durch Erbfolge zunächst an das anhaltisch-bernburgische Fürstenhaus und 1877 an den Herzog von Anhalt-Dessau gingen. 1914 erstmals von Max Jakob Friedländer publiziert, konnten sie 2011 nach neuesten wissenschaftlichen Methoden analysiert und in einem opulenten Bestandsverzeichnis neuerlich publiziert werden.

    Im Zentrum des Ausstellungsraumes werden unter dem Titel Vom Himmel in die Hölle. Reformation im Bild der Öffentlichkeit bislang unbekannte Tafelgemälde aus der Gemäldesammlung des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) gezeigt, die dank der Unterstützung der Freunde und Förderer des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) e. V. und der Hochschule für Bildende Künste, Dresden, in den vergangenen Jahren kunsttechnologisch untersucht und aufwändig restauriert werden konnten. Erstmals können nun die Epitaphien der Familie von Schönfeldt sowie das Fragment einer Kreuzigungsszene aus Löbnitz bei Delitzsch präsentiert werden. Sie sind unmittelbare Zeugnisse der sich im Zuge der Reformation wandelnden Bildsprache und stammen aus der Wittenberger Werkstatt Lucas Cranachs d. J. bzw. aus deren Umkreis. Ergänzt wird die Präsentation durch drei Holztafeln aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert und der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts von niederländischen Meistern.

    Im Kontext der konfessionellen Auseinandersetzung zwischen Protestanten und Katholiken kommt dem Flugblatt eine herausragende kommunikative Funktion bei. Das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) verfügt mit mehr als 1 000 teilweise sehr seltenen Blättern des 15. bis 19. Jahrhunderts über die wertvollste Flugblattsammlung in Sachsen-Anhalt. Bedeutende Einzelblätter dieses Konvoluts runden die Ausstellung am Ausgang des 500-jährigen Reformationsjubiläums 2017 ab während eine Präsentation von kunsthandwerklichen Objekten und Medaillen, herausragende Preziosen der Renaissance-Zeit, den Besucher im Foyer in die Ausstellung einführen.

    Die Häuser:

    Der Aufbau der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau erfolgte ab 1927 im damaligen Freistaat Anhalt parallel zur nationalen Etablierung des bereits 1885 gegründeten Städtischen Museums für Kunst und Kunstgewerbe im nahe gelegenen Halle (Saale) in der Preußischen Provinz Sachsen, des heutigen Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale). In der Weimarer Republik gehörten beide Museen mit ihren unterschiedlichen Sammlungen zu den bedeutenden Ausstellungshäusern Deutschlands. Während der Schwerpunkt der halleschen Bestände in der Moderne des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts liegt, verfügt die Anhaltische Gemäldegalerie Dessau über eine hochkarätige Sammlung Alter Meister vom 15. bis ins frühe 19. Jahrhundert. Beide Sammlungen sind in ihrer Zusammensetzung und Qualität jeweils einzigartig in Sachsen-Anhalt und vermögen, sich nach dem Vorbild Galerie Alter Meister und Galerie Neuer Meister gegenseitig zu ergänzen und zu bereichern.

    Lucas Cranach d. J. (Werkstatt): Das  Jüngste Gericht mit Stiftern (Punctum/Bertram Kobe)

    mehr …

  • Musik im Händel-Haus

    16.12.2017, Händel-Haus

    Advent in Freylinghausens Gesangbuch – eine barocke JamSession, Werke von und Improvisationen im Stil von G. F. Händel, Ch. Dieupart, F. Turini und D. Castello, Ensemble all'improvviso

    mehr …

  • Der Nussknacker - Eine Weihnachtsgeschichte

    16.12.2017, Oper

    Seit dem Jahr 2000 ist es eine liebgewonnene Tradition, sich in der Vorweihnachtzeit von dem Ballett *Der Nussknacker – Eine Weihnachtsgeschichte* verzaubern zu lassen. Youri Vámos verknüpft darin E.T.A. Hoffmanns Geschichte von *Nussknacker und Mäusekönig* mit Motiven aus Charles Dickens *Weihnachtsgeschichte*. Winterlich-weihnachtliche Dekoration, liebevoll und aufwändig gefertigte Kostüme, die wunderschöne Musik Tschaikowskis und die Tänzerinnen und Tänzer des Ballett Rossa lassen den *Nussknacker* zu einem ganz besonderen Erlebnis für die ganze Familie werden!

    In einem Londoner Vorort herrscht fröhliche Weihnachtsstimmung. Nur einer lässt sich ganz und gar nicht davon anstecken: Scrooge, der herzlose und geizige Geldverleiher, schreckt nicht einmal am Heiligen Abend davor zurück, seine Nachbarn an ihre offenen Kredite zu erinnern. Als sich sein Buchhalter Bob Cratchit über dessen Griesgrämigkeit lustig macht, wird er von ihm fristlos entlassen. Bob kann sich nun weder den Weihnachtstruthahn noch die Nussknacker-Puppe leisten, die seine Tochter Clara sich sehnlich wünscht. Verzweifelt bittet Clara den Geldverleiher, ihr die Puppe zu schenken. Aber er zerbricht sie zornig. Erst als Scrooge einen furchtbaren Alptraum durchlebt, wird aus ihm schließlich doch noch ein freundlicher Mensch, der versucht seine Fehler wiedergutzumachen.

    Der Nussknacker - Eine Weihnachtsgeschichte (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Heisenberg

    16.12.2017, Neues Theater

    Georgie hat Alex am Bahnhof getroffen und einfach von hinten in den Nacken geküsst. So weit, so unspektakulär. Es könnte eine Verwechslung gewesen sein, doch die Frau belässt es nicht bei einer Entschuldigung. Der Kuss wird zu einem Ventil für ihre Lebensgeschichten, die sie Alex atemlos erzählt. Den 75-jährigen Metzger und die Sekretärin in ihren Vierzigern trennen nicht nur Generationen, sondern auch Welten. Was als Episode begann, wird im Laufe des Stücks zu einer außergewöhnlichen Bekanntschaft, Liebelei und schließlich tiefen Verbundenheit. Alex öffnet sich der Frau und erlebt einen letzten Frühling.
    Der britische Autor Simon Stephens ist ein Meister starker Geschichten mit stillen Momenten und sprühenden Dialogen - Zutaten einer klassischen Screwball Komödie. Doch der Titel seines Textes verweist auf den Quantenphysiker Werner Heisenberg, der beschrieb, dass sich Elektronen unter Beobachtung anders verhalten bzw. dass der Betrachter sie anders wahrnimmt, wenn er mehr über sie weiß. So wird Stephens Stück, das 2016 uraufgeführt wurde, zum Experiment. Das ungleiche Paar wird unter dem
    Auge des Zuschauers zu modernen Wahlverwandten, die mit nichts als sich selbst auskommen müssten, wäre das nicht schon schwer genug. Wie die beiden ihr Leben in eine schöne Unordnung bringen, ist komisch und berührend zugleich - wunderbare Figuren für die Schauspieler Petra Ehlert und Hilmar Eichhorn.

    Neues Theater (Bühnen Halle)

    mehr …

  • Die Liebe in Zeiten der Cholera

    16.12.2017, Puppentheater

    Die schönste Liebesgeschichte der Welt: 51 Jahre, 9 Monate und 4 Tage wartet Florentino Ariza auf Fermina Daza. Schon als Achtzehnjähriger hat er sich unsterblich in sie verliebt, in poetischen Briefen hat er um sie geworben, für kurze Zeit hat er ihre Aufmerksamkeit gewonnen, und sie dann doch an den Doktor Juvenal Urbino verloren. Aber er hat nie aufgehört, sie zu lieben ...

    Das Puppentheater Halle hat sich viele Jahre darum bemüht, einen Stoff des kolumbianischen Schriftstellers Gabriel García Márquez aufführen zu dürfen, der als der Erfinder des magischen Realismus gilt. Christoph Werner hat dieses Stück Weltliteratur des 20. Jahrhunderts in Szene gesetzt. Nach seinen preisgekrönten Bearbeitungen von Oscar Wilde und Dino Buzzati eröffnete Gabriel García Márquez’ Epos über die Liebe die Spielzeit 2015/16.

    Liebe in Zeiten der Cholera (Annett Claudia Pester)

    mehr …

  • Mein ziemlich seltsamer Freund Walter

    17.12.2017, Neues Theater

    Seit Lisas Eltern ihre Jobs verloren haben, bewegen sie sich nur noch vom Bett zum Sofa und zurück. Im Unterricht sitzt Lisa allein und liest heimlich Bücher über Physik. In der Pause bemüht sie sich, möglichst nicht aufzufallen. Dennoch wird sie gehänselt und ist kurz davor, ein »Mobbing-Opfer« zu werden. Ihre Abende verbringt die Achtjährige damit, den Weltraum nach extraterrestrischem Leben abzusuchen. Eines Abends landet hinter ihrer Siedlung im Wald tatsächlich ein Raumschiff. Lisa macht die Bekanntschaft mit Klakalnamanazdta, den sie kurzerhand Walter nennt. Dieser Walter macht sich, kaum gelandet, daran, in Lisas Leben aufzuräumen und ihre Probleme zu lösen. *Mein ziemlich seltsamer Freund Walter* ist eine humorvolle Geschichte über eine extraterrestrische Freundschaft und die kleinen, entscheidenden Schritte, die es braucht, um sich in der Welt zu behaupten.

    Das Stück entstand als Auftragswerk der Kunststiftung NRW anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums 2014.

    Mein ziemlich seltsamer Freund Walter (Buehnen Halle)

    mehr …

  • Camposanto - Die Geheimnisse des Stadtgottesackers

    17.12.2017, Stadtgottesacker

    Tauchen Sie ein in die Geschichte des über 500 Jahre alten Renaissance-Friedhofs und erfahren Sie, welche berühmten Hallenser hier ihre letzte Ruhe gefunden haben.

    Stadtgottesacker (seidenmatt - visuelle kommunikation / Stadtmarketing Halle (Saale) GmbH)

    mehr …

  • Das singende klingende Bäumchen

    17.12.2017, Puppentheater

    Das Märchen aus dem Abendland basiert auf dem unvergesslichen DEFA-Klassiker von 1957. Generationen von Kindern hat dieser Film begleitet. Eine Prinzessin, verwöhnt und ohne Respekt vor ihren Mitmenschen, stürzt einen Prinzen ins Unglück. Sie will ihn heiraten, wenn er ihr das singende klingende Bäumchen bringt. Der siegesgewisse Prinz holt das Bäumchen aus einem Zauberreich, das ein böser Zwerg beherrscht. Das Bäumchen singt und klingt nur, wenn die Prinzessin liebt. Und der übermütige Prinz schwört, er wolle ein Bär werden, wenn das Bäumchen
    nicht singt. - Und das tut es nicht! Ein Bär und ein hässliches
    Mädchen in einer Märchenwelt, in der die Dinge und Tiere –
    wie im Traum – für innere Konflikte stehen!

    *Es inszeniert Kalma Streun, die mit großem Erfolg Gustav Flauberts Roman »Madame Bovary« am Puppentheater Halle auf die Bühne gebracht hat. Diesmal inszeniert sie für Kinder ab 5 Jahre und Erwachsene.*

    Das singende klingende Bäumchen  (Annett Pester)

    mehr …

  • Der Nussknacker - Eine Weihnachtsgeschichte

    17.12.2017, Oper

    Seit dem Jahr 2000 ist es eine liebgewonnene Tradition, sich in der Vorweihnachtzeit von dem Ballett *Der Nussknacker – Eine Weihnachtsgeschichte* verzaubern zu lassen. Youri Vámos verknüpft darin E.T.A. Hoffmanns Geschichte von *Nussknacker und Mäusekönig* mit Motiven aus Charles Dickens *Weihnachtsgeschichte*. Winterlich-weihnachtliche Dekoration, liebevoll und aufwändig gefertigte Kostüme, die wunderschöne Musik Tschaikowskis und die Tänzerinnen und Tänzer des Ballett Rossa lassen den *Nussknacker* zu einem ganz besonderen Erlebnis für die ganze Familie werden!

    In einem Londoner Vorort herrscht fröhliche Weihnachtsstimmung. Nur einer lässt sich ganz und gar nicht davon anstecken: Scrooge, der herzlose und geizige Geldverleiher, schreckt nicht einmal am Heiligen Abend davor zurück, seine Nachbarn an ihre offenen Kredite zu erinnern. Als sich sein Buchhalter Bob Cratchit über dessen Griesgrämigkeit lustig macht, wird er von ihm fristlos entlassen. Bob kann sich nun weder den Weihnachtstruthahn noch die Nussknacker-Puppe leisten, die seine Tochter Clara sich sehnlich wünscht. Verzweifelt bittet Clara den Geldverleiher, ihr die Puppe zu schenken. Aber er zerbricht sie zornig. Erst als Scrooge einen furchtbaren Alptraum durchlebt, wird aus ihm schließlich doch noch ein freundlicher Mensch, der versucht seine Fehler wiedergutzumachen.

    Der Nussknacker - Eine Weihnachtsgeschichte (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Heisenberg

    17.12.2017, Neues Theater

    Georgie hat Alex am Bahnhof getroffen und einfach von hinten in den Nacken geküsst. So weit, so unspektakulär. Es könnte eine Verwechslung gewesen sein, doch die Frau belässt es nicht bei einer Entschuldigung. Der Kuss wird zu einem Ventil für ihre Lebensgeschichten, die sie Alex atemlos erzählt. Den 75-jährigen Metzger und die Sekretärin in ihren Vierzigern trennen nicht nur Generationen, sondern auch Welten. Was als Episode begann, wird im Laufe des Stücks zu einer außergewöhnlichen Bekanntschaft, Liebelei und schließlich tiefen Verbundenheit. Alex öffnet sich der Frau und erlebt einen letzten Frühling.
    Der britische Autor Simon Stephens ist ein Meister starker Geschichten mit stillen Momenten und sprühenden Dialogen - Zutaten einer klassischen Screwball Komödie. Doch der Titel seines Textes verweist auf den Quantenphysiker Werner Heisenberg, der beschrieb, dass sich Elektronen unter Beobachtung anders verhalten bzw. dass der Betrachter sie anders wahrnimmt, wenn er mehr über sie weiß. So wird Stephens Stück, das 2016 uraufgeführt wurde, zum Experiment. Das ungleiche Paar wird unter dem
    Auge des Zuschauers zu modernen Wahlverwandten, die mit nichts als sich selbst auskommen müssten, wäre das nicht schon schwer genug. Wie die beiden ihr Leben in eine schöne Unordnung bringen, ist komisch und berührend zugleich - wunderbare Figuren für die Schauspieler Petra Ehlert und Hilmar Eichhorn.

    Neues Theater (Bühnen Halle)

    mehr …

  • Mein ziemlich seltsamer Freund Walter

    18.12.2017, Neues Theater

    Seit Lisas Eltern ihre Jobs verloren haben, bewegen sie sich nur noch vom Bett zum Sofa und zurück. Im Unterricht sitzt Lisa allein und liest heimlich Bücher über Physik. In der Pause bemüht sie sich, möglichst nicht aufzufallen. Dennoch wird sie gehänselt und ist kurz davor, ein »Mobbing-Opfer« zu werden. Ihre Abende verbringt die Achtjährige damit, den Weltraum nach extraterrestrischem Leben abzusuchen. Eines Abends landet hinter ihrer Siedlung im Wald tatsächlich ein Raumschiff. Lisa macht die Bekanntschaft mit Klakalnamanazdta, den sie kurzerhand Walter nennt. Dieser Walter macht sich, kaum gelandet, daran, in Lisas Leben aufzuräumen und ihre Probleme zu lösen. *Mein ziemlich seltsamer Freund Walter* ist eine humorvolle Geschichte über eine extraterrestrische Freundschaft und die kleinen, entscheidenden Schritte, die es braucht, um sich in der Welt zu behaupten.

    Das Stück entstand als Auftragswerk der Kunststiftung NRW anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums 2014.

    Mein ziemlich seltsamer Freund Walter (Buehnen Halle)

    mehr …

  • Das singende klingende Bäumchen

    18.12.2017, Puppentheater

    Das Märchen aus dem Abendland basiert auf dem unvergesslichen DEFA-Klassiker von 1957. Generationen von Kindern hat dieser Film begleitet. Eine Prinzessin, verwöhnt und ohne Respekt vor ihren Mitmenschen, stürzt einen Prinzen ins Unglück. Sie will ihn heiraten, wenn er ihr das singende klingende Bäumchen bringt. Der siegesgewisse Prinz holt das Bäumchen aus einem Zauberreich, das ein böser Zwerg beherrscht. Das Bäumchen singt und klingt nur, wenn die Prinzessin liebt. Und der übermütige Prinz schwört, er wolle ein Bär werden, wenn das Bäumchen
    nicht singt. - Und das tut es nicht! Ein Bär und ein hässliches
    Mädchen in einer Märchenwelt, in der die Dinge und Tiere –
    wie im Traum – für innere Konflikte stehen!

    *Es inszeniert Kalma Streun, die mit großem Erfolg Gustav Flauberts Roman »Madame Bovary« am Puppentheater Halle auf die Bühne gebracht hat. Diesmal inszeniert sie für Kinder ab 5 Jahre und Erwachsene.*

    Das singende klingende Bäumchen  (Annett Pester)

    mehr …

  • Der Nussknacker - Eine Weihnachtsgeschichte

    18.12.2017, Oper

    Seit dem Jahr 2000 ist es eine liebgewonnene Tradition, sich in der Vorweihnachtzeit von dem Ballett *Der Nussknacker – Eine Weihnachtsgeschichte* verzaubern zu lassen. Youri Vámos verknüpft darin E.T.A. Hoffmanns Geschichte von *Nussknacker und Mäusekönig* mit Motiven aus Charles Dickens *Weihnachtsgeschichte*. Winterlich-weihnachtliche Dekoration, liebevoll und aufwändig gefertigte Kostüme, die wunderschöne Musik Tschaikowskis und die Tänzerinnen und Tänzer des Ballett Rossa lassen den *Nussknacker* zu einem ganz besonderen Erlebnis für die ganze Familie werden!

    In einem Londoner Vorort herrscht fröhliche Weihnachtsstimmung. Nur einer lässt sich ganz und gar nicht davon anstecken: Scrooge, der herzlose und geizige Geldverleiher, schreckt nicht einmal am Heiligen Abend davor zurück, seine Nachbarn an ihre offenen Kredite zu erinnern. Als sich sein Buchhalter Bob Cratchit über dessen Griesgrämigkeit lustig macht, wird er von ihm fristlos entlassen. Bob kann sich nun weder den Weihnachtstruthahn noch die Nussknacker-Puppe leisten, die seine Tochter Clara sich sehnlich wünscht. Verzweifelt bittet Clara den Geldverleiher, ihr die Puppe zu schenken. Aber er zerbricht sie zornig. Erst als Scrooge einen furchtbaren Alptraum durchlebt, wird aus ihm schließlich doch noch ein freundlicher Mensch, der versucht seine Fehler wiedergutzumachen.

    Der Nussknacker - Eine Weihnachtsgeschichte (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Eine Weihnachtsgeschichte

    19.12.2017, Neues Theater

    Der Roman von Charles Dickens (1812-1870) ist dem Zuschauer als eine der berühmtesten und am meisten verfilmten Weihnachtsgeschichten bekannt: Der alte Ebenezer Scrooge ist ein einsamer, verbitterter Geizhals, für den Weihnachten ein Fest der Verschwendung ist. Selbst seinen einzigen Angestellten, der nur für einige Stunden zu seiner Familie unter den Tannenbaum will, stellt er zum Fest nicht vom Dienst in der Firma frei. Daraufhin wird der herzlose Geschäftemacher in einer turbulent-grusligen Nacht von drei Geistern heimgesucht. Sie entführen ihn in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und zeigen ihm, dass sein bisheriges Leben sinnlos und leer war. Werte wie Liebe, Geborgenheit, Mitgefühl und Solidarität fehlten in seinem Leben. Und tatsächlich gibt es ein Happy End in Dickens’ Weihnachtsgeschichte: Scrooge wird durch das Erscheinen der Geister wachgerüttelt. Als er am nächsten Morgen schweißgebadet aufwacht und es Weihnachten ist, beschließt er, sein Leben von Grund auf zu ändern, denn Geld ist nicht alles im Leben. Scrooge entschließt sich, dieses Jahr doch noch Weihnachten zu feiern. Er läuft schnurstracks zum Metzger, kauft die größte Gans und ruft auf der Straße allen Leuten laut »Fröhliche Weihnachten!« zu.

    Ich habe mich bemüht, den Geist einer Idee zu erwecken, der meine Leser nicht in schlechte Laune versetzen soll, weder gegen sich selbst, gegen andere, gegen Weihnachten oder gegen mich. Möge er freundlich in ihrem Hause spuken und niemand den Wunsch verspüren, ihn zu verjagen.

    Eine Weihnachtsgeschichte (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Das singende klingende Bäumchen

    19.12.2017, Puppentheater

    Das Märchen aus dem Abendland basiert auf dem unvergesslichen DEFA-Klassiker von 1957. Generationen von Kindern hat dieser Film begleitet. Eine Prinzessin, verwöhnt und ohne Respekt vor ihren Mitmenschen, stürzt einen Prinzen ins Unglück. Sie will ihn heiraten, wenn er ihr das singende klingende Bäumchen bringt. Der siegesgewisse Prinz holt das Bäumchen aus einem Zauberreich, das ein böser Zwerg beherrscht. Das Bäumchen singt und klingt nur, wenn die Prinzessin liebt. Und der übermütige Prinz schwört, er wolle ein Bär werden, wenn das Bäumchen
    nicht singt. - Und das tut es nicht! Ein Bär und ein hässliches
    Mädchen in einer Märchenwelt, in der die Dinge und Tiere –
    wie im Traum – für innere Konflikte stehen!

    *Es inszeniert Kalma Streun, die mit großem Erfolg Gustav Flauberts Roman »Madame Bovary« am Puppentheater Halle auf die Bühne gebracht hat. Diesmal inszeniert sie für Kinder ab 5 Jahre und Erwachsene.*

    Das singende klingende Bäumchen  (Annett Pester)

    mehr …

  • Hänsel und Gretel

    19.12.2017, Oper

    Die Geschwister Hänsel und Gretel werden von ihrer Mutter zum Beerensammeln für das Abendessen in den Wald geschickt. Die Kinder verlaufen sich in der Dunkelheit und geraten schließlich in die Fänge einer Knusperhexe, die Gretel als Dienstmagd behalten und Hänsel im Ofen braten will. Doch durch List gelingt es den Kindern, die Pläne der bösen Hexe zu durchkreuzen …
    Seit ihrer Uraufführung 1893 in Weimar zieht Engelbert Humperdincks Märchenoper *Hänsel und Gretel* Jung und Alt in ihren Bann. Zehn Jahre zuvor hatte seine Schwester Adelheid Wette ihn gebeten, einige Kinderlieder für ein Liederspiel nach dem beliebten Märchen der Brüder Grimm zu vertonen, das im Familienkreis zur Aufführung gelangen sollte. Die von Humperdinck beigesteuerten Lieder fanden so großen Anklang, dass sich der Komponist dazu entschloss, sein Singspiel zu einer abendfüllenden Oper umzuarbeiten. Dessen zauberhafte Musik ist einerseits im Volkslied verwurzelt, greift aber auch die Klangfarben und die Stilistik der Musikdramen des von ihm bewunderten Richard Wagner auf.
    In der halleschen Inszenierung kann sich die ganze Familie auf den wunderschönen Abendsegen der beiden Geschwisterkinder, ein lustiges Taumännchen, die besenreitende freche Hexe, eine Engelschar, zuckersüße vom Hexenzauber erlöste Kinder und natürlich ein leckeres Knusperhäuschen freuen!

    Hänsel und Gretel (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Führung zur Blauen Stunde: Klimagewalten - Treibende Kraft der Evolution

    19.12.2017, Landesmuseum für Vorgeschichte

    In kaum einer anderen Region öffnen großflächige Bodeneingriffe so viele Fenster in die Vergangenheit wie in Mitteldeutschland. Der große Fossilienschatz gleicht einem erdgeschichtlichen Bilderbuch und eröffnet uns die Möglichkeit, einstige Lebensräume und ihre Bewohner zu rekonstruieren. Ganz deutlich wird hierbei: über Jahrmillionen hinweg waren die unterschiedlichen Lebewesen variierenden Umweltbedingungen ausgesetzt, beeinflusst durch eine stetige Veränderung des Klimas. Dabei führten etliche natürliche Prozesse und Konstellationen zu Klimaschwankungen ganz unterschiedlicher Intensität – in Mitteldeutschland verursachten sie warme subtropische Verhältnisse bis hin zu kalten arktischen Bedingungen.

    Welche Ursachen liegen solch extremen Klimaschwankungen zugrunde? Und mit welchen Strategien reagierten die Lebewesen darauf? Ist der stetige Klimawechsel gar die treibende Kraft der Evolution und damit Grundlage unserer Existenz?

    Um derartige Fragen zu beantworten, fokussiert die Ausstellung die Entwicklung der Säugetiere seit Beginn ihres Aufstiegs vor 65 Millionen Jahren. Während dieses langen Zeitraums war das Klima zumeist deutlich wärmer als heute und begünstigte damit die Entfaltung einer immensen Artenvielfalt. Die Evolution sorgte für einen permanenten Wandel in Fauna und Flora: Arten starben aus, andere passten sich an, neue entstanden. In den kühleren Zeitabschnitten und insbesondere mit dem Beginn des Eiszeitalters schwand dann die vormalige Vielfalt – was nun aber einigen Lebewesen die Chance zur besonderen Entfaltung bot und unsere heutige Tier- und Pflanzenwelt hervorbrachte. So ging aus der vielschichtigen Entwicklung der Primaten schließlich auch der heutige Mensch hervor. Seine Evolution lässt sich von den frühen Lemuren vor über 40 Millionen Jahren über die Hominiden bis zur Entstehung der ersten Menschenarten nachvollziehen.

    Zu Beginn noch hilflos gegen große Raubtiere wie Riesenhyäne oder Säbelzahnkatze, ist es der Mensch, der schließlich vom Gejagten zum Jäger wird. Als erstes Lebewesen verlässt er den Pfad der rein biologischen Evolution, indem er durch Feuernutzung, Behausungen, Werkzeugherstellung und funktionelle Bekleidung begann, die Umwelt aktiv nach seinen Bedürfnissen zu gestalten - die Kultur nahm ihren Lauf. Mit Erfindergeist und Kreativität bewältigte der Mensch so bisher alle Klimaveränderungen.

    Aufgrund der Zunahme extremer Wetterereignisse kam in den letzten Jahrzehnten schließlich die Frage auf, in welchem Umfang auch der Mensch in die Klimaentwicklung eingreift mit all seinen regionalen und globalen Auswirkungen. Aus der Kenntnis der Vergangenheit endet die Ausstellung mit zwei hypothetischen Szenarien der Zukunft: Was würde es für uns bedeuten, wenn die Erwärmung andauert, was, wenn die nächste Kaltphase hereinbricht?

    mehr …

  • Fischbrötchen - Aus dem Leben einer Schildkröte

    20.12.2017, Puppentheater

    »Da war mal eine Schildkröte, die war so groß wie ein Fischbrötchen, und deshalb hieß sie auch Fischbrötchen« – So beginnt Fredrik Vahles Kinderbuch über die Abenteuer einer Schildkröte, die regelmäßig aus ihrem Terrarium klettert, um die Welt zu erkunden: das Erdbeerbeet, den Kuhstall, die Schmetterlingswiese und die Niemandshöhle. Mit viel Humor und philosophischer Hintergründigkeit schauen wir durch Fischbrötchens Augen. Jeder Tag ist ein neuer Tag! Es ist nicht vorherzusagen, was er bringen wird. Das weiß man erst am Abend, wenn man die Bettdecke zur Nasenspitze zieht!

    Fischbrötchen - Aus dem Leben einer Schildkröte (Falk Wenzel)

    mehr …

  • Die drei kleinen Schweinchen

    20.12.2017, Neues Theater

    Das Märchen von den drei niedlichen jungen Borstentieren, die zu groß für den mütterlichen Stall geworden sind und sich deshalb eigene Häuser bauen, ist spätestens seit der Oscar-prämierten Vertrickfilmung von Walt Disney ein Klassiker der Kinderliteratur und mehr als nur eine Werbung für stabiles Baumaterial. Während sich also Schweinchen Eins und Zwei nur ein Stroh- bzw. Holzhaus errichten, müht sich Schweinchen Drei mit schweren Ziegelsteinen ab. Am Ende der jeweiligen Bauarbeiten sind zunächst alle Schweinchen stolz und singen fröhlich vom neuen Heim. Dann aber kommt der böse Wolf mit Appetit auf zartes Schweinefleisch. Und Schweinchen Eins und Zwei können sich nach der rasanten Zerstörung ihrer labilen Behausungen gerade noch in das sichere Steinhaus ihres Bruders retten. Hier findet die hungrige Zerstörungswut des Wolfes ein jähes Ende. Da kann er noch so viel strampeln und trampeln und husten und prusten, dieses Haus pustet er nicht um. Endlich sind die Schweinchen wieder vereint und können sich mit gesammelten Kräften gegen den Wolf zur Wehr setzen.

    Katharina Brankatschk (Falk Wenzel)

    mehr …

  • Eine Weihnachtsgeschichte

    20.12.2017, Neues Theater

    Der Roman von Charles Dickens (1812-1870) ist dem Zuschauer als eine der berühmtesten und am meisten verfilmten Weihnachtsgeschichten bekannt: Der alte Ebenezer Scrooge ist ein einsamer, verbitterter Geizhals, für den Weihnachten ein Fest der Verschwendung ist. Selbst seinen einzigen Angestellten, der nur für einige Stunden zu seiner Familie unter den Tannenbaum will, stellt er zum Fest nicht vom Dienst in der Firma frei. Daraufhin wird der herzlose Geschäftemacher in einer turbulent-grusligen Nacht von drei Geistern heimgesucht. Sie entführen ihn in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und zeigen ihm, dass sein bisheriges Leben sinnlos und leer war. Werte wie Liebe, Geborgenheit, Mitgefühl und Solidarität fehlten in seinem Leben. Und tatsächlich gibt es ein Happy End in Dickens’ Weihnachtsgeschichte: Scrooge wird durch das Erscheinen der Geister wachgerüttelt. Als er am nächsten Morgen schweißgebadet aufwacht und es Weihnachten ist, beschließt er, sein Leben von Grund auf zu ändern, denn Geld ist nicht alles im Leben. Scrooge entschließt sich, dieses Jahr doch noch Weihnachten zu feiern. Er läuft schnurstracks zum Metzger, kauft die größte Gans und ruft auf der Straße allen Leuten laut »Fröhliche Weihnachten!« zu.

    Ich habe mich bemüht, den Geist einer Idee zu erwecken, der meine Leser nicht in schlechte Laune versetzen soll, weder gegen sich selbst, gegen andere, gegen Weihnachten oder gegen mich. Möge er freundlich in ihrem Hause spuken und niemand den Wunsch verspüren, ihn zu verjagen.

    Eine Weihnachtsgeschichte (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Hänsel und Gretel

    20.12.2017, Oper

    Die Geschwister Hänsel und Gretel werden von ihrer Mutter zum Beerensammeln für das Abendessen in den Wald geschickt. Die Kinder verlaufen sich in der Dunkelheit und geraten schließlich in die Fänge einer Knusperhexe, die Gretel als Dienstmagd behalten und Hänsel im Ofen braten will. Doch durch List gelingt es den Kindern, die Pläne der bösen Hexe zu durchkreuzen …
    Seit ihrer Uraufführung 1893 in Weimar zieht Engelbert Humperdincks Märchenoper *Hänsel und Gretel* Jung und Alt in ihren Bann. Zehn Jahre zuvor hatte seine Schwester Adelheid Wette ihn gebeten, einige Kinderlieder für ein Liederspiel nach dem beliebten Märchen der Brüder Grimm zu vertonen, das im Familienkreis zur Aufführung gelangen sollte. Die von Humperdinck beigesteuerten Lieder fanden so großen Anklang, dass sich der Komponist dazu entschloss, sein Singspiel zu einer abendfüllenden Oper umzuarbeiten. Dessen zauberhafte Musik ist einerseits im Volkslied verwurzelt, greift aber auch die Klangfarben und die Stilistik der Musikdramen des von ihm bewunderten Richard Wagner auf.
    In der halleschen Inszenierung kann sich die ganze Familie auf den wunderschönen Abendsegen der beiden Geschwisterkinder, ein lustiges Taumännchen, die besenreitende freche Hexe, eine Engelschar, zuckersüße vom Hexenzauber erlöste Kinder und natürlich ein leckeres Knusperhäuschen freuen!

    Hänsel und Gretel (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Schallspiele - ein museumspädagogisches Angebot

    20.12.2017, Händel-Haus

    Was ist Schall? Wie verbreitet sich der Schall? Wie funktioniert mein Ohr? Mit Freunden, Eltern und Großeltern die Ausstellungen entdecken, eigene Musik erfinden oder im neuen Klangstudio experimentieren.

    ohne Voranmeldung. Mindestalter: 6 Jahre

    Händel-Haus (Horst Fechner)

    mehr …

  • Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

    20.12.2017, Oper

    Der königliche Hof lädt zum Ball ein, aber Aschenbrödel muss zu Hause bleiben und die Öfen kehren. Ihr Stand in der Familie ist seit dem Tod des Vaters denkbar schlecht: Die Stiefmutter ist bösartig, Stiefschwester Dora wird bevorzugt und Aschenbrödel wie eine Dienstmagd behandelt. Dora und Stiefmutter gehen natürlich hin zum Ball. Ihr Plan ist: Dora soll mit dem Prinzen verkuppelt werden. Aschenbrödel bleibt die Freude, einen Abend allein zu Hause zu sein, ganz ohne Schikanen.

    Dann findet der Kutscher drei Haselnüsse, er schenkt sie Aschenbrödel und siehe da: Den Nüssen wohnt ein Zauber inne, sie verwandeln sich in Kleider. Die erste Nuss zaubert ein Jagdgewand, in dem Aschenbrödel dem Prinzen im Wald begegnet, der mit seinem Gefolge zur königlichen Jagd aufgebrochen ist. Der schöne junge Mann glaubt, es mit einem ›Jägersburschen‹ zu tun zu haben und ist schwer beeindruckt von dessen Jagdkünsten. Die zweite Nuss verwandelt sich in ein glitzerndes Ballkleid, in dem Aschenbrödel kurzerhand den Ball besucht und allen anwesenden Damen die Show stiehlt – der Prinz hat nur noch Augen für sie. Aschenbrödel verlässt den Ball heimlich und unerkannt, zurück bleibt allein ihr Schuh, mit dem sich der Prinz nun auf die Suche nach der bezaubernden Fremden begibt. Wem der Schuh passt, wird seine Frau. Dora und ihr Mutter setzen alles daran, Dora dem Prinzen als Braut unterzujubeln. Doch Aschenbrödel hat noch eine dritte Nuss übrig!
    Der Film *Drei Haselnüsse für Aschenbrödel*, eine deutsch-tschechische Koproduktion aus dem Jahr 1973, ist einer der berühmtesten Märchenfilme aller Zeiten. Der zeitlose Klassiker kommt nun als Weihnachtsstück für die ganze Familie auf die Bühne des Opernhauses, gespielt vom Ensemble des Thalia Theaters Halle.

    Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Gott des Gemetzels

    20.12.2017, Neues Theater

    Yasmina Rezas erfolgreichstes Theaterstück *Gott des Gemetzels*, das im Jahr 2011 mit einem Aufgebot an Hollywoodschauspielern verfilmt wurde, beschreibt etwas in hohem Maße Politisches: Ist der Mensch kultiviert genug, um Streitereien mit Nachsicht und Bedacht zu lösen? Gelingt es ihm, die eigenen Affekte in den Ritzen der Diplomatie zu verstauen, um im Sinne des friedlichen Miteinanders zu entscheiden?

    Vor dieser Herausforderung stehen eines Tages zwei Elternpaare des gehobenen Bürgertums: Vermögensberaterin, Rechtsanwalt, Schriftstellerin und Großhändler treffen sich zu einem Gespräch, weil ihre Kinder mit Stöcken aufeinander eingeschlagen haben sollen. (Denn anders als in der Tragödie sind hier nicht einmal mehr die Kinder unschuldig.) Zunächst glaubt man, die Angelegenheit mit einem jovialen Lächeln auf sich beruhen lassen zu können. Aber selbstgefälliger Smalltalk und süffisante Schmeicheleien geben bald nach wie ein morscher Boden. Die Beteiligten manövrieren sich zusehends in die eigene Unmündigkeit. Zwischen Whiskey, toten Hamstern und vollgekotzten Bildbänden verraten sich die Ehepartner für eine gute Pointe, verbünden sich die Geschlechter für eine entlastende Plattitüde. Die Falle der persönlichen Überreizungen schnappt gnadenlos zu. Daraus befreien kann man sich vielleicht noch mit einer kubanischen Zigarre oder einem beherzten Sprung in die Blumenvase.

    Yasmina Reza, Meisterin der theatralen Streitkultur, hat mit *Gott des Gemetzels* ein komödiantisches Meisterwerk menschlicher Entfesselung entworfen, in dem wir uns alle lachend wiedererkennen können. Eine Zimmerschlacht für vier Schauspieler und ein Publikum.

    Neues Theater (Bühnen Halle)

    mehr …

  • Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

    21.12.2017, Oper

    Der königliche Hof lädt zum Ball ein, aber Aschenbrödel muss zu Hause bleiben und die Öfen kehren. Ihr Stand in der Familie ist seit dem Tod des Vaters denkbar schlecht: Die Stiefmutter ist bösartig, Stiefschwester Dora wird bevorzugt und Aschenbrödel wie eine Dienstmagd behandelt. Dora und Stiefmutter gehen natürlich hin zum Ball. Ihr Plan ist: Dora soll mit dem Prinzen verkuppelt werden. Aschenbrödel bleibt die Freude, einen Abend allein zu Hause zu sein, ganz ohne Schikanen.

    Dann findet der Kutscher drei Haselnüsse, er schenkt sie Aschenbrödel und siehe da: Den Nüssen wohnt ein Zauber inne, sie verwandeln sich in Kleider. Die erste Nuss zaubert ein Jagdgewand, in dem Aschenbrödel dem Prinzen im Wald begegnet, der mit seinem Gefolge zur königlichen Jagd aufgebrochen ist. Der schöne junge Mann glaubt, es mit einem ›Jägersburschen‹ zu tun zu haben und ist schwer beeindruckt von dessen Jagdkünsten. Die zweite Nuss verwandelt sich in ein glitzerndes Ballkleid, in dem Aschenbrödel kurzerhand den Ball besucht und allen anwesenden Damen die Show stiehlt – der Prinz hat nur noch Augen für sie. Aschenbrödel verlässt den Ball heimlich und unerkannt, zurück bleibt allein ihr Schuh, mit dem sich der Prinz nun auf die Suche nach der bezaubernden Fremden begibt. Wem der Schuh passt, wird seine Frau. Dora und ihr Mutter setzen alles daran, Dora dem Prinzen als Braut unterzujubeln. Doch Aschenbrödel hat noch eine dritte Nuss übrig!
    Der Film *Drei Haselnüsse für Aschenbrödel*, eine deutsch-tschechische Koproduktion aus dem Jahr 1973, ist einer der berühmtesten Märchenfilme aller Zeiten. Der zeitlose Klassiker kommt nun als Weihnachtsstück für die ganze Familie auf die Bühne des Opernhauses, gespielt vom Ensemble des Thalia Theaters Halle.

    Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Wintersonnenwende

    21.12.2017, Arche Nebra

    Anlässlich der alljährlichen Wintersonnenwende am 21. Dezember bietet die Arche Nebra ein abendliches Erlebnisprogramm rund um die längste Nacht des Jahres an. Nach dem gemeinsam beobachteten Sonnenuntergang am Fundort der Himmelsscheibe von Nebra auf dem Mittelberg und einer geführten (Nacht-)Wanderung zurück zum Besucherzentrum Arche Nebra blickt Mechthild Meinike vom Planetarium Merseburg im Planetarium der Arche Nebra in den virtuellen Winterhimmel. Im Anschluss daran geht es nach draußen, und es besteht die Gelegenheit, mit dem Teleskop auch am realen Himmel zu entdecken, welche Sterne im Winter Licht in die Dunkelheit bringen.

    Die Sonnenwendtermine am 21. Juni und 21. Dezember sind markante Termine im Verlauf eines Jahres, die bereits den vorgeschichtlichen Ackerbaukulturen bekannt gewesen sein werden. Auch bei der astronomischen Deutung der Himmelsscheibe von Nebra spielen sie eine Rolle. Deshalb bietet die Arche Nebra bereits traditionell um den Tag der Wintersonnenwende herum – in diesem Jahr direkt zum Termin am Donnerstag, 21. Dezember 2017 – einen Themenabend an.

    Start ist in diesem Jahr um 16 Uhr direkt auf dem Mittelberg. Dort erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer alles über den Fundort der Himmelsscheibe. Höhepunkt ist die Besteigung des Aussichtsturms: Von der Aussichtsplattform aus kann man über die Baumwipfel hinweg bis zum Horizont schauen und – bei klarem Wetter – den Stand der Sonne zum Sonnenuntergang wenige Tage vor dem Wintersonnenwendtermin beobachten. So wird zum Beispiel auch anschaulich, wie die sogenannten Horizontbögen auf der Himmelsscheibe zustande kommen, die die Sonnenauf- und -untergangspunkte im Verlauf eines Jahres markieren. Im Anschluss an den Sonnenuntergang wandern die Teilnehmer, begleitet durch einen Gästeführer der Arche Nebra, zurück zur Arche Nebra. Die geführte Wanderung ist etwa 3 km lang, festes Schuhwerk und Taschenlampen sind zu empfehlen. Am Ende, gegen 17.45 Uhr wartet an der Arche Nebra eine Stärkung mit heißen Getränken zum Aufwärmen.

    Um 18 Uhr geht es weiter im Planetarium der Arche Nebra mit Mechthild Meinike vom Planetarium Merseburg. Am künstlichen Himmelszelt vergeht im Verlauf der gut einstündigen Show eine ganze Nacht im Zeitraffer. Neben den Sommer- und Herbststernbildern ziehen in der längsten Nacht des Jahres auch die Wintersternbilder vorüber. Am Morgen ist dann bereits ein Blick zum Frühlingssternenhimmel möglich. Die auch mit bloßem Auge sichtbaren Planeten können im Planetarium aus der Perspektive der Weltraumsonden aus der Nähe betrachtet werden. Sternbildgeschichten aus unterschiedlichen Kulturen und Zeiten runden das Programm ab. Im Anschluss besteht draußen vor der Arche Nebra noch einmal die Gelegenheit, den Winterhimmel live mit dem Teleskop zu beobachten und den Sternen, die im Winter leuchten, näher zu kommen.

    Arche Nebra (pr)

    mehr …

  • Fischbrötchen - Aus dem Leben einer Schildkröte

    21.12.2017, Puppentheater

    »Da war mal eine Schildkröte, die war so groß wie ein Fischbrötchen, und deshalb hieß sie auch Fischbrötchen« – So beginnt Fredrik Vahles Kinderbuch über die Abenteuer einer Schildkröte, die regelmäßig aus ihrem Terrarium klettert, um die Welt zu erkunden: das Erdbeerbeet, den Kuhstall, die Schmetterlingswiese und die Niemandshöhle. Mit viel Humor und philosophischer Hintergründigkeit schauen wir durch Fischbrötchens Augen. Jeder Tag ist ein neuer Tag! Es ist nicht vorherzusagen, was er bringen wird. Das weiß man erst am Abend, wenn man die Bettdecke zur Nasenspitze zieht!

    Fischbrötchen - Aus dem Leben einer Schildkröte (Falk Wenzel)

    mehr …

  • Eine Weihnachtsgeschichte

    21.12.2017, Neues Theater

    Der Roman von Charles Dickens (1812-1870) ist dem Zuschauer als eine der berühmtesten und am meisten verfilmten Weihnachtsgeschichten bekannt: Der alte Ebenezer Scrooge ist ein einsamer, verbitterter Geizhals, für den Weihnachten ein Fest der Verschwendung ist. Selbst seinen einzigen Angestellten, der nur für einige Stunden zu seiner Familie unter den Tannenbaum will, stellt er zum Fest nicht vom Dienst in der Firma frei. Daraufhin wird der herzlose Geschäftemacher in einer turbulent-grusligen Nacht von drei Geistern heimgesucht. Sie entführen ihn in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und zeigen ihm, dass sein bisheriges Leben sinnlos und leer war. Werte wie Liebe, Geborgenheit, Mitgefühl und Solidarität fehlten in seinem Leben. Und tatsächlich gibt es ein Happy End in Dickens’ Weihnachtsgeschichte: Scrooge wird durch das Erscheinen der Geister wachgerüttelt. Als er am nächsten Morgen schweißgebadet aufwacht und es Weihnachten ist, beschließt er, sein Leben von Grund auf zu ändern, denn Geld ist nicht alles im Leben. Scrooge entschließt sich, dieses Jahr doch noch Weihnachten zu feiern. Er läuft schnurstracks zum Metzger, kauft die größte Gans und ruft auf der Straße allen Leuten laut »Fröhliche Weihnachten!« zu.

    Ich habe mich bemüht, den Geist einer Idee zu erwecken, der meine Leser nicht in schlechte Laune versetzen soll, weder gegen sich selbst, gegen andere, gegen Weihnachten oder gegen mich. Möge er freundlich in ihrem Hause spuken und niemand den Wunsch verspüren, ihn zu verjagen.

    Eine Weihnachtsgeschichte (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Lesebühne Glanz und Gloria

    21.12.2017, Oper

    Jeden 3. Donnerstag treffen sich fünf hochkarätige und erfahrene Bühnenpoet*innen, um ihr Publikum im Operncafé wortgewaltig vom Hocker zu hauen und ihre neuesten Texte zu präsentieren.
    Sie sind: Niemand geringeres als die weltgereiste Spoken Word Poetin **Josefine Berkholz**, die Roast-Legende und Buchautor **André Herrmann**, die neue Thüringer Slam-Größe **Friedrich Herrmann**, die Thüringer Landesmeisterin und Naturgewalt **Katja Hofmann** sowie die Sachsenmeisterin und Leipziger MC **Leonie Warnke**.

    Bei "Glanz & Gloria" zeigen die Autor*innen jeden Monat aufs Neue, wie man gekonnt Literatur und Performance miteinander verbindet.
    Im Anschluss findet eine Aftershow-Party statt.

    Glanz und Gloria (Halle liest mit)

    mehr …

  • Hamlet, Prinz von Dänemark

    21.12.2017, Puppentheater

    *»Sterben – schlafen – Schlafen! Vielleicht auch träumen!
    Ja, da liegts: Was in dem Schlaf für Träume kommen mögen, Wenn wir die irdische Verstrickung lösten, Das zwingt uns stillzustehn.«*

    Er ist die Sphinx der dramatischen Weltliteratur. Ein Vexierbild. Ein Chamäleon. Wofür steht er? Ist Hamlet ein überforderter Intellektueller, unfähig zum Handeln? Oder doch im Gegenteil ein undurchschaubarer, durchtrieben planender Rächer? Schauen wir einem Melancholiker beim Grübeln zu? Oder einem Neurotiker, der leider verklemmt ist? Ist Hamlet der erste Existentialist, der im Lebensekel feststeckt? Oder ein Terrorist gegen die Verlogenheit des Establishments? Ein Mutterhasser? Oder ein überdrüssiger femininer Träumer, aufgerieben im Ränkespiel männlicher Gewalt? Der Unberechenbare! Unnahbare! Andere! Das Mysterium von Helsingör! Sämtliche Figuren im Stück mühen sich herauszufinden, wer er ist! Und auch Hamlet selber sucht nach sicheren Beweisen für die Wahrheit der Wirklichkeit. Ist Claudius der Mörder seines Vaters? Darf man – ja: muss man nicht zögern, so lang man die Wahrheit nicht weiß?

    Das fragen sich Literaten, Regisseure, Kritiker, Schauspieler, seit der dänische Königssohn die Bühne betreten hat. Shakespeare gilt seit der Schlegel-Tieck-Übersetzung als der dritte deutsche Klassiker – und Hamlet als Sinnbild des abendländischen Deutschen!

    ### STUDY LOUNGE am 16. November 2017

    Für Studenten beginnt der Abend um 19.30 Uhr mit einer Einführung in Shakespeares umfangreichstes Theaterstück und den kurzweiligen Zugriff des Puppentheaters. 20 Uhr folgt die Inszenierung. Im Anschluss Künstlergespräche und Chillen bei süffigen Getränken und flüssiger Musik im »7 Gramm« auf der anderen Straßenseite. Kult!

    Hamlet, Prinz von Dänemark (Falk Wenzel)

    mehr …

  • Fischbrötchen - Aus dem Leben einer Schildkröte

    22.12.2017, Puppentheater

    »Da war mal eine Schildkröte, die war so groß wie ein Fischbrötchen, und deshalb hieß sie auch Fischbrötchen« – So beginnt Fredrik Vahles Kinderbuch über die Abenteuer einer Schildkröte, die regelmäßig aus ihrem Terrarium klettert, um die Welt zu erkunden: das Erdbeerbeet, den Kuhstall, die Schmetterlingswiese und die Niemandshöhle. Mit viel Humor und philosophischer Hintergründigkeit schauen wir durch Fischbrötchens Augen. Jeder Tag ist ein neuer Tag! Es ist nicht vorherzusagen, was er bringen wird. Das weiß man erst am Abend, wenn man die Bettdecke zur Nasenspitze zieht!

    Fischbrötchen - Aus dem Leben einer Schildkröte (Falk Wenzel)

    mehr …

  • Stillkonzert

    22.12.2017, Oper

    Unter der kenntnisreichen Regie unserer Harfenistin Ursula Heins und ihrer Kollegen richten sich diese Konzerte an Babys und Kleinkinder und deren Eltern. Natürlich wird in den ca. 45 minütigen Programmen auch gemeinsam gesungen, und zum Abschluss gibt es die Möglichkeit, sich die Instrumente von den Musikern der Staatskapelle zeigen zu lassen.

    Klassisches Konzert (Fotolia)

    mehr …

  • Die drei kleinen Schweinchen

    22.12.2017, Neues Theater

    Das Märchen von den drei niedlichen jungen Borstentieren, die zu groß für den mütterlichen Stall geworden sind und sich deshalb eigene Häuser bauen, ist spätestens seit der Oscar-prämierten Vertrickfilmung von Walt Disney ein Klassiker der Kinderliteratur und mehr als nur eine Werbung für stabiles Baumaterial. Während sich also Schweinchen Eins und Zwei nur ein Stroh- bzw. Holzhaus errichten, müht sich Schweinchen Drei mit schweren Ziegelsteinen ab. Am Ende der jeweiligen Bauarbeiten sind zunächst alle Schweinchen stolz und singen fröhlich vom neuen Heim. Dann aber kommt der böse Wolf mit Appetit auf zartes Schweinefleisch. Und Schweinchen Eins und Zwei können sich nach der rasanten Zerstörung ihrer labilen Behausungen gerade noch in das sichere Steinhaus ihres Bruders retten. Hier findet die hungrige Zerstörungswut des Wolfes ein jähes Ende. Da kann er noch so viel strampeln und trampeln und husten und prusten, dieses Haus pustet er nicht um. Endlich sind die Schweinchen wieder vereint und können sich mit gesammelten Kräften gegen den Wolf zur Wehr setzen.

    Katharina Brankatschk (Falk Wenzel)

    mehr …

  • Hänsel und Gretel

    22.12.2017, Oper

    Die Geschwister Hänsel und Gretel werden von ihrer Mutter zum Beerensammeln für das Abendessen in den Wald geschickt. Die Kinder verlaufen sich in der Dunkelheit und geraten schließlich in die Fänge einer Knusperhexe, die Gretel als Dienstmagd behalten und Hänsel im Ofen braten will. Doch durch List gelingt es den Kindern, die Pläne der bösen Hexe zu durchkreuzen …
    Seit ihrer Uraufführung 1893 in Weimar zieht Engelbert Humperdincks Märchenoper *Hänsel und Gretel* Jung und Alt in ihren Bann. Zehn Jahre zuvor hatte seine Schwester Adelheid Wette ihn gebeten, einige Kinderlieder für ein Liederspiel nach dem beliebten Märchen der Brüder Grimm zu vertonen, das im Familienkreis zur Aufführung gelangen sollte. Die von Humperdinck beigesteuerten Lieder fanden so großen Anklang, dass sich der Komponist dazu entschloss, sein Singspiel zu einer abendfüllenden Oper umzuarbeiten. Dessen zauberhafte Musik ist einerseits im Volkslied verwurzelt, greift aber auch die Klangfarben und die Stilistik der Musikdramen des von ihm bewunderten Richard Wagner auf.
    In der halleschen Inszenierung kann sich die ganze Familie auf den wunderschönen Abendsegen der beiden Geschwisterkinder, ein lustiges Taumännchen, die besenreitende freche Hexe, eine Engelschar, zuckersüße vom Hexenzauber erlöste Kinder und natürlich ein leckeres Knusperhäuschen freuen!

    Hänsel und Gretel (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Hamlet, Prinz von Dänemark

    22.12.2017, Puppentheater

    *»Sterben – schlafen – Schlafen! Vielleicht auch träumen!
    Ja, da liegts: Was in dem Schlaf für Träume kommen mögen, Wenn wir die irdische Verstrickung lösten, Das zwingt uns stillzustehn.«*

    Er ist die Sphinx der dramatischen Weltliteratur. Ein Vexierbild. Ein Chamäleon. Wofür steht er? Ist Hamlet ein überforderter Intellektueller, unfähig zum Handeln? Oder doch im Gegenteil ein undurchschaubarer, durchtrieben planender Rächer? Schauen wir einem Melancholiker beim Grübeln zu? Oder einem Neurotiker, der leider verklemmt ist? Ist Hamlet der erste Existentialist, der im Lebensekel feststeckt? Oder ein Terrorist gegen die Verlogenheit des Establishments? Ein Mutterhasser? Oder ein überdrüssiger femininer Träumer, aufgerieben im Ränkespiel männlicher Gewalt? Der Unberechenbare! Unnahbare! Andere! Das Mysterium von Helsingör! Sämtliche Figuren im Stück mühen sich herauszufinden, wer er ist! Und auch Hamlet selber sucht nach sicheren Beweisen für die Wahrheit der Wirklichkeit. Ist Claudius der Mörder seines Vaters? Darf man – ja: muss man nicht zögern, so lang man die Wahrheit nicht weiß?

    Das fragen sich Literaten, Regisseure, Kritiker, Schauspieler, seit der dänische Königssohn die Bühne betreten hat. Shakespeare gilt seit der Schlegel-Tieck-Übersetzung als der dritte deutsche Klassiker – und Hamlet als Sinnbild des abendländischen Deutschen!

    ### STUDY LOUNGE am 16. November 2017

    Für Studenten beginnt der Abend um 19.30 Uhr mit einer Einführung in Shakespeares umfangreichstes Theaterstück und den kurzweiligen Zugriff des Puppentheaters. 20 Uhr folgt die Inszenierung. Im Anschluss Künstlergespräche und Chillen bei süffigen Getränken und flüssiger Musik im »7 Gramm« auf der anderen Straßenseite. Kult!

    Hamlet, Prinz von Dänemark (Falk Wenzel)

    mehr …

  • Männerhort

    22.12.2017, Neues Theater

    Das ist doch für alle die beste Lösung: Während ihre Frauen über ihnen von einem Klamottenladen zum nächsten Schuhgeschäft ziehen, haben Helmut, Eroll und Lars einen ungenutzten Raum im Keller des Shopping-Centers aufgetan und verbringen dort am Samstagnachmittag immer ein paar ruhige Stunden miteinander und mit Bundesliga, Bier, Pizza, Männergesprächen und Dosennippelkettenlöten. Selbst Mario, der Feuerwehrmann im Dienst, kann sich der solidarischen Testosteron-Versammlung nicht entziehen – obwohl er den Männerschutzraum zunächst räumen lassen wollte. Schließlich hat Mario ja genau die gleichen Probleme und entwickelt deshalb mit seinen neuen Freunden einen Formel-1-superschnellen Shopping-Kurs durchs Einkaufszentrum. So wird der nächste Samstag zum Wettrennen und alles selbstverständlich nur noch schlimmer…
    *Männerhort* wurde vom deutsch-isländischen Theater- und Romanautor Kristof Magnusson (Jahrgang 1976) dem alltäglichen Leben unserer Mitmenschen abgelauscht – und mit dieser zupackenden Komödie über ein paar rührende gestandene Kerle, die dem Shoppingwahn ihrer besseren Hälften zu wenig entgegenzusetzen haben, gibt Regisseur Matthias Thieme (gleicher Jahrgang wie der Stückeschreiber), der bislang u.a. in Chemnitz, Cottbus und Plauen-Zwickau tätig war, seinen Inszenierungseinstand in Halle.
    »Ich gehöre Gott sei Dank zu der Gruppe von Menschen, die einen Witz auch erzählen können. (…) Ich habe genügend Komödien der unterschiedlichsten Art inszeniert, um zu wissen, dass man erst am Ende weiß, wer wo wie warum lacht und dass es in der Probenarbeit bei weitem nicht immer lustig zugeht. Timing ist keine Stadt in China, sondern muss trainiert werden. Komödie ist eins der schwierigsten Genres auf dem Theater, eine Fingerübung des Handwerks, die Spaß macht. Ich freu mich diebisch drauf und lache jetzt schon.« MATTHIAS THIEME IM NT-SPIELZEITHEFT 2014/ 2015.

    Männerhort (Bernhild Bense)

    mehr …

  • Stillkonzert

    23.12.2017, Oper

    Unter der kenntnisreichen Regie unserer Harfenistin Ursula Heins und ihrer Kollegen richten sich diese Konzerte an Babys und Kleinkinder und deren Eltern. Natürlich wird in den ca. 45 minütigen Programmen auch gemeinsam gesungen, und zum Abschluss gibt es die Möglichkeit, sich die Instrumente von den Musikern der Staatskapelle zeigen zu lassen.

    Klassisches Konzert (Fotolia)

    mehr …

  • Eine Weihnachtsgeschichte

    23.12.2017, Neues Theater

    Der Roman von Charles Dickens (1812-1870) ist dem Zuschauer als eine der berühmtesten und am meisten verfilmten Weihnachtsgeschichten bekannt: Der alte Ebenezer Scrooge ist ein einsamer, verbitterter Geizhals, für den Weihnachten ein Fest der Verschwendung ist. Selbst seinen einzigen Angestellten, der nur für einige Stunden zu seiner Familie unter den Tannenbaum will, stellt er zum Fest nicht vom Dienst in der Firma frei. Daraufhin wird der herzlose Geschäftemacher in einer turbulent-grusligen Nacht von drei Geistern heimgesucht. Sie entführen ihn in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und zeigen ihm, dass sein bisheriges Leben sinnlos und leer war. Werte wie Liebe, Geborgenheit, Mitgefühl und Solidarität fehlten in seinem Leben. Und tatsächlich gibt es ein Happy End in Dickens’ Weihnachtsgeschichte: Scrooge wird durch das Erscheinen der Geister wachgerüttelt. Als er am nächsten Morgen schweißgebadet aufwacht und es Weihnachten ist, beschließt er, sein Leben von Grund auf zu ändern, denn Geld ist nicht alles im Leben. Scrooge entschließt sich, dieses Jahr doch noch Weihnachten zu feiern. Er läuft schnurstracks zum Metzger, kauft die größte Gans und ruft auf der Straße allen Leuten laut »Fröhliche Weihnachten!« zu.

    Ich habe mich bemüht, den Geist einer Idee zu erwecken, der meine Leser nicht in schlechte Laune versetzen soll, weder gegen sich selbst, gegen andere, gegen Weihnachten oder gegen mich. Möge er freundlich in ihrem Hause spuken und niemand den Wunsch verspüren, ihn zu verjagen.

    Eine Weihnachtsgeschichte (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Öffentliche Führung: Begegnungen. Von Cranach bis Holbein - Kunstsammlungen Sachsen Anhalt

    23.12.2017, Kunstmuseum Moritzburg

    Jeden Samstag findet 15 Uhr eine öffentliche Führung durch die Ausstellung statt.

    Im ersten Obergeschoss des Nordflügels der Moritzburg
    entfaltet sich die Pracht der herausragenden Handzeichnungen aus der Graphischen Sammlung der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau. In drei Themenbereichen – Porträt, Mythologie / Allegorie und Religion – sind einzigartige Feder- und Pinselzeichnungen u. a. von Albrecht Altdorfer, Lucas Cranach d. Ä., Albrecht Dürer, Urs Graf, Ambrosius Holbein und Tobias Stimmer zu erleben. Die Werke stammen aus zwei Klebebänden, die 1748 durch Erbfolge zunächst an das anhaltisch-bernburgische Fürstenhaus und 1877 an den Herzog von Anhalt-Dessau gingen. 1914 erstmals von Max Jakob Friedländer publiziert, konnten sie 2011 nach neuesten wissenschaftlichen Methoden analysiert und in einem opulenten Bestandsverzeichnis neuerlich publiziert werden.

    Im Zentrum des Ausstellungsraumes werden unter dem Titel Vom Himmel in die Hölle. Reformation im Bild der Öffentlichkeit bislang unbekannte Tafelgemälde aus der Gemäldesammlung des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) gezeigt, die dank der Unterstützung der Freunde und Förderer des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) e. V. und der Hochschule für Bildende Künste, Dresden, in den vergangenen Jahren kunsttechnologisch untersucht und aufwändig restauriert werden konnten. Erstmals können nun die Epitaphien der Familie von Schönfeldt sowie das Fragment einer Kreuzigungsszene aus Löbnitz bei Delitzsch präsentiert werden. Sie sind unmittelbare Zeugnisse der sich im Zuge der Reformation wandelnden Bildsprache und stammen aus der Wittenberger Werkstatt Lucas Cranachs d. J. bzw. aus deren Umkreis. Ergänzt wird die Präsentation durch drei Holztafeln aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert und der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts von niederländischen Meistern.

    Im Kontext der konfessionellen Auseinandersetzung zwischen Protestanten und Katholiken kommt dem Flugblatt eine herausragende kommunikative Funktion bei. Das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) verfügt mit mehr als 1 000 teilweise sehr seltenen Blättern des 15. bis 19. Jahrhunderts über die wertvollste Flugblattsammlung in Sachsen-Anhalt. Bedeutende Einzelblätter dieses Konvoluts runden die Ausstellung am Ausgang des 500-jährigen Reformationsjubiläums 2017 ab während eine Präsentation von kunsthandwerklichen Objekten und Medaillen, herausragende Preziosen der Renaissance-Zeit, den Besucher im Foyer in die Ausstellung einführen.

    Die Häuser:

    Der Aufbau der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau erfolgte ab 1927 im damaligen Freistaat Anhalt parallel zur nationalen Etablierung des bereits 1885 gegründeten Städtischen Museums für Kunst und Kunstgewerbe im nahe gelegenen Halle (Saale) in der Preußischen Provinz Sachsen, des heutigen Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale). In der Weimarer Republik gehörten beide Museen mit ihren unterschiedlichen Sammlungen zu den bedeutenden Ausstellungshäusern Deutschlands. Während der Schwerpunkt der halleschen Bestände in der Moderne des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts liegt, verfügt die Anhaltische Gemäldegalerie Dessau über eine hochkarätige Sammlung Alter Meister vom 15. bis ins frühe 19. Jahrhundert. Beide Sammlungen sind in ihrer Zusammensetzung und Qualität jeweils einzigartig in Sachsen-Anhalt und vermögen, sich nach dem Vorbild Galerie Alter Meister und Galerie Neuer Meister gegenseitig zu ergänzen und zu bereichern.

    Lucas Cranach d. J. (Werkstatt): Das  Jüngste Gericht mit Stiftern (Punctum/Bertram Kobe)

    mehr …

  • Der Nussknacker - Eine Weihnachtsgeschichte

    23.12.2017, Oper

    Seit dem Jahr 2000 ist es eine liebgewonnene Tradition, sich in der Vorweihnachtzeit von dem Ballett *Der Nussknacker – Eine Weihnachtsgeschichte* verzaubern zu lassen. Youri Vámos verknüpft darin E.T.A. Hoffmanns Geschichte von *Nussknacker und Mäusekönig* mit Motiven aus Charles Dickens *Weihnachtsgeschichte*. Winterlich-weihnachtliche Dekoration, liebevoll und aufwändig gefertigte Kostüme, die wunderschöne Musik Tschaikowskis und die Tänzerinnen und Tänzer des Ballett Rossa lassen den *Nussknacker* zu einem ganz besonderen Erlebnis für die ganze Familie werden!

    In einem Londoner Vorort herrscht fröhliche Weihnachtsstimmung. Nur einer lässt sich ganz und gar nicht davon anstecken: Scrooge, der herzlose und geizige Geldverleiher, schreckt nicht einmal am Heiligen Abend davor zurück, seine Nachbarn an ihre offenen Kredite zu erinnern. Als sich sein Buchhalter Bob Cratchit über dessen Griesgrämigkeit lustig macht, wird er von ihm fristlos entlassen. Bob kann sich nun weder den Weihnachtstruthahn noch die Nussknacker-Puppe leisten, die seine Tochter Clara sich sehnlich wünscht. Verzweifelt bittet Clara den Geldverleiher, ihr die Puppe zu schenken. Aber er zerbricht sie zornig. Erst als Scrooge einen furchtbaren Alptraum durchlebt, wird aus ihm schließlich doch noch ein freundlicher Mensch, der versucht seine Fehler wiedergutzumachen.

    Der Nussknacker - Eine Weihnachtsgeschichte (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Chorkonzert

    23.12.2017, Pauluskirche

    Chorkonzert

    Mikrofon beim Konzert (Martin Große)

    mehr …

  • Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch

    25.12.2017, Puppentheater

    Zwischen fünf Uhr nachmittags und dem zwölften Glockenschlag der Silvester-Mitternacht spielt dieser fantastische Thriller, der ein Märchen für die ganze Familie ist. Der Zauberer Beelzebub Irrwitzer hat sein vorgeschriebenes Soll an bösen Taten, Naturkatastrophen und Unglücken nicht erfüllt. Auch die Tante des Zauberers, die Geldhexe Tyrannja Vamperl, ist erheblich im Rückstand. Maledictus Made, ein Gesandter des Teufels, droht mit der Pfändung ihrer Seelen. – Als seien der Schwierigkeiten nicht genug, hat der »Hohe Rat der Tiere« den beiden Angeklagten zwei Plagen auf den Hals gehetzt, den romantischen Kater Maurizio di Mauro und den ruppigen Raben Jakob Krakel. – Den Bösewichtern bleibt ein einziger Weg, nämlich einen satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsch zu brauen, der jeden ausgesprochenen Wunsch in sein Gegenteil verkehrt. Aus diesem Grund ist auch jegliche Geheimhaltung vor den artigen Tieren unnötig: Man wünscht jemandem das Allerbeste, und daraus entsteht für ihn das Allerschlimmste! – Der Kater Maurizio di Mauro und der Rabe Jakob Krakel müssen nicht weniger tun, als die Welt zu retten. Für unser Weihnachtsmärchen hat sich die Puppenspielerin und Regisseurin Ivana Sajevic, die ab dieser Spielzeit fest zu unserem Ensemble gehört, ein Buch von Michael Ende ausgesucht, der mit seinen Märchen und Geschichten zu den modernen Klassikern der Kinderliteratur zählt und im Puppentheater Halle immer wieder ein großes Publikum in seinen Bann zieht. Wir nehmen eine Tradition wieder auf. (Erinnern Sie sich noch an »Lenchens Geheimnis« und »Ophelias Schattentheater«?) Diesmal können Sie erleben, wie ein eingefrorener Ton des Mitternachtsgeläuts einem dicken Kater und seinem gefiederten Rabenfreund ihre Wünsche erfüllen.

    Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch (Bühnen Halle)

    mehr …

  • Fidelio

    25.12.2017, Oper

    »Am Gebäude der Deutschen Bank in München steht: ,Aus Ideen werden Märkte‘. Jetzt ist der Ideenhimmel verbraucht. Es gibt nur noch Märkte, und dadurch entsteht eine ungeheure Leere. Die Frage ist, ob der Mensch das aushält.« (Heiner Müller)

    Leonore gewinnt als Mann verkleidet unter dem Namen Fidelio das Vertrauen des Kerkermeisters Rocco und seiner Tochter Marzelline und verschafft sich Zutritt zu dem geheimen Verließ, in dem ihr Mann Florestan vom Gouverneur Don Pizarro willkürlich festgehalten wird. Florestan schwebt in Lebensgefahr und seine Frau versucht ihn mit Waffengewalt zu befreien. Doch erst durch die Ankunft des Ministers Don Fernando werden beide gerettet. Am Ende preisen alle Freiheit, Gerechtigkeit und Gattentreue.

    In einem jahrzehntelangen Kompositions- und Umarbeitungsprozess entwickelte Beethoven seine einzige fertig gestellte Oper *Fidelio* zu einer musikalischen Grenzüberschreitung zwischen biedermeierlichem Singspiel und oratorischer Freiheits-Symphonie. Die im Umfeld der Französischen Revolution entstandene Schreckens- und Befreiungsoper *Léonore ou L’ Amour conjugal* von Pierre Gaveaux und Jean Nicolas Bouilly arbeitete Beethoven für *Fidelio* aus Rücksicht vor der österreichischen Monarchie um und tilgte alle Hinweise auf einen revolutionären Kampf. Er verkehrte die politischen Verhältnisse der Oper vom Erzählrahmen der französischen Umsturzjahre nach 1789 in den Kontext einer guten Monarchie, die die Machenschaften eines bösen Intriganten vereitelt und so politischer Freiheit zu ihrem Recht verhilft. Beethovens mitreißende Musik ist dabei voller revolutionärer Dringlichkeit und widerständigem Pathos, so dass *Fidelio* bis heute als eine der wichtigsten Revolutions- und Freiheitsopern des „Deutschen Repertoires“ gilt.

    Nun ist die Freiheit seit dem Entstehen des Werkes im frühen 19. Jahrhundert nicht nur zum höchsten politischen Wert und Grundrecht aufgestiegen, sondern hat sich zugleich als ökonomischer Imperativ der liberalen Gesellschaft und des bürgerlichen Staates offenbart. Die Befreiung der Menschen von staatlicher Bevormundung findet ihr ökonomisches Pendant nicht zuletzt darin, dass sämtliche Lebensbereiche vollständig den Gesetzen des Marktes unterworfen werden: So schlägt Freiheit auf eine repressive Weise gegen die Menschen zurück.

    Diese Schattenseiten der Freiheit im Zeitalter neoliberaler Markt- und Gesellschaftsreformen sind in unserem *Fidelio* ebenso Thema, wie die Folgen der gesellschaftlichen Liberalisierung auf den Theater- und Opernbetrieb selbst. Im sinnlichen Spiel großer Opulenz und überbordender Erwartungshaltung gegenüber der klassischen Oper des 19. Jahrhunderts fragen wir nach den „Kosten der Freiheit“ . Was ist, wenn Kunst sich rechnen muss, und – genau wie alle anderen Lebensbereiche – von der Freiheit des Marktes und der Konkurrenz bestimmt wird?

    opernhaus bei nacht (Thomas Ziegler)

    mehr …

  • Gott des Gemetzels

    25.12.2017, Neues Theater

    Yasmina Rezas erfolgreichstes Theaterstück *Gott des Gemetzels*, das im Jahr 2011 mit einem Aufgebot an Hollywoodschauspielern verfilmt wurde, beschreibt etwas in hohem Maße Politisches: Ist der Mensch kultiviert genug, um Streitereien mit Nachsicht und Bedacht zu lösen? Gelingt es ihm, die eigenen Affekte in den Ritzen der Diplomatie zu verstauen, um im Sinne des friedlichen Miteinanders zu entscheiden?

    Vor dieser Herausforderung stehen eines Tages zwei Elternpaare des gehobenen Bürgertums: Vermögensberaterin, Rechtsanwalt, Schriftstellerin und Großhändler treffen sich zu einem Gespräch, weil ihre Kinder mit Stöcken aufeinander eingeschlagen haben sollen. (Denn anders als in der Tragödie sind hier nicht einmal mehr die Kinder unschuldig.) Zunächst glaubt man, die Angelegenheit mit einem jovialen Lächeln auf sich beruhen lassen zu können. Aber selbstgefälliger Smalltalk und süffisante Schmeicheleien geben bald nach wie ein morscher Boden. Die Beteiligten manövrieren sich zusehends in die eigene Unmündigkeit. Zwischen Whiskey, toten Hamstern und vollgekotzten Bildbänden verraten sich die Ehepartner für eine gute Pointe, verbünden sich die Geschlechter für eine entlastende Plattitüde. Die Falle der persönlichen Überreizungen schnappt gnadenlos zu. Daraus befreien kann man sich vielleicht noch mit einer kubanischen Zigarre oder einem beherzten Sprung in die Blumenvase.

    Yasmina Reza, Meisterin der theatralen Streitkultur, hat mit *Gott des Gemetzels* ein komödiantisches Meisterwerk menschlicher Entfesselung entworfen, in dem wir uns alle lachend wiedererkennen können. Eine Zimmerschlacht für vier Schauspieler und ein Publikum.

    Neues Theater (Bühnen Halle)

    mehr …

  • Der Nussknacker - Eine Weihnachtsgeschichte

    26.12.2017, Oper

    Seit dem Jahr 2000 ist es eine liebgewonnene Tradition, sich in der Vorweihnachtzeit von dem Ballett *Der Nussknacker – Eine Weihnachtsgeschichte* verzaubern zu lassen. Youri Vámos verknüpft darin E.T.A. Hoffmanns Geschichte von *Nussknacker und Mäusekönig* mit Motiven aus Charles Dickens *Weihnachtsgeschichte*. Winterlich-weihnachtliche Dekoration, liebevoll und aufwändig gefertigte Kostüme, die wunderschöne Musik Tschaikowskis und die Tänzerinnen und Tänzer des Ballett Rossa lassen den *Nussknacker* zu einem ganz besonderen Erlebnis für die ganze Familie werden!

    In einem Londoner Vorort herrscht fröhliche Weihnachtsstimmung. Nur einer lässt sich ganz und gar nicht davon anstecken: Scrooge, der herzlose und geizige Geldverleiher, schreckt nicht einmal am Heiligen Abend davor zurück, seine Nachbarn an ihre offenen Kredite zu erinnern. Als sich sein Buchhalter Bob Cratchit über dessen Griesgrämigkeit lustig macht, wird er von ihm fristlos entlassen. Bob kann sich nun weder den Weihnachtstruthahn noch die Nussknacker-Puppe leisten, die seine Tochter Clara sich sehnlich wünscht. Verzweifelt bittet Clara den Geldverleiher, ihr die Puppe zu schenken. Aber er zerbricht sie zornig. Erst als Scrooge einen furchtbaren Alptraum durchlebt, wird aus ihm schließlich doch noch ein freundlicher Mensch, der versucht seine Fehler wiedergutzumachen.

    Der Nussknacker - Eine Weihnachtsgeschichte (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Der Nussknacker - Eine Weihnachtsgeschichte

    26.12.2017, Oper

    Seit dem Jahr 2000 ist es eine liebgewonnene Tradition, sich in der Vorweihnachtzeit von dem Ballett *Der Nussknacker – Eine Weihnachtsgeschichte* verzaubern zu lassen. Youri Vámos verknüpft darin E.T.A. Hoffmanns Geschichte von *Nussknacker und Mäusekönig* mit Motiven aus Charles Dickens *Weihnachtsgeschichte*. Winterlich-weihnachtliche Dekoration, liebevoll und aufwändig gefertigte Kostüme, die wunderschöne Musik Tschaikowskis und die Tänzerinnen und Tänzer des Ballett Rossa lassen den *Nussknacker* zu einem ganz besonderen Erlebnis für die ganze Familie werden!

    In einem Londoner Vorort herrscht fröhliche Weihnachtsstimmung. Nur einer lässt sich ganz und gar nicht davon anstecken: Scrooge, der herzlose und geizige Geldverleiher, schreckt nicht einmal am Heiligen Abend davor zurück, seine Nachbarn an ihre offenen Kredite zu erinnern. Als sich sein Buchhalter Bob Cratchit über dessen Griesgrämigkeit lustig macht, wird er von ihm fristlos entlassen. Bob kann sich nun weder den Weihnachtstruthahn noch die Nussknacker-Puppe leisten, die seine Tochter Clara sich sehnlich wünscht. Verzweifelt bittet Clara den Geldverleiher, ihr die Puppe zu schenken. Aber er zerbricht sie zornig. Erst als Scrooge einen furchtbaren Alptraum durchlebt, wird aus ihm schließlich doch noch ein freundlicher Mensch, der versucht seine Fehler wiedergutzumachen.

    Der Nussknacker - Eine Weihnachtsgeschichte (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Eine Weihnachtsgeschichte

    26.12.2017, Neues Theater

    Der Roman von Charles Dickens (1812-1870) ist dem Zuschauer als eine der berühmtesten und am meisten verfilmten Weihnachtsgeschichten bekannt: Der alte Ebenezer Scrooge ist ein einsamer, verbitterter Geizhals, für den Weihnachten ein Fest der Verschwendung ist. Selbst seinen einzigen Angestellten, der nur für einige Stunden zu seiner Familie unter den Tannenbaum will, stellt er zum Fest nicht vom Dienst in der Firma frei. Daraufhin wird der herzlose Geschäftemacher in einer turbulent-grusligen Nacht von drei Geistern heimgesucht. Sie entführen ihn in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und zeigen ihm, dass sein bisheriges Leben sinnlos und leer war. Werte wie Liebe, Geborgenheit, Mitgefühl und Solidarität fehlten in seinem Leben. Und tatsächlich gibt es ein Happy End in Dickens’ Weihnachtsgeschichte: Scrooge wird durch das Erscheinen der Geister wachgerüttelt. Als er am nächsten Morgen schweißgebadet aufwacht und es Weihnachten ist, beschließt er, sein Leben von Grund auf zu ändern, denn Geld ist nicht alles im Leben. Scrooge entschließt sich, dieses Jahr doch noch Weihnachten zu feiern. Er läuft schnurstracks zum Metzger, kauft die größte Gans und ruft auf der Straße allen Leuten laut »Fröhliche Weihnachten!« zu.

    Ich habe mich bemüht, den Geist einer Idee zu erwecken, der meine Leser nicht in schlechte Laune versetzen soll, weder gegen sich selbst, gegen andere, gegen Weihnachten oder gegen mich. Möge er freundlich in ihrem Hause spuken und niemand den Wunsch verspüren, ihn zu verjagen.

    Eine Weihnachtsgeschichte (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

    27.12.2017, Oper

    Der königliche Hof lädt zum Ball ein, aber Aschenbrödel muss zu Hause bleiben und die Öfen kehren. Ihr Stand in der Familie ist seit dem Tod des Vaters denkbar schlecht: Die Stiefmutter ist bösartig, Stiefschwester Dora wird bevorzugt und Aschenbrödel wie eine Dienstmagd behandelt. Dora und Stiefmutter gehen natürlich hin zum Ball. Ihr Plan ist: Dora soll mit dem Prinzen verkuppelt werden. Aschenbrödel bleibt die Freude, einen Abend allein zu Hause zu sein, ganz ohne Schikanen.

    Dann findet der Kutscher drei Haselnüsse, er schenkt sie Aschenbrödel und siehe da: Den Nüssen wohnt ein Zauber inne, sie verwandeln sich in Kleider. Die erste Nuss zaubert ein Jagdgewand, in dem Aschenbrödel dem Prinzen im Wald begegnet, der mit seinem Gefolge zur königlichen Jagd aufgebrochen ist. Der schöne junge Mann glaubt, es mit einem ›Jägersburschen‹ zu tun zu haben und ist schwer beeindruckt von dessen Jagdkünsten. Die zweite Nuss verwandelt sich in ein glitzerndes Ballkleid, in dem Aschenbrödel kurzerhand den Ball besucht und allen anwesenden Damen die Show stiehlt – der Prinz hat nur noch Augen für sie. Aschenbrödel verlässt den Ball heimlich und unerkannt, zurück bleibt allein ihr Schuh, mit dem sich der Prinz nun auf die Suche nach der bezaubernden Fremden begibt. Wem der Schuh passt, wird seine Frau. Dora und ihr Mutter setzen alles daran, Dora dem Prinzen als Braut unterzujubeln. Doch Aschenbrödel hat noch eine dritte Nuss übrig!
    Der Film *Drei Haselnüsse für Aschenbrödel*, eine deutsch-tschechische Koproduktion aus dem Jahr 1973, ist einer der berühmtesten Märchenfilme aller Zeiten. Der zeitlose Klassiker kommt nun als Weihnachtsstück für die ganze Familie auf die Bühne des Opernhauses, gespielt vom Ensemble des Thalia Theaters Halle.

    Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch

    28.12.2017, Puppentheater

    Zwischen fünf Uhr nachmittags und dem zwölften Glockenschlag der Silvester-Mitternacht spielt dieser fantastische Thriller, der ein Märchen für die ganze Familie ist. Der Zauberer Beelzebub Irrwitzer hat sein vorgeschriebenes Soll an bösen Taten, Naturkatastrophen und Unglücken nicht erfüllt. Auch die Tante des Zauberers, die Geldhexe Tyrannja Vamperl, ist erheblich im Rückstand. Maledictus Made, ein Gesandter des Teufels, droht mit der Pfändung ihrer Seelen. – Als seien der Schwierigkeiten nicht genug, hat der »Hohe Rat der Tiere« den beiden Angeklagten zwei Plagen auf den Hals gehetzt, den romantischen Kater Maurizio di Mauro und den ruppigen Raben Jakob Krakel. – Den Bösewichtern bleibt ein einziger Weg, nämlich einen satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsch zu brauen, der jeden ausgesprochenen Wunsch in sein Gegenteil verkehrt. Aus diesem Grund ist auch jegliche Geheimhaltung vor den artigen Tieren unnötig: Man wünscht jemandem das Allerbeste, und daraus entsteht für ihn das Allerschlimmste! – Der Kater Maurizio di Mauro und der Rabe Jakob Krakel müssen nicht weniger tun, als die Welt zu retten. Für unser Weihnachtsmärchen hat sich die Puppenspielerin und Regisseurin Ivana Sajevic, die ab dieser Spielzeit fest zu unserem Ensemble gehört, ein Buch von Michael Ende ausgesucht, der mit seinen Märchen und Geschichten zu den modernen Klassikern der Kinderliteratur zählt und im Puppentheater Halle immer wieder ein großes Publikum in seinen Bann zieht. Wir nehmen eine Tradition wieder auf. (Erinnern Sie sich noch an »Lenchens Geheimnis« und »Ophelias Schattentheater«?) Diesmal können Sie erleben, wie ein eingefrorener Ton des Mitternachtsgeläuts einem dicken Kater und seinem gefiederten Rabenfreund ihre Wünsche erfüllen.

    Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch (Bühnen Halle)

    mehr …

  • Der Nussknacker - Eine Weihnachtsgeschichte

    28.12.2017, Oper

    Seit dem Jahr 2000 ist es eine liebgewonnene Tradition, sich in der Vorweihnachtzeit von dem Ballett *Der Nussknacker – Eine Weihnachtsgeschichte* verzaubern zu lassen. Youri Vámos verknüpft darin E.T.A. Hoffmanns Geschichte von *Nussknacker und Mäusekönig* mit Motiven aus Charles Dickens *Weihnachtsgeschichte*. Winterlich-weihnachtliche Dekoration, liebevoll und aufwändig gefertigte Kostüme, die wunderschöne Musik Tschaikowskis und die Tänzerinnen und Tänzer des Ballett Rossa lassen den *Nussknacker* zu einem ganz besonderen Erlebnis für die ganze Familie werden!

    In einem Londoner Vorort herrscht fröhliche Weihnachtsstimmung. Nur einer lässt sich ganz und gar nicht davon anstecken: Scrooge, der herzlose und geizige Geldverleiher, schreckt nicht einmal am Heiligen Abend davor zurück, seine Nachbarn an ihre offenen Kredite zu erinnern. Als sich sein Buchhalter Bob Cratchit über dessen Griesgrämigkeit lustig macht, wird er von ihm fristlos entlassen. Bob kann sich nun weder den Weihnachtstruthahn noch die Nussknacker-Puppe leisten, die seine Tochter Clara sich sehnlich wünscht. Verzweifelt bittet Clara den Geldverleiher, ihr die Puppe zu schenken. Aber er zerbricht sie zornig. Erst als Scrooge einen furchtbaren Alptraum durchlebt, wird aus ihm schließlich doch noch ein freundlicher Mensch, der versucht seine Fehler wiedergutzumachen.

    Der Nussknacker - Eine Weihnachtsgeschichte (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Die Nachtigall des Zaren

    29.12.2017, Oper

    *Die Nachtigall des Zaren* erzählt die faszinierende Lebensgeschichte des Star-Kastraten Filippo Balatri, basierend auf dessen berührend-persönlicher und bissig-spöttischer
    Autobiographie. Der Sänger reiste quer durch Europa und erzählt in diesem Roadmovie des Barock über den höfischen Alltag, die europäische Kunstszene und die Strapazen des Reisens im 17. und 18. Jahrhundert zwischen Pisa und Moskau, Paris und Düsseldorf, München, Wien und der kalmückischen Steppe. In London begegnete er einem berühmten Hallenser Komponisten, den er als „Giorgio Endel“ bezeichnet.

    Die Autorin Christine Wunnicke hat in dem Buch „Die Nachtigall des Zaren“ auf Grundlage der umfangreichen überlieferten Originalschriften Filippo Balatris seinen Lebensweg detailgetreu und anekdotenreich rekonstruiert und dabei auch dessen Originaltexten viel Raum gelassen: „Während vielen die Beschaffenheit ihres Kehlkopfes oder eine von Natur aus zu wenig süße Stimme verbietet, eine Nachtigall zu imitieren, war es mir ein Leichtes, die wehmütigen Tonfolgen nachzuahmen, die dieses Tierchen zu singen pflegt Ich hatte ja in London eine Nachtigall in meinem Zimmer, und ich verliebte mich dort so in ihren Gesang, dass ich, zunächst nur zum Spaß, ihre Strophen zu studieren begann, bis ich sie dann eines Tages wirklich nachsingen konnte.“

    In der inszenierten Lesung wird der faszinierende Kastrat durch den Schauspieler Robert Joseph Bartl und den Countertenor Leandro Marziotte zum Leben erweckt.
    Begleitet von Musikern des Händelfestspielorchesters Halle auf historischen Instrumenten werden Arien von Georg Friedrich Händel und anderen Komponisten der Barockzeit dargeboten, die auch aus Balatris Repertoire stammen könnten.

    Robert Joseph Bartl war u. a. langjähriges Ensemblemitglied am Münchner Residenztheater und ist regelmäßig im Münchner Tatort als Pathologe Dr. Steinbrecher zu sehen. Leandro Marziotte gewann 2014 beim Internationalen
    Händel-Wettbewerb den ersten Preis als Countertenor.

    opernhaus bei nacht (Thomas Ziegler)

    mehr …

  • Öffentliche Führung: Begegnungen. Von Cranach bis Holbein - Kunstsammlungen Sachsen Anhalt

    30.12.2017, Kunstmuseum Moritzburg

    Jeden Samstag findet 15 Uhr eine öffentliche Führung durch die Ausstellung statt.

    Im ersten Obergeschoss des Nordflügels der Moritzburg
    entfaltet sich die Pracht der herausragenden Handzeichnungen aus der Graphischen Sammlung der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau. In drei Themenbereichen – Porträt, Mythologie / Allegorie und Religion – sind einzigartige Feder- und Pinselzeichnungen u. a. von Albrecht Altdorfer, Lucas Cranach d. Ä., Albrecht Dürer, Urs Graf, Ambrosius Holbein und Tobias Stimmer zu erleben. Die Werke stammen aus zwei Klebebänden, die 1748 durch Erbfolge zunächst an das anhaltisch-bernburgische Fürstenhaus und 1877 an den Herzog von Anhalt-Dessau gingen. 1914 erstmals von Max Jakob Friedländer publiziert, konnten sie 2011 nach neuesten wissenschaftlichen Methoden analysiert und in einem opulenten Bestandsverzeichnis neuerlich publiziert werden.

    Im Zentrum des Ausstellungsraumes werden unter dem Titel Vom Himmel in die Hölle. Reformation im Bild der Öffentlichkeit bislang unbekannte Tafelgemälde aus der Gemäldesammlung des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) gezeigt, die dank der Unterstützung der Freunde und Förderer des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) e. V. und der Hochschule für Bildende Künste, Dresden, in den vergangenen Jahren kunsttechnologisch untersucht und aufwändig restauriert werden konnten. Erstmals können nun die Epitaphien der Familie von Schönfeldt sowie das Fragment einer Kreuzigungsszene aus Löbnitz bei Delitzsch präsentiert werden. Sie sind unmittelbare Zeugnisse der sich im Zuge der Reformation wandelnden Bildsprache und stammen aus der Wittenberger Werkstatt Lucas Cranachs d. J. bzw. aus deren Umkreis. Ergänzt wird die Präsentation durch drei Holztafeln aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert und der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts von niederländischen Meistern.

    Im Kontext der konfessionellen Auseinandersetzung zwischen Protestanten und Katholiken kommt dem Flugblatt eine herausragende kommunikative Funktion bei. Das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) verfügt mit mehr als 1 000 teilweise sehr seltenen Blättern des 15. bis 19. Jahrhunderts über die wertvollste Flugblattsammlung in Sachsen-Anhalt. Bedeutende Einzelblätter dieses Konvoluts runden die Ausstellung am Ausgang des 500-jährigen Reformationsjubiläums 2017 ab während eine Präsentation von kunsthandwerklichen Objekten und Medaillen, herausragende Preziosen der Renaissance-Zeit, den Besucher im Foyer in die Ausstellung einführen.

    Die Häuser:

    Der Aufbau der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau erfolgte ab 1927 im damaligen Freistaat Anhalt parallel zur nationalen Etablierung des bereits 1885 gegründeten Städtischen Museums für Kunst und Kunstgewerbe im nahe gelegenen Halle (Saale) in der Preußischen Provinz Sachsen, des heutigen Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale). In der Weimarer Republik gehörten beide Museen mit ihren unterschiedlichen Sammlungen zu den bedeutenden Ausstellungshäusern Deutschlands. Während der Schwerpunkt der halleschen Bestände in der Moderne des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts liegt, verfügt die Anhaltische Gemäldegalerie Dessau über eine hochkarätige Sammlung Alter Meister vom 15. bis ins frühe 19. Jahrhundert. Beide Sammlungen sind in ihrer Zusammensetzung und Qualität jeweils einzigartig in Sachsen-Anhalt und vermögen, sich nach dem Vorbild Galerie Alter Meister und Galerie Neuer Meister gegenseitig zu ergänzen und zu bereichern.

    Lucas Cranach d. J. (Werkstatt): Das  Jüngste Gericht mit Stiftern (Punctum/Bertram Kobe)

    mehr …

  • Groovin` Bodies

    30.12.2017, Oper

    Eine Tanzproduktion des Ballett Rossa nur mit Drums und Percussion war überfällig. Jetzt ist sie da – schnell, laut und direkt!

    Tanz und Puls, Bewegung und Groove sind archaische Ausdrucksweisen menschlicher Kultur. Ihre Sprache macht Worte überflüssig. Der Rhythmus steht im Vordergrund.

    Rhythmus strukturiert Zeit; sie wird dadurch zu Lebenszeit und offenbart ihre Relativität. Die gegenwärtige Zeit durchdringt uns mit Rhythmen, Tempi und Pulsationen. Sie überlagern sich und verschmelzen miteinander.

    Die Schlagzeugkollegen der Staatskapelle Halle Ivo Nitschke und Ralf Schneider sind leidenschaftliche Musiker und Komponisten, die bei dieser Performance ihre Musik live spielen.

    Für Ralf Rossa und die Tänzerinnen und Tänzer seiner Compagnie sind die Kompositionen der beiden eine assoziative Spielwiese, auf der sie das Verhältnis von Körper, Bewegung und Zeit tänzerisch ausloten können – die Kombination von Percussion und Tanz ist dafür geradezu ideal.

    Ivo Nitschke äußert sich zu *Groovin’ Bodies*: »Die Musik ist inspiriert von Orchestermusik, Jazz, Worldmusic, Renaissance- und Barockmusik. Und von Instrumenten die ich entdecke, die mich in ihren Bann ziehen. Ich muss sie besitzen und damit musizieren. *Groovin’ Bodies* nimmt bisweilen Anleihen der U-Musik auf und kann im Gestus doch schroff sein. Eckig. Die Trommel als Ur-Instrument hat schon viel erleben müssen und wir lassen sie erzählen…

    Ralf Schneider ist der Groovemacher. Ich stelle ihm meine Ideen und Skizzen vor, er untermauert sie. Nur selten schreibe ich Konkretes für ihn. Diese Arbeitsweise hat sich bewährt. Wir kreieren gemeinsam Klangflächen und Groovekaskaden. Dafür haben wir immerhin vier Hände und vier Füße zur Verfügung.«

    Groovin Bodies (Anna Kolata)

    mehr …

  • Konzert für eine taube Seele

    30.12.2017, Puppentheater

    Der französische Komponist Maurice Ravel wollte ursprünglich Pianist werden. Mit einer selbstgebauten Vorrichtung zum Trainieren seiner Finger ruinierte er sie beinahe. Jahr für Jahr scheiterte er spektakulär beim Wettbewerb um den Prix de Rome – dann war er berühmt! Dem Schöpfer des »Bolero« wurde mechanische Kälte vorgeworfen, und sein Kollege Strawinsky nannte ihn den »Schweizer Uhrmacher« unter den Komponisten. Jedoch litt Ravel an einer seltsamen Krankheit, einer erworbenen Amusie, von Zeitgenossen als »taube Seele« bezeichnet. Nach und nach verlor Ravel die Fähigkeit zur Musik. Am Beginn seiner Krankheit bedauerte er, dass er »noch so viel Musik im Kopf« hätte, viel mehr, als man von ihm kennt! Im Zentrum der Inszenierung stehen Ravels Musik und die Ausnahmepianistin Ragna Schirmer, die Ravels Musik spielt und sie verkörpert. Wie der Dichter in Jean Cocteaus berühmtem Film »Orphee« hat Ravel die Gabe, hinter die Spiegel zu gehen. Mühelos betritt er die Innenräume seiner Seele, bis die Krankheit ihm den Zutritt verwehrt. Nach der deutschsprachigen Erstaufführung »Meine Kältekammer« arbeitet Christoph Werner zum ersten Mal mit Ragna Schirmer. Für die Bühne zeichnet Oliver Proske verantwortlich, der sich als »Leib- und Magenbühnenbildner« der spektakulären Theaterformation »Nico and the Navigators« einen Namen machte.

    Ragna Schirmer ist Professorin für Klavier an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim, gewann als bisher einzige/r Pianist/in zweimal den Bachpreis beim Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Leipzig. Als erste CD veröffentlichte sie 2000 eine Aufnahme der Goldberg-Variationen von Bach. Viel beachtete und ausgezeichnete Konzerte und Aufnahmen folgten.

    Konzert für eine taube Seele (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Silvesterkonzert

    31.12.2017, Georg-Friedrich-Händel Halle

    Silvesterkonzert

    Musikinstrument eines klassischen Konzertes (Timo Klostermeier, Pixelio.de)

    mehr …

  • Konzert für eine taube Seele

    31.12.2017, Puppentheater

    Der französische Komponist Maurice Ravel wollte ursprünglich Pianist werden. Mit einer selbstgebauten Vorrichtung zum Trainieren seiner Finger ruinierte er sie beinahe. Jahr für Jahr scheiterte er spektakulär beim Wettbewerb um den Prix de Rome – dann war er berühmt! Dem Schöpfer des »Bolero« wurde mechanische Kälte vorgeworfen, und sein Kollege Strawinsky nannte ihn den »Schweizer Uhrmacher« unter den Komponisten. Jedoch litt Ravel an einer seltsamen Krankheit, einer erworbenen Amusie, von Zeitgenossen als »taube Seele« bezeichnet. Nach und nach verlor Ravel die Fähigkeit zur Musik. Am Beginn seiner Krankheit bedauerte er, dass er »noch so viel Musik im Kopf« hätte, viel mehr, als man von ihm kennt! Im Zentrum der Inszenierung stehen Ravels Musik und die Ausnahmepianistin Ragna Schirmer, die Ravels Musik spielt und sie verkörpert. Wie der Dichter in Jean Cocteaus berühmtem Film »Orphee« hat Ravel die Gabe, hinter die Spiegel zu gehen. Mühelos betritt er die Innenräume seiner Seele, bis die Krankheit ihm den Zutritt verwehrt. Nach der deutschsprachigen Erstaufführung »Meine Kältekammer« arbeitet Christoph Werner zum ersten Mal mit Ragna Schirmer. Für die Bühne zeichnet Oliver Proske verantwortlich, der sich als »Leib- und Magenbühnenbildner« der spektakulären Theaterformation »Nico and the Navigators« einen Namen machte.

    Ragna Schirmer ist Professorin für Klavier an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim, gewann als bisher einzige/r Pianist/in zweimal den Bachpreis beim Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Leipzig. Als erste CD veröffentlichte sie 2000 eine Aufnahme der Goldberg-Variationen von Bach. Viel beachtete und ausgezeichnete Konzerte und Aufnahmen folgten.

    Konzert für eine taube Seele (Gert Kiermeyer)

    mehr …

  • Silvesterball 2017

    31.12.2017, Neues Theater

    Buntes Programm mit dem Schauspielensemble, dem Intendanten Matthias Brenner, Band und DJ

    Neues Theater (Bühnen Halle)

    mehr …